Nach einer Untersuchung der Barmer Ersatzkasse hat die Zahl der Alkoholkranken in Deutschland mit circa 1,5 Millionen ei
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Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die steigende Zahl alkoholkranker Menschen in Deutschland und die Situation in Frankfurt. Es wird erfragt, welche Zahlen dem Magistrat bekannt sind und welche Unterstützungsangebote für Betroffene bestehen. Ziel ist es, die Hilfsangebote für alkoholkranke Menschen in Frankfurt zu verbessern.
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Neues zu Merianplatz per E-MailFrage an den Magistrat
Nach einer Untersuchung der Barmer Ersatzkasse hat die Zahl der Alkoholkranken in Deutschland mit circa 1,5 Millionen einen neuen Höchststand erreicht.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat :
Sind dem Magistrat Zahlen bezüglich alkoholkranker Menschen in Frankfurt bekannt, und welche Angebote hat die Stadt für diese Menschen, diese Sucht zu bewältigen?
Antwort des Magistrats
Zahlen alkoholkranker Menschen in Frankfurt
Die Auswertung des BARMER Instituts für Gesundheitssystemforschung zur Alkoholabhängigkeit bezieht sich ausschließlich auf die Menschen in Deutschland, die sich im Jahr 2022 aufgrund einer Alkoholabhängigkeit in ambulante oder stationäre Behandlung begeben haben. Grundsätzlich ist zu begrüßen, dass mehr Betroffene als in den Vorjahren Hilfe in Anspruch genommen haben. Die Zahl entspricht jedoch nicht zwangsläufig der Gesamtheit der Erkrankten.
Ein Gesamtüberblick über die Fälle in ambulanter und stationärer Behandlung vor Ort in Frankfurt kann nicht gegeben werden, da die Zahlen für stationäre Behandlungen dem Drogenreferat der Stadt Frankfurt nicht vorliegen. Dies liegt darin begründet, dass eine ambulante oder stationäre Therapie aufgrund einer Substanzabhängigkeit eine medizinische Rehabilitationsleistung darstellt. Für diese Leistung, die sich einer Entwöhnung anschließt, kommen in der Regel die Rentenversicherungen auf. Ist die Rentenversicherung nicht zuständig übernimmt die Krankenkasse die Finanzierung, erst nachrangig der Sozialhilfeträger.
Das Drogenreferat finanziert und koordiniert in Frankfurt in Bezug auf Alkohol allerdings eine Vielzahl von Leistungen im Bereich Prävention und ambulanter Beratung.
In dem uns vorliegenden Bericht "Ambulante Suchthilfe und Suchtprävention in Hessen 2022", Landesauswertung der COMBASS-Daten 2022 und der Dot.sys-Daten, sind die Daten von 98 Suchthilfeeinrichtungen in ganz Hessen dokumentiert. Dieser Bericht zeigt auf, dass 2022 in Hessen 6.240 Menschen mit dem Hauptproblem Alkohol ambulante Suchthilfeangebote nutzten. 64 Prozent hiervon nutzten Beratung, je acht Prozent ambulante Rehabilitation und Suchtnachsorge, fünf Prozent eine Vorbereitung auf eine stationäre Behandlung, jeweils drei Prozent Frühintervention und allgemeine psychosoziale Betreuung und acht Prozent andere Angebote. In Frankfurt wurden Daten für 2.390 in ambulanter Betreuung befindliche Personen erfasst, 24 Prozent hiervon mit dem Hauptproblem Alkohol.
Angebote
Die Träger der Jugend- und Suchthilfe in Frankfurt am Main bieten ein breites Spektrum an Präventions- und ambulanten Beratungsangeboten zum Thema Alkohol. Präventionsleistungen richten sich vorwiegend an Jugendliche sowie Fachkräfte aus der Jugend- und Suchthilfe, Lehrkräfte sowie Eltern. Beratungsleistungen richten sich an Personen, die bereits einen problematischen Konsum aufweisen, und an deren Angehörige. Für Personen ab 30 Jahren liegt die Zuständigkeit im Bereich der Alkoholsuchtberatung unter anderem bei folgenden Stellen:
- Haus der Beratung; Jugendberatung und Jugendhilfe e. V.
- Evangelische Suchtberatung am Weißen Stein/in Höchst; Evangelischer Regionalverband
- CALLA - Beratungsbüro für suchtmittelabhängige Frauen; Verein zur Förderung der Lebensqualität von Frauen mit Suchtproblemen e. V.
- Fachstelle Frankfurt; Therapieverbund Hessen gGmbH
- Drogennotruf; BASIS - Beratung, Arbeit, Jugend und Kultur e. V.
- Online-Beratung; Jugendberatung und Jugendhilfe e.
V.
Unter 30-Jährige mit einem riskanten Alkoholkonsum können sich ebenfalls an die oben genannten Stellen wenden oder nutzen eine der vier nach Stadtteilen zuständigen Jugend- und Drogenberatungsstellen:
- Westen: Jugend- und Drogenberatung Höchst; Verein Arbeits- und Erziehungshilfe e. V.
- Norden: Fachstelle Nord/drop in; Verein Arbeits- und Erziehungshilfe e. V.
- Osten: Jugendberatung und Suchthilfe am Merianplatz; Jugendberatung und Jugendhilfe e. V.
- Süden: Jugendberatung und Suchthilfe Sachsenhausen; Jugendberatung und Jugendhilfe e.
V.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 22. Februar 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.