Im Stadtgebiet mehrt sich die Anzahl der Plätze, die für die Ablage von wildem Sperrmüll genutzt werden. Auch über die W
Zusammenfassung
Der Magistrat plant, die Kontrolle und Beseitigung von wildem Sperrmüll durch die Einrichtung einer Kontrollstelle bei der FES zu verbessern. Ziel ist es, bekannte Hotspots regelmäßig zu überwachen und durch moderne technische Lösungen die Effizienz der Abfallbeseitigung zu steigern.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenFrage an den Magistrat
Im Stadtgebiet mehrt sich die Anzahl der Plätze, die für die Ablage von wildem Sperrmüll genutzt werden. Auch über die Weihnachtsfeiertage sah man vielerorts solche Müllansammlungen. Diese sind nicht nur kein schöner Anblick, sondern auch Anziehungspunkte für Ratten und Ungeziefer. Zudem stellen solche wilden Sperrmüllansammlungen immer eine Gefahrenquelle dar.
Ich frage den Magistrat:
Welche Möglichkeit sieht der Magistrat, dass bei der FES eine Kontrollstelle eingerichtet wird, die dafür Sorge trägt, dass bekannte Hotspots, an denen sich immer wieder wilder Sperrmüll ansammelt, regelmäßig kontrolliert werden, oder welche andere wirkungsvolle Maßnahme wird vom Magistrat in Betracht gezogen, um dem entgegenzuwirken?
Antwort des Magistrats
Dem Magistrat und der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, FES, ist bekannt, dass es in der Stadt viele Stellen gibt, an denen regelmäßig Sperrmüll abgestellt wird. Besonders häufig geschieht dies an Altglas- und Altkleider-Sammelcontainern, aber auch Litfaßsäulen und Baumscheiben werden häufig genutzt. Zu diesen Stellen, an denen meistens größere Mengen Sperrmüll abgestellt werden, kommen häufig noch kleinere Ablagerungen, die keinem festen Muster folgen.
Die FES fährt bereits heute eine Vielzahl der bekannten regelmäßigen Ablagestellen an und beseitigt den dort vorhandenen Sperrmüll. Hinzu kommen Meldungen von Ablagerungen, die über den elektronischen Mängelmelder, die FES-Servicehotline, das Umwelttelefon oder die Stabsstelle Sauberes Frankfurt gemeldet werden. Diese Ablagerungen werden kontinuierlich in Entsorgungstouren eingeplant und schnellstmöglich abgefahren. Gemäß den Leistungsvereinbarungen zwischen FES und Umweltamt werden zwei Sperrmüllfahrzeuge ausschließlich zur Abfuhr wilder Sperrmüllablagerungen vorgehalten.
Darüber hinaus werden zwischen Umweltamt und FES zusätzliche Verfahren zur beschleunigten Beseitigung wilder Sperrmüllablagerungen abgestimmt und erprobt, die eine Optimierung der Logistikprozesse zum Ziel haben. Insbesondere aus folgenden Projekten sind spürbare Verbesserungen bei der Beseitigung illegaler Ablagerungen zu erwarten:
- Unter dem Stichwort "Stadtsauberkeit Plus" werden aktuell maßgeschneiderte Reinigungslösungen für verschiedene Herausforderungen entwickelt. Im Bahnhofsviertel konnte durch eine innovative Struktur der Reinigung bereits eine signifikante Verbesserung der Sauberkeit erzielt werden. Ein Bestandteil des Konzepts Stadtsauberkeit Plus ist eine engere Verzahnung von Stadtreinigung und Abfallentsorgung sowie ein intensiver Datenaustausch mittels einer Telematik-Lösung. Hierdurch können wilde Ablagerungen nicht nur schneller erkannt werden, sondern es ist auch möglich, diese direkt als Entsorgungsaufträge zu erfassen, wodurch zeitaufwändige Arbeitsschritte eingespart werden können.
- Während die Verzahnungen zwischen Stadtreinigung und Abfallentsorgung mittels Telematik vorrangig in den Stadtsauberkeit Plus-Gebieten erfolgt, testet die FES derzeit ein spezielles Portal für Meldungen zur Stadtsauberkeit. Dieses Meldeportal wird zunächst nur FES-intern getestet, soll im nächsten Schritt aber auch für Bürger:innen geöffnet werden sowie weitere Meldewege von städtischen Ämtern und Wohnungsbaugesellschaften zusammenführen. Aus den eingehenden Meldungen können ohne menschliches Eingreifen unmittelbar automatisierbar Entsorgungsaufträge generiert und an die Entsorgungslogistik weitergegeben werden. Auch eine automatisierte und präzise Rückmeldung an die Meldenden soll in das Portal implementiert werden.
- Derzeit testet die FES bereits eine KI-Lösung. Hierbei handelt es sich um ein System, bei dem über eine Kamera an den eingesetzten Fahrzeugen mehrere Parameter erfasst und mittels "künstlicher Intelligenz" datenschutzkonform ausgewertet werden können. Die KI-Lösung ist in der Lage mehrere Faktoren im Straßenbereich zu analysieren. Hierzu zählt auch das Erkennen von wilden Ablagerungen.
Die FES und das Umweltamt haben kürzlich vereinbart, dass die Ausstattung mehrerer Abfallsammelfahrzeuge mit der Technik vorgenommen werden soll.
Aus der Aufstellung ist ersichtlich, dass zur Beschleunigung der Verarbeitung von Meldungen und der Beseitigung wilder Ablagerungen vorrangig auf moderne technische Lösungen gesetzt wird. Dies ist nach Einschätzung des Magistrats der effizienteste und effektivste Ansatz, um den bestehenden Problemen zu begegnen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. Januar 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.