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Unabhängig vom Ergebnis der derzeit laufenden Studien zur Belastung in der Umgebung des Frankfurter Flughafens durch Ult

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Magistrat wird aufgefordert, Maßnahmen zu prüfen, um die Verwendung von schwefelarmem Kerosin am Frankfurter Flughafen zu erhöhen. Dies soll zur Reduzierung der Umweltbelastung durch den Luftverkehr beitragen und die Emission ultrafeiner Partikel verringern. Die Umsetzung könnte positive klimatische Effekte haben.

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Frage an den Magistrat

Unabhängig vom Ergebnis der derzeit laufenden Studien zur Belastung in der Umgebung des Frankfurter Flughafens durch Ultrafeinstaub sollten alle Möglichkeiten geprüft werden, diese Belastung so schnell wie möglich zu senken. Eine Möglichkeit dazu wäre, besser gereinigtes Kerosin als Flugzeugtreibstoff zu verwenden. Die technischen Verfahren dazu gibt es seit Langem. Als Nebeneffekt würde gleichzeitig die Zahl der Kristallisationskerne, die zur Bildung von Kondensstreifen führen, reduziert, was sich im Hinblick auf die klimatischen Folgen des Fliegens positiv auswirken würde.

Ich frage den Magistrat:

Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, darauf hinzuwirken, dass auf dem Frankfurter Flughafen vermehrt schwefelarmes Kerosin verwendet wird?

Antwort des Magistrats

Maßnahmen zur Vermeidung von schädlichen Emissionen aus dem Luftverkehr sind grundsätzlich zu begrüßen. Die Nutzung von schwefelarmem Kerosin kann dabei neben einer Reihe anderer Maßnahmen wie beispielsweise der Reduzierung von Flügen - insbesondere auf der Kurzstrecke - als ein Baustein zu weniger Umweltbelastung durch den Flugverkehr angesehen werden.

Nach aktuellem Kenntnisstand ist anzunehmen, dass die Entstehung von UFP im Flugverkehr durch eine Kraftstoffentschwefelung eingedämmt werden könnte. Fraport legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, weshalb sie sich aktiv für die Förderung und den Ausbau von Sustainable Aviation Fuel, SAF, ausspricht. In ihrer Rolle als Flughafenbetreiber übernimmt Fraport nicht die Produktion oder den Vertrieb von Kraftstoffen; diese Verantwortung obliegt am Standort Frankfurt der Hydranten-Betriebs oHG, die sich der Versorgung mit Kerosin und der Integration von SAF widmet. Generell nutzt Fraport seine strategische Position und Expertise, um die Dekarbonisierung und den Klimaschutz in der Luftfahrtbranche aktiv zu fördern. Durch gezielte mediale und politische Initiativen setzt sich das Unternehmen dafür ein, die Produktion von SAF zu beschleunigen.

Aktuell beträgt für Schwefel bei den beiden für Europa relevanten Spezifikationen für Kerosin, Jet A-1, DEF STAN 91-091 und ASTM D1655 der Grenzwert 3.000 ppm, parts per million, beziehungsweise umgerechnet in Prozent 0,3 Prozent. Der effektive durchschnittliche Schwefelgehalt des am Frankfurter Flughafen vertankten Jet A-1 liegt unterhalb von einem Zehntel dieses Grenzwertes, also bei < 0,3 Promille beziehungsweise umgerechnet in Prozent bei < 0,03 Prozent.

Zu bedenken ist jedoch, dass eine bloße Verwendung schwefelarmen Kerosins am Flughafen Frankfurt nur begrenzt zielführend ist. Während der Startphase eines Flugzeugs würde zunächst nur der noch im Tank vorhandene Resttreibstoff verbrannt. Da beim Start der Schadstoffausstoß besonders hoch ist, würde dies die Belastung vor Ort weiterhin maßgeblich bestimmen.

Der Magistrat begleitet die laufenden Studien zur Belastung und Wirkung ultrafeiner Partikel weiter und setzt sich für die fundierte Diskussion von Minderungsmaßnahmen sowie Wirkung und Umsetzbarkeit einer Kraftstoffentschwefelung als Studienoutput ein. Die Landesregierung sollte anschließend auf Grundlage der Studienergebnisse eine deutliche Absenkung der geltenden Normen für den maximalen Schwefelgehalt in Kerosin auf Bundes- und EU-Ebene fordern. Darüber hinaus klärt er über die Stabsstelle für Fluglärmschutz die Bürger:innen über nachhaltigeren Luftverkehr auf. Dadurch werden Impulse gesetzt, um den Einsatz von schwefelarmem Kerosin weiter zu fördern und so zur Reduzierung von Luftverschmutzung und Umweltbelastung beitragen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 12. September 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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