Der Dachverband der Frankfurter Gewerbevereine spricht sich für ein kostenfreies Kurzzeitparken, der sogenannten Brötche
Zusammenfassung
Der Dachverband der Frankfurter Gewerbevereine schlägt die Einführung einer kostenfreien Kurzzeitparkregelung, die sogenannte Brötchentaste, in Frankfurter Einkaufsstraßen vor, um den Einzelhandel zu stärken und Autofahrern zu helfen. Die Stadt Frankfurt am Main könnte diese Regelung umsetzen, wenn die Stadtverordnetenversammlung zustimmt.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenFrage an den Magistrat
Der Dachverband der Frankfurter Gewerbevereine spricht sich für ein kostenfreies Kurzzeitparken, der sogenannten Brötchentaste, in Frankfurter Einkaufsstraßen aus. Für schnelle, kurze Einkäufe, die mit dem Auto erledigt werden, entstehen dann keine Parkgebühren. Die Brötchentaste kann den Einzelhandel stärken und Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, helfen. Geeignete Straßen wären etwa die Leipziger, Berger und Schweizer Straße. In einem früheren Versuch wurden die Erwartungen leider nicht erfüllt.
Ich frage den Magistrat:
Wie bewertet der Magistrat die Brötchentaste, und ist er bereit, gemeinsam mit dem Einzelhandel die Voraussetzungen zu erörtern und zu schaffen, um sie erfolgversprechend einzuführen?
Antwort des Magistrats
Grundsätzlich lässt sich eine Brötchentaste sowohl rechtlich als auch technisch problemlos einrichten. Falls auf alten Parkscheinautomaten bereits alle Knöpfe mit Funktionen belegt sein sollten, erfordert die Einführung neuer Funktionen eine Hardware-Umrüstung. Auch das wäre lösbar. Die Stadt Frankfurt am Main könnte die "Brötchentaste" also realisieren, wenn die Stadtverordnetenversammlung dies entsprechend beschließt.
In einem bereits 2005 durchgeführten längeren "Modellversuch Brötchentaste" in der Schweizer Straße und der Leipziger Straße ergab sich allerdings kein Mehrwert für den Einzelhandel. Auszug aus dem Bericht des Magistrats B 833 vom 16.12.2005: Der bisherige Modellversuch zeigt, dass weder eine Änderung des Parkverhaltens eingetreten ist, noch konnten vorhandene Potenziale der "Brötchentaste", die gerade vom Einzelhandel sehr begrüßt wurde, ausgeschöpft werden.
Der Verkehrsversuch wurde dann mit der Maßgabe einer intensiven Überwachung der beiden Modellbereiche fortgesetzt. Auch während der Fortsetzung des Modellversuchs "Brötchentaste" konnte kein geändertes Parkverhalten festgestellt werden, B 355/2006.
Für kurze oder lange Einkäufe mit dem Auto können Parkberechtigungen am Automaten passgenau im 15-Minuten-Takt und per App im "Start-Stopp-Modus" sogar auf die Minute genau erworben werden.
In der Leipziger Straße, Berger Straße und Schweizer Straße liegt diese Gebühr bei lediglich 50 Cent je 15 Minuten. Vor diesem Hintergrund wird bezweifelt, dass eine Ersparnis von 50 Cent das Einkaufverhalten wesentlich beeinflussen würde. Es ist auch nicht notwendig, Bargeld parat zu haben, da mit dem Handyparken ein zeitgemäßes digitales System etabliert ist.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 20. Februar 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.