Starkregenereignisse treffen immer häufiger auch unsere Region. Daher ist zunehmend Vorsorge zu treffen. Ein Kritikpunkt
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Reinigung von Sinkkästen in Frankfurt am Main, insbesondere im Hinblick auf die zunehmenden Starkregenereignisse. Es wird vorgeschlagen, die Reinigungsintervalle zu erhöhen, um die Kanalisation besser auf solche Wetterereignisse vorzubereiten. Der Magistrat hat jedoch erklärt, dass eine pauschale Erhöhung der Reinigungsintervalle derzeit nicht geplant ist.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenFrage an den Magistrat
Starkregenereignisse treffen immer häufiger auch unsere Region. Daher ist zunehmend Vorsorge zu treffen. Ein Kritikpunkt nach dem letzten Ereignis vor vier Wochen ist, dass die Wassermassen nicht mehr in die Kanalisation abgeleitet werden konnten, weil die Sinkkästen nicht gereinigt waren.
Hierzu frage ich den Magistrat:
In welchem Turnus werden pro Stadtteil die Sinkkästen gereinigt, und wird das Reinigungsintervall nun erhöht?
Antwort des Magistrats
Alle Sinkkästen im Stadtgebiet werden von der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH FES gereinigt. Hierfür wurden die GPS-Koordinaten aller Sinkkästen digital erfasst, sodass die regelmäßige Reinigung auch digital protokolliert werden kann.
Sinkkästen werden grundsätzlich zweimal pro Jahr geleert, Sinkkästen und Rinnen auf Brückenbauwerken werden monatlich kontrolliert und geleert. Sofern die Sinkkästen nicht zugänglich sind, zum Beispiel wegen parkender Autos oder Baustellen, werden diese auch mehrfach angefahren, um sie leeren zu können. Einzelne Sinkkästen werden auch häufiger gereinigt, zum Beispiel wenn sich dort Pfützen bilden oder wenn der FES GmbH konkrete Verstopfungen gemeldet werden.
Kanäle, die trotz Leerung der Sinkkästen und Spülung des Kanalzulaufes nicht ablaufen, werden von der FES GmbH erfasst und an das Amt für Straßenbau und Erschließung sowie die Stadtentwässerung Frankfurt zur weiteren Bearbeitung gemeldet.
Bei Starkregenereignissen fährt die FES gezielt Sinkkästen an, die bekanntermaßen häufiger verstopfen. Eine pauschale Erhöhung der Reinigungsintervalle ist derzeit nicht geplant.
Generell ist anzumerken, dass die Kanalisation nur für normale Niederschlagsmengen ausgelegt ist, die statistisch gesehen ungefähr einmal im Jahr bis alle fünf Jahre auftreten. In besonders gefährdeten Bereichen können auch Regenmengen aufgenommen werden, die leicht darüber liegen. Größere Regenmengen, wie sie bei Starkregenereignissen fallen, können in der Regel auch bei sauberen Sinkkasteneinläufen nicht komplett aufgenommen werden. Die Kanäle kommen an ihre Kapazitätsgrenzen und es kommt zu einem Überstau und zum Austritt von Kanalwasser an der Oberfläche oder zum Rückstau von Abwasser in Gebäudekellern. Gleichzeitig gelangt weiterer Niederschlagsabfluss gar nicht mehr in das Entwässerungssystem und überflutet die Oberfläche. Bei Sturm und Starkregen können Sinkkästen an der Straßenoberfläche auch sehr kurzfristig mit Blättern verdeckt werden und verstopfen dann auch in gereinigtem Zustand wieder sehr schnell.
Trotz des Klimawandels und den damit verbundenen häufiger auftretenden Starkregenereignissen mit teilweise großen Schäden, ist ein flächendeckender Ausbau der Kanalisation zum Rückhalt beziehungsweise der Abführung von großen Starkregenmengen nicht wirtschaftlich darstellbar und nicht nachhaltig. Größere Kanäle führen das Wasser schneller in das nächstgelegene Gewässer und verlagern die Wassermassen mit Überflutungsproblemen in tiefer liegende Stadtteile oder Orte. Vielmehr müssen Lösungen im Sinne des Schwammstadtprinzips entwickelt und umgesetzt werden, um das Wasser schadlos zwischen zu speichern.
Verstopfte Sinkkästen können an das Servicetelefon der FES GmbH, 0800 200 800 70, oder per Mail an services@fes-frankfurt.de gemeldet werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.