Im Magistratsbericht B 70/23 wird darauf hingewiesen, dass in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachämtern die beste
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt plant die Umsetzung von Digitalen Zwillingen, um die Stadtentwicklung zu optimieren. Diese virtuellen Modelle sollen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz weiterentwickelt werden, um Prognosen und Simulationen zu verbessern. Ziel ist es, die Stadt besser zu planen und zu steuern.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Im Magistratsbericht B 70/23 wird darauf hingewiesen, dass in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachämtern die bestehenden Anwendungen und Planungen geprüft werden, um die Umsetzung der Digitalen Zwillinge in Frankfurt voranzutreiben.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:
Wie werden Digitale Zwillinge aktuell amtsübergreifend genutzt, und welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz bei der Weiterentwicklung und Optimierung dieser Modelle?
Antwort des Magistrats
Digitale Zwillinge sind virtuelle Nachbildungen einer Stadt in 2D oder 3D. Sie helfen dabei, Prognosen zu erstellen und Simulationen durchzuführen. Solche Zwillinge werden bereits an verschiedenen Stellen genutzt, um die Stadt besser zu verstehen und zu planen.
Ein Beispiel ist der Geobasiszwilling, der das gesamte Frankfurter Stadtgebiet abbildet. Er besteht aus einem einheitlichen 3D-Modell, das auf Gebäudegrundrissen, Geländemodellen, Laserscans und Luftbildern basiert. Damit können zum Beispiel Schattenwürfe simuliert oder Sichtbarkeitsanalysen gemacht werden. Außerdem gibt es 360°-Panoramabilder, die eine virtuelle Ortsbegehung ermöglichen. Ein weiteres Fachmodell ist der Solarzwilling, der berechnet, wie viel Solarenergie auf Gebäudedächern und -fassaden genutzt werden kann. Künstliche Intelligenz, KI, wird in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung solcher Modelle spielen.
Auf der urbanen Datenplattform sind Lufttemperaturdaten in hoher Auflösung verfügbar. Diese Daten werden mithilfe von KI, Satellitenbildern und Wettermodellen erstellt, um die Temperatur in der Stadt genau abzubilden. So können Hitzeinseln erkannt und Strategien gegen Überhitzung entwickelt werden.
Auch im Verkehrsbereich werden digitale Zwillinge genutzt. Verkehrsmodelle zeigen die Verkehrsnachfrage und helfen bei der Planung des öffentlichen Nahverkehrs. Das System GeoTrAMS visualisiert beispielsweise die Infrastruktur der Straßen und Gleise.
Im Bereich Kanalisation werden digitale Zwillinge der Abwasserleitungen erstellt. Sie enthalten Informationen zu Bauwerken und Zuständen und ermöglichen den Austausch mit anderen Fachbereichen. Bei Neubauten und Sanierungen kommen ebenfalls digitale Zwillinge und KI zum Einsatz.
Im Straßenbau werden im Rahmen des Landesförderprogramms "Starke Heimat Hessen" mit dem Projekt "Straßen für Alle" mit speziellen Fahrzeugen Daten über den Zustand der Straßen erfasst. Diese Daten werden mit KI analysiert, um den Sanierungsbedarf zu bestimmen und zukünftige Entwicklungen vorherzusagen.
Derzeit arbeitet Frankfurt noch an der Entwicklung eines Masterplans für einen Urbanen Digitalen Zwilling, der mehrere Fachzwillinge vereint. Ziel ist es, die Stadt mithilfe dieser virtuellen Modelle noch besser zu planen und zu steuern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. April 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.