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Presseberichten zufolge hat die Mainova ein neues Funknetz in Betrieb genommen, um die Vernetzung und Nutzung von digita

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Mainova AG plant die Erprobung von Umweltsensoren zur Erfassung von Umweltparametern wie NOx-Konzentration. Dies geschieht zunächst zu Testzwecken, da keine zertifizierten Messstellen vorhanden sind. Der Magistrat sieht derzeit keinen Bedarf an zusätzlichen hochaufgelösten Messwerten.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Frage an den Magistrat

Presseberichten zufolge hat die Mainova ein neues Funknetz in Betrieb genommen, um die Vernetzung und Nutzung von digitaler Technik in der Stadt voranzutreiben. Mit diesem Funknetz können Daten, wie zum Beispiel Messwerte, über große Entfernungen übermittelt werden. Ich frage den Magistrat: Existieren bereits Bestrebungen vonseiten der Stadt Frankfurt und der Mainova, auch Umweltdaten, wie zum Beispiel Feinstaub oder NOx-Werte, zu erfassen?

Antwort des Magistrats

Die Mainova AG plant mit dem neuen Funknetz unter anderem die Erprobung diverser Umweltsensoren um verschiedene Umweltparameter zu erfassen. Hierzu wird auch die Erfassung der NOx-Konzentration erprobt. Vor diesem Hintergrund ist allerdings festzuhalten, dass die Mainova AG keine zertifizierten Messstellen betreibt, welche zur Messung der Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte in der EU notwendig sind. Daher erfolgt die Erfassung und Analyse der Daten zunächst ausschließlich zu Testzwecken. Das Luftmessnetz im Stadtgebiet wird vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie betrieben. Die Stationen erfassen eine Vielzahl an lufthygienischen und meteorologischen Parametern. Die Daten haben teilweise eine Auflösung von Sekundenmittelwerten. Nach Kenntnis des Umweltamtes ist das neue Funknetz "LoRaWAN" nicht für solche hohen Datenraten ausgelegt. Einfache, schadstoffspezifische Sensormessungen, welche etwa nur Zehn-Minuten-Mittelwerte ausgeben, könnten ein potentielles Anwendungsgebiet von LoRaWAN zur Erfassung der Luftgüte sein. Der Magistrat wird entsprechende Entwicklungen am Markt verfolgen. Einen grundsätzlichen Bedarf an zusätzlichen, hochaufgelösten Messwerten sieht der Magistrat derzeit nicht. Der kritische Grenzwert für Stickstoffdioxid wird im Stadtgebiet stellenweise überschritten. Dieser Grenzwert bezieht sich jedoch auf das Jahresmittel, 40 μg/m3, einzelne Konzentrationsspitzen sind daher nicht relevant. Für die flächige Erfassung der Stickstoffdioxidbelastung kommen aktuell sogenannte Passivsammler zum Einsatz, welche verlässliche Monatsmittelwerte liefern. Sensorbasierte Messungen sind noch vergleichsweise ungenau und im Rahmen der Luftreinhalteplanung noch nicht ausreichend belastbar. Die Grenzwerte von Feinstaub werden seit 2012 flächendeckend eingehalten, einer Verdichtung des Messnetzes bedarf es hier nicht.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 25. Juni 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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