Nach wie vor können die am Mainkai liegenden Flusskreuzfahrtschiffe keinen Landstrom nutzen. Seit Jahren wird eine solch
Zusammenfassung
Die Landstromversorgung am Mainkai wird seit Jahren gefordert, jedoch gibt es erhebliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer unterirdischen Bauweise. Die Kosten sind stark gestiegen, und es bestehen technische Herausforderungen, die eine normgerechte Ausführung erschweren. Eine oberirdische Lösung wird in Erwägung gezogen, jedoch sind die Abstimmungen dazu noch nicht abgeschlossen.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Nach wie vor können die am Mainkai liegenden Flusskreuzfahrtschiffe keinen Landstrom nutzen. Seit Jahren wird eine solche Landstromversorgung gefordert. Der letzte Stand ist, dass es eine Unterflurlösung und keine oberirdische Anlage geben soll, trotz erheblicher Bedenken.
Ich frage den Magistrat:
Was ist der aktuelle Planungsstand zur Landstromversorgung am Mainkai, und warum gibt es keine Entwicklung in dieser Sache?
Antwort des Magistrats
Die unterirdische Bauweise der Landstromversorgung, auf die sich die beteiligten Dezernate und Ämter ursprünglich geeinigt hatten, erwies sich im Verlauf des vergangenen Jahres als schwer umsetzbar. Die Kostenschätzung des Baus einer unterirdischen Umspannanlage zwischen zwei historischen Stützmauern des Mainufers stieg mit jeder Konkretisierung der fortschreitenden Planung. Nach aktuellem Stand würde dieser Bau circa zwei MIllionen Euro kosten. In der Machbarkeitsstudie, die 2019 Grundlage für die Entscheidung zur Umsetzung der Landstromversorgung war, wurden die Kosten dieses Bauwerks auf 350.000 Euro geschätzt.
Als noch schwieriger erwies sich der Bau von unterirdischen Anschlusskästen, sogenannte Senkelektranten, am Mainufer. Es handelt sich um eine technische Neuentwicklung, da bisher kein deutscher Hafen normgerechte Senkelektranten verwendet. Die unterirdischen Anschlusskästen müssen den am Mainufer durch die Hochwassergefahr bestehenden Anforderungen gerecht werden. Gemeinsam mit einem Anbieter normgerechter oberirdischer Anschlusskästen wurde im vergangenen Jahr ein Prototyp eines Senkelektranten entwickelt. Als der Bau kurz bevorstand, kündigte dieser Anbieter die Zusammenarbeit aufgrund von Haftungsbedenken auf. Ob beziehungsweise mit welchem Aufwand die Umsetzung dieser Senkelektranten normgerecht möglich ist, steht noch immer nicht fest, da es beispielsweise an elektrotechnischen Bauteilen mangelt, die für den Einsatz in feuchter Umgebung geeignet beziehungsweise zugelassen sind.
Die beteiligten Ämter und Dezernate wurden Anfang dieses Jahres über die Entwicklung informiert und angefragt, ob in Anbetracht dieser Schwierigkeiten und Kostensteigerungen eine oberirdische Bauausführung der Anlagen oder eines Teils der Anlagen in Frage kommen könnte. Diese Abstimmungen sind noch nicht abgeschlossen, weil Umweltamt, Grünflächenamt, Stadtplanungsamt und Denkmalamt Bedenken angemeldet haben. Auch die Frage der Finanzierung der entstehenden Zusatzkosten, falls doch eine unterirdische Bauweise realisiert werden sollte, ist bislang ungeklärt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.