Die Mainova wirbt damit, dass sie im Rahmen der Umstellung des Heizkraftwerkes West von Kohle auf Gas jährlich 400.000 T
Zusammenfassung
Die Mainova plant die Umstellung des Heizkraftwerkes West von Kohle auf Gas, um jährlich 400.000 Tonnen CO2-Emissionen einzusparen. Die Berechnung der Einsparungen basiert auf einem Vergleich der CO2-Emissionen der bisherigen Kohleblöcke mit den erwarteten Emissionen der neuen Gas-Anlagen. Dies soll zu einer signifikanten Reduktion der Emissionen führen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Die Mainova wirbt damit, dass sie im Rahmen der Umstellung des Heizkraftwerkes West von Kohle auf Gas jährlich 400.000 Tonnen an CO2-Emissionen einsparen würde. Ich frage den Magistrat: Wie berechnet die Mainova diese Summe, und sind in dieser Rechnung auch die Methan-Emissionen in der Vorkette berücksichtigt?
Antwort des Magistrats
Der Wert der CO2-Einsparungen im Rahmen der Umstellung des Heizkraftwerk West berechnet sich anhand eines Vergleichs der realen CO2-Emissionen der Kohleblöcke für den Zeitraum 2018 bis 2022 mit den zu erwartenden CO2-Emissionen der Kohleersatzanlagen bei gleichen Strom- und Wärmeerzeugungsmengen wie folgt: Für die beiden Steinkohleblöcke im HKW West lassen sich auf Basis von fünf Jahren CO2-Emissionen von circa 596.000 Tonnen pro Jahr im Durchschnitt ermitteln. Durch die modernen Anlagen des Kohleersatzprojekts der Mainova AG wird eine höhere Strom- und Wärmeerzeugung als in den Kohleblöcken erwartet, da die effizienten Neuanlagen anteilig auch andere Erdgas-Bestandsanlagen verdrängen werden. Basierend auf Prognosedaten für Wärmebedarfsmengen sowie Strom- und Brennstoffmarktentwicklungen geht Mainova für die Kohleersatzanlagen derzeit von einem jährlich durchschnittlichen Erdgaseinsatz von circa 1.500 Gigawattstunden, GWh, aus. Bei Normierung auf den gleichen Energieertrag der Kohleblöcke, wäre ein Erdgaseinsatz - oberer Heizwert - von circa 1.050 GWh pro Jahr erforderlich, mit resultierenden CO2-Emissionen von circa 190.000 Tonnen pro Jahr, was eine deutliche Verringerung der CO2-Emmissionen von rund 400.000 Tonnen CO2 jährlich bedeutet. Hinsichtlich des Emissionsfaktors des Primärenergieträgers Erdgas mit Bezug aus dem öffentlichen Gasnetz legt Mainova öffentlich zugängliche Emissionsfaktoren zugrunde. Das Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle weist in seinem "Informationsblatt CO2-Faktoren" einen Wert von 201 Gramm pro Kilowattstunde, g/kWh, für Erdgas - bezogen auf den unteren Heizwert - aus. Etwaige CO2-Emmissionen, die bei Gas-Vorlieferanten anfallen, liegen im Verantwortungsbereich dieser, sodass Mainova in diesem Kontext keine Angaben machen kann.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 12. September 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.