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Durch den Klimawandel ergeben sich vermehrt Starkregenszenarien, die die bauliche Infrastruktur unserer Stadt vor neue H

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt plant Maßnahmen zur Anpassung an die Herausforderungen durch Starkregenereignisse, die durch den Klimawandel verstärkt werden. Ziel ist es, die bauliche Infrastruktur zu verbessern und Gefahren durch Starkregen zu minimieren, insbesondere für sensible Einrichtungen. Die Maßnahmen umfassen unter anderem die Erstellung von Konzepten zur Gefahrenabwehr und die Berücksichtigung von Starkregenrisiken in der Stadtplanung.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Frage an den Magistrat

Durch den Klimawandel ergeben sich vermehrt Starkregenszenarien, die die bauliche Infrastruktur unserer Stadt vor neue Herausforderungen stellen. Eine kürzlich vom Frankfurter Umweltamt veröffentlichte Karte zeigt auf, dass die Stadt bislang nicht ausreichend auf solche Szenarien vorbereitet ist. Darum frage ich den Magistrat: Welche konkreten baulichen und sonstigen Maßnahmen plant der Magistrat als Reaktion auf die kürzlich durch das Umweltamt veröffentlichte "Starkregengefahrenkarte"?

Antwort des Magistrats

Stadträtin Rosemarie Heilig: Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine sehr verehrten Damen und Herren, sehr geehrter Herr Dr. Langner! Die neuen Erkenntnisse aus den Starkregengefahrenkarten müssen ämterübergreifend bearbeitet werden. Das liegt natürlich auf der Hand. Bei betroffenen Liegenschaften ist grundsätzlich zu entscheiden, ob eine Gefahr besteht, die durch städtische Maßnahmen beseitigt werden kann. Ist dies der Fall, wird eine Priorisierung im Hinblick auf das Gefährdungspotenzial vorgenommen. Hierzu haben das Amt für Straßenbau und Erschließung und die Stadtentwässerung Frankfurt eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet. Es wird aber sicher so sein, dass auch noch weitere Ämter hinzugezogen werden müssen oder können. Maßnahmen zur Gefahrenabwehr werden sukzessive umgesetzt. Je nach örtlicher Situation können sich daraus umfangreiche Planungs- oder Baumaßnahmen ergeben. Maßnahmen zum Schutz von besonders sensiblen Einrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäuser, Schulen und Kitas, haben dabei selbstverständlich Vorrang. Nach Abschluss und Auswertung wird ermittelt, welche personellen und finanziellen Mittel hierfür mittel- und langfristig benötigt werden. Welche städtischen Liegenschaften betroffen sind, wird zeitnah geprüft, und dann werden entsprechende Vorsorgemaßnahmen in die Wege geleitet. Es wird Bereiche geben, bei denen keine Maßnahmen erforderlich sein werden, weil keine Gefährdung vorliegt. In anderen Fällen sind Maßnahmen nicht durch die Stadt, sondern durch die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückeigentümer zu erbringen. Generell gilt der Eigenschutz ohnehin als die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Starkregenereignissen. Am Frankfurter Berg wurde bereits ein Konzept für erste kurzfristige Maßnahmen erarbeitet. Ein Ingenieurbüro zur Identifizierung und Bewertung weiter gehender Maßnahmen ist beauftragt. Unter anderem werden hier der Einbau zusätzlicher Sinkkästen und die Ableitung von Regenwasser in eine Grünfläche geprüft. Im Zuge des Neubaus der Schule am Hang in Bergen-Enkheim wird überprüft, wie im Falle eines Starkregenereignisses mit dem anfallenden Hangwasser umgegangen werden soll. Bei der Planung neuer Quartiere werden die Auswirkungen von Starkregenereignissen bereits berücksichtigt. So sollen zum Beispiel bei den Planungen zum "Neuen Stadtteil der Quartiere" nach dem Leitbild der sogenannten Schwammstadt die Auswirkungen von Starkregenereignissen durch das Anlegen von Mulden, Versickerungsflächen und Zisternen minimiert werden. Erkenntnisse aus den Starkregengefahrenkarten fließen auch in die künftige Planung zur Erschließung von Neubaugebieten und bei der Umgestaltung von Straßen ein. Die Starkregenvorsorge muss zukünftig als ein zentrales Planungsziel behandelt werden: Regenwasser darf nicht mehr gesammelt und zentral abgeleitet werden, sondern muss vor Ort dezentral verdunstet, versickert, gespeichert oder genutzt werden. Wo möglich, sollten Grün-, Verkehrs- und Spielflächen als temporäre Überflutungsflächen bei Starkregen dienen, sogenannte multifunktionale Flächen. Darüber hinaus müssen aber auch aus Gründen der Klimaanpassung versiegelte Flächen verstärkt entsiegelt werden. Das liegt, glaube ich, auf der Hand. Danke schön!

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. November 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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