Der Stromverbrauch in Frankfurt wird in Zukunft weiter stark wachsen. Es ist angekündigt, dass ein massiver Netzausbau,
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gefragt, wie die Stromversorgung in Frankfurt in den kommenden Jahren sichergestellt werden kann, insbesondere für Wärmepumpen und E-Ladestationen, angesichts des wachsenden Bedarfs durch Rechenzentren. Es wird ein massiver Netzausbau geplant, um die steigenden Anforderungen zu erfüllen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Der Stromverbrauch in Frankfurt wird in Zukunft weiter stark wachsen. Es ist angekündigt, dass ein massiver Netzausbau, sowohl innerhalb Frankfurts als auch ein Ausbau der Stromtrassen nach Frankfurt, in den nächsten Jahren erfolgen soll.
Ich frage den Magistrat:
Inwieweit ist sichergestellt, dass in den nächsten Jahren überall in Frankfurt ausreichend Strom für Wärmepumpen, E-Ladestationen und andere allgemeine Anwendungen zur Verfügung stehen wird, und wie problematisch ist in diesem Zusammenhang das weitere Wachstum der Rechenzentren?
Antwort des Magistrats
Die Netzdienste RheinMain GmbH, NRM, ein Tochterunternehmen der Mainova AG, betreibt den überwiegenden Teil des Stromnetzes der Stadt Frankfurt am Main. Der Bedarf an Leistung aus dem Stromnetz in Frankfurt steigt stark an. Wesentliche Treiber dafür sind die steigende Zahl der Rechenzentren, die wachsende Zahl an E-Autos und die Elektrifizierung der Wärmeversorgung. Deshalb kooperiert Mainova schon seit 2020 zusammen mit den vorgelagerten Netzbetreibern Tennet und Avacon bei einem der größten deutschen Stromnetz-Ausbauprojekte. Nach einer ersten und noch laufenden deutlichen Leistungssteigerung des Frankfurter Stromnetzes um mehrere hundert Megawatt, sind bereits zusätzliche Kapazitätssteigerungen vorgesehen. So soll die verfügbare Leistung im Laufe der 2030er-Jahre durch die Inbetriebnahme neuer Netzkoppelpunkte in Eschborn - voraussichtlich 2031 - und Fechenheim - voraussichtlich 2037 - im Vergleich zu heute verdoppelt werden. Mithilfe dieser Maßnahmen sollen ausreichende Netzkapazitäten beispielsweise für den Anschluss neuer Rechenzentren mit überdurchschnittlich hohen Leistungsbedarfen sichergestellt werden.
Darüber hinaus überprüft und aktualisiert die NRM nach Bedarf in regelmäßigen Abständen eine Lastprognose für die kommenden Jahre für das Stromnetz der Stadt Frankfurt am Main. Hierin sind die Entwicklungen verschiedener Sektoren, wie zum Beispiel Rechenzentren, Elektromobilität und Wärmepumpen, abgebildet. Auf dieser Basis werden Investitionsentscheidungen für die bedarfsgerechte Erneuerung und Erweiterung des Stromnetzes auf allen Spannungsebenen getroffen und umgesetzt.
Damit ausreichend Strom in der Fläche - insbesondere für dezentrale Wärmeversorgung mittels Wärmepumpe und Lademöglichkeiten für E-Mobilität - zur Verfügung gestellt werden kann, ist ein umfangreicher Ausbau des Nieder- und Mittelspannungsnetzes erforderlich. Damit dies schnell und effizient gelingt, ist Mainova in enger Abstimmung mit der Stadt Frankfurt. Unter anderem in Form von Energiewendevierteln, bei welchen mehrere Netzausbaumaßnahmen - zum Beispiel Strom, Wärme und Wasser - gebündelt werden, soll dabei eine schnelle Umsetzung erreicht werden.
Jede Netzanschlussanfrage mit einer größeren Anschlussleistung - darunter fallen insbesondere die Rechenzentren - wird bisher im Rahmen des Pro-Rata-Verfahrens bewertet. Dabei werden bis zu einem vorher kommunizierten Stichtag eingegangene Anmeldungen zur Herstellung eines Netzanschlusses durch die NRM nachgehalten, geprüft und die vorhandene Anschlussleistung auf der Hoch- bzw. Mittelspannungsebene ratierlich und diskriminierungsfrei an die Netzanschlusspetenten verteilt.
Mainova und NRM setzen alles daran, den massiven Ausbau der Netzkapazitäten wie geplant zu erledigen. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt, den vorgelagerten Netzbetreibern und weiteren Partnern arbeiten Mainova und NRM daran, den wachsenden Bedarf in der Stromversorgung für Frankfurt langfristig zu bedienen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 27. März 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.