Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Weibliche Genitalbeschneidung, FGM/C, ist die vollständige oder teilweise Entfernung der äußeren weiblichen Genitalien o

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage bezieht sich auf die Verfügbarkeit von Aufklärungs- und Weiterbildungsangeboten für medizinisches Fachpersonal in Bezug auf weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C). Ziel ist es, das Fachwissen zu verbessern, um betroffenen Mädchen und Frauen besser helfen zu können.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Frage an den Magistrat

Weibliche Genitalbeschneidung, FGM/C, ist die vollständige oder teilweise Entfernung der äußeren weiblichen Genitalien ohne medizinischen Grund. Viele Betroffene berichten, dass medizinisches Fachpersonal in Deutschland mit der Thematik oft nicht ausreichend vertraut ist. In der Folge können "Beschneidungen" oftmals nicht angemessen behandelt werden, da spezifisches Fachwissen im Umgang damit fehlt.

Ich frage den Magistrat:

Gibt es Aufklärungs- und Weiterbildungsangebote für Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal, beispielsweise vonseiten des Gesundheitsamtes oder anderen in der Stadt ansässigen Institutionen, rund um das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung?

Antwort des Magistrats

Weibliche Genitalverstümmelung oder -beschneidung - Female Genital Mutilation or Cutting, FGM/C - umfasst Praktiken, bei denen aus nicht-medizinischen Gründen Teile der weiblichen Genitalien absichtlich abgeschnitten oder verletzt werden. FGM/C ist eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte von Mädchen und Frauen, die gravierende gesundheitliche und psychische Schäden hervorruft und im schlimmsten Fall zum Tode führen kann. Die Praxis ist Ausdruck einer tief verwurzelten Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und stellt eine extreme Form der Diskriminierung von Mädchen* und Frauen* dar. Auch in der Bestandsaufnahme zur Umsetzung der Istanbul Konvention wurde deutlich, dass es sich um eine Gewaltform handelt, die schwere gesundheitliche und emotionale Folgen haben kann und eine Nachsorge der Betroffenen notwendig macht. Dies ist besonders für nicht-versicherte Mädchen* und Frauen* schwierig. Für Nichtversicherte gibt es in Frankfurt die Möglichkeit, die gynäkologische humanitäre Sprechstunde des Gesundheitsamtes zu nutzen, in deren Rahmen wird auch eine FGM/C-Sprechstunde angeboten. Der Magistrat fördert FIM - Frauenrecht ist Menschenrecht e.V., die mit ihrer Bildungsarbeit unterschiedliche Communities ansprechen und unter anderem über FGM/C aufklären. FIM setzt sich sowohl in der Einzelfallberatung als auch in Informations- und Diskussionsveranstaltungen in und mit Migrant*innencommunities gegen FGM/C ein. Außerdem bieten sie Fortbildungen für Fachkräfte aller relevanten Berufsgruppen, auch im medizinischen Bereich, an. Bei Bedarf kooperiert FIM mit einem interdisziplinären Hilfsnetzwerk von Ärzten:innen und Therapeuten:innen, um eine gute medizinische und psychologische Betreuung betroffener Mädchen und Frauen zu ermöglichen. FIM arbeitet mit speziell zu FGM/C qualifizierten Mediziner:innen zusammen und kann die medizinische Versorgung bis hin zu Rekonstruktions-Operationen begleiten. Weitere Träger, die den Community-Ansatz verfolgen, sind Maisha e. V. und Forward Women e. V. Die Frankfurter Träger sind Teil des hessenweiten Netzwerkes "Hessen engagiert gegen FGM" auf dessen Webseite fgmhessen.de Fachkräfte und Betroffene Informationsmaterial und Handlungsmöglichkeiten finden können. Auf der Webseite befindet sich außerdem eine Liste von Ärzt:innen zur Beratung und Behandlung von FGM/C. Die Webseite ist das Ergebnis des Projektes "Verbesserung von Schutz und Versorgung für Frauen und Mädchen, die in Hessen von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) betroffen oder bedroht sind". Es wurde von pro familia Hessen gGmbH durchgeführt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 26. Juni 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung