Gemäß der Studie des Öko-Instituts „Erdgas-Phase-out in Deutschland: Perspektiven und Pfade aktueller Klimaneutralitäts-
Zusammenfassung
Die Umstellung des Heizkraftwerks West von Kohle auf Gas wird ab 2026/2027 eine signifikante Reduktion des CO2-Ausstoßes bewirken. Langfristig ist eine vollständige Umstellung auf Wasserstoff geplant, um die Klimaziele der Stadt Frankfurt zu erreichen. Dies wird die Energieversorgung nachhaltig verbessern.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Gemäß der Studie des Öko-Instituts "Erdgas-Phase-out in Deutschland: Perspektiven und Pfade aktueller Klimaneutralitäts-Szenarien" muss der Erdgasverbrauch in den nächsten Jahren stark zurückgehen, aber Wasserstoff werde aus Kostengründen nur einen Bruchteil des Erdgases ersetzen. Kostspielige Umrüstung auf Wasserstoff lohne also nicht und würde zu einer teuren Falle für die Kommunen.
Ich frage den Magistrat:
Wie bewertet der Magistrat mit Blick auf diese Studie die aktuelle Umrüstung des Heizkraftwerks West auf Gas und perspektivisch auf Wasserstoff und die Aussage von Mainova-Vorstand Martin Giehl in der FNP: "Später werde es dann auch möglich sein, einzelne Viertel dezentral mit grünem Wasserstoff zu beheizen"?
Antwort des Magistrats
Der Magistrat begrüßt das Engagement der Mainova, den durch Energieversorgung erzeugten CO2-Ausstoß in Frankfurt zu reduzieren. Die Umstellung des Heizkraftwerks West, HKW West, von Kohle auf Gas wird ab 2026/2027 jährlich 400.000 Tonnen und damit rund 40 Prozent des CO2 einsparen, das die Mainova im Rahmen ihrer eigenen Energieerzeugung emittiert. Der Umstieg von Kohle auf Gas ist damit die derzeit technisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung. Bis die verfügbaren Wasserstoff-Ressourcen ausreichen, bleibt Erdgas eine tragende Säule der zuverlässigen Fernwärmeversorgung. Da Wasserstoff ein wichtiger Baustein für das Ziel der CO2-neutralen Energieversorgung der Stadt Frankfurt bleibt, wird das HKW West aber schon jetzt so weit wie möglich "H2-ready" gemacht. Als gasförmiger Energieträger ist Wasserstoff gut speicherbar und leicht transportabel, was ihn für eine Vielzahl von Einsatzbereichen prädestiniert und zu einem Schlüssel für die Dekarbonisierung der Energieversorgung und Industrie macht. Die Rhein-Main Region wird gemäß aktuellen Planungen bis 2032 an das Wasserstofffernleitungsnetz angeschlossen. Über dieses ist auch eine Versorgung des HKW West möglich. Zwar sind zukünftig verfügbare H2-Mengen noch nicht absehbar und mögliche Kosten noch nicht bezifferbar, doch ist langfristig eine vollständige Umstellung des HKW West auf H2 beabsichtigt, um die Ziele der Dekarbonisierungsstrategie erreichen zu können. Im Rahmen dezentraler Heizlösungen ist festzustellen, dass das bestehende Gasnetz für H2 umgenutzt werden kann. Die Wärmeversorgung in Frankfurt wird dabei zukünftig - abhängig von den Vorgaben der Kommunalen Wärmeplanung - zu je circa 50 Prozent auf zwei Säulen beruhen: umweltschonende Fernwärme im Stadtzentrum und elektrische Wärmepumpen oder entsprechende Hybridsysteme - Strom-Wärmepumpen mit Gas-Brennwertkesseln zur Unterstützung an kalten Tagen - im Gebäudebestand der umliegenden Stadtteile. Auch diese Hybridheizungen sollen perspektivisch mit Wasserstoff zur Spitzenlastdeckung betrieben werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 14. März 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.