In Frankfurt stehen knapp 13.000 Wohnungen leer. Davon sind knapp 100 Wohnungen im Besitz der Stadt Frankfurt, die zuneh
Zusammenfassung
Die Frage befasst sich mit dem Leerstand von Wohnungen in Frankfurt am Main und der Verantwortung öffentlicher Wohnungsgesellschaften. Es wird angestrebt, die Anzahl der leerstehenden Wohnungen zu reduzieren, um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken.
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Thema Wohnen verfolgenFrage an den Magistrat
In Frankfurt stehen knapp 13.000 Wohnungen leer. Davon sind knapp 100 Wohnungen im Besitz der Stadt Frankfurt, die zunehmend verfallen, siehe Frage Nr. 799/ 22. Auch öffentliche Wohnungsgesellschaften sind für Leerstand verantwortlich. Leerstand ist unsozial und inakzeptabel, da tausende Menschen dringend eine bezahlbare Wohnung benötigen und teilweise sehr prekär leben müssen.
Ich frage den Magistrat:
Wie viele Wohnungen standen im Jahr 2024 bei der ABG Holding, der Nassauischen Heimstätte und der GWH leer und wie lange schon - unter drei Monate, drei bis sechs Monate, sechs bis zwölf Monate, mehr als zwölf Monate?
Antwort des Magistrats
Bei der ABG Frankfurt Holding, ABG, besteht ein vermietungsbedingter Leerstand von unter 0,5 Prozent. Darüber hinaus stehen Wohnungen nur leer, wenn diese nach Mietwechseln instandgesetzt werden, um sie wieder der Vermietung zuzuführen. Bei der Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, NHW, standen 2024 folgende Wohnungen in Frankfurt am Main leer: - unter drei Monate: 54 Wohnungen - drei bis sechs Monate: 49 Wohnungen - sechs bis zwölf Monate: 54 Wohnungen - mehr als zwölf Monate: 140 Wohnungen. Bei der GWH liegt die fluktuationsbedingte Leerstandsquote bei unter einem Prozent. Konkret stehen bei der GWH aktuell 107 Wohnungen leer, wovon 53 bereits weitervermietet sind. Der Frankfurter Wohnungsbestand der GWH umfasst 12.528 Wohnungen. Bei der ABG besteht eine sehr hohe Nachfrage, über 50.000 Wohnungssuchende sind für preisfreie Wohnungen registriert. Daher werden Wohnungen unverzüglich der Wiedervermietung zugeführt. Die Leerstände für Wohneinheiten größer zwölf Monate führt die NHW auf baulich und projektbezogene Maßnahmen - wie zum Beispiel Modernisierung, mehrjährige energetische Quartiersentwicklung - zurück. Bei der Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen werden unter anderem Ersatzwohnungen benötigt und vorgehalten, was zu einem temporären oder auch zu längeren Leerstand führen kann. Darüber hinaus gibt es noch andere Gründe für Leerstände größer zwölf Monate zum Beispiel personenbedingte Gründe, wie zum Beispiel Erbenermittlungen et cetera. Die GWH nennt als weiteren Grund, dass bei einigen Wohnungen umfängliche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, die einen Zeitraum von drei bis zu sechs Monaten benötigen. Fehlende Ressourcen im Handwerk und die Baualtersklassen der Wohnbestände - überwiegend 1960iger-Jahre - sind hierfür hauptsächlich ursächlich. Hinzu kommt, dass seit Corona vermehrt Wohnungsbesichtigungen zur Weitervermietungen im bewohnten Zustand von den noch Mietenden abgelehnt werden und die Wohnungen somit erst leer besichtigt werden können, was zusätzliche Leerstandszeiten zur Folge hat. Um die Dauer und Anzahl der Leerstände zu reduzieren ist bei der NHW ein Strategiewechsel in der Modernisierung beabsichtigt. Ein stärkerer Fokus wird auf CO2 reduzierende Maßnahmen gelegt, die eine Umsetzung von Mieter:innen in der Anzahl der vergangenen Jahre nicht mehr erforderlich machen. Für einzelne Vollmodernisierungen, die die NHW durchführt, werden für Härtefälle und in Abstimmung mit den Mieter:innen Alternativen zur Umsetzung und Ersatzwohnungen angeboten. Ziel der NHW ist es, möglichst wenig leerstehende Wohnungen bei Großmaßnahmen vorhalten zu müssen. Große Quartiersentwicklungen - Fechenheim, Niederrad et cetera - sind vorerst beendet. Die nicht mehr benötigten Ersatz- und Umsetzwohnungen werden wieder dem Mietmarkt zugeführt. Ziel ist es auch, die Wohnungen, die wegen fehlender Handwerker:innen länger leer stehen, wieder schneller dem Mietmarkt zur Verfügung stellen zu können. Dazu setzt die NHW ihre eigenen Handwerker:innen ein.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 28. Mai 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.