Macht eine mobilitätseingeschränkte Person von ihrem Recht auf die Ausstellung oder Verlängerung eines Ausweisdokumentes
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Verfügbarkeit von Bürgerkoffern für die mobile Erfassung von Fingerabdrücken zur Ausstellung von Ausweisdokumenten für mobilitätseingeschränkte Personen. Es wird erfragt, wie viele Bürgerkoffer vorhanden sind und ob weitere Anschaffungen geplant sind.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Gesundheit und Soziales verfolgenFrage an den Magistrat
Macht eine mobilitätseingeschränkte Person von ihrem Recht auf die Ausstellung oder Verlängerung eines Ausweisdokumentes Gebrauch, ist in Frankfurt derzeit ein solcher Verwaltungsvorgang per Hausbesuch nicht möglich: Fingerabdrücke sind Voraussetzung für die Ausstellung des Dokuments - einen Sensor dafür enthält der sogenannte "Bürgerkoffer" der Bundesdruckerei. Dieser lässt sich mobil einsetzen. Ich frage den Magistrat: Über wie viele Bürgerkoffer verfügt das zuständige Dezernat und sind - weitere - Anschaffungen für die Zukunft geplant?
Antwort des Magistrats
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin Arslaner,
sehr geehrte Frau Stadtverordnete Korenke,
meine Damen und Herren!
Wie Sie bereits selbst richtigerweise in Ihrer Sachdarstellung beschreiben, verfügt das Bürgeramt, Statistik und Wahlen nicht über Möglichkeiten, Fingerabdrücke außerhalb der Bürgerämter aufzunehmen.
Neben der entsprechenden Hardware würde ein Vor-Ort-Service technisch eine ausreichende Mobilfunk-Empfangsqualität voraussetzen. Die Betroffenen müssten zudem ein aktuelles Lichtbild in biometrischer Qualität bereithalten.
Vor allem setzen mobile Services ausreichend Personal voraus, um in Zweier-Teams Hausbesuche durchführen zu können. Leider ist die Personalsituation im Bürgeramt sehr angespannt. Fehlende Termine oder die vorzeitige Beendigung der Wartenummernausgabe spiegeln dies wider. Wiederholt mussten die Außenstellen temporär geschlossen werden, um durch eine Bündelung aller Kräfte möglichst viele Dienstleistungen erbringen zu können.
Die Beschäftigten des Bürgeramtes bieten mobilitätseingeschränkten Personen jedoch regelmäßig individuelle Lösungen, beispielsweise bei der Vereinbarung eines individuell idealen Termins.
An Standorten mit Selbstbedienungsterminal erhalten sie Unterstützung bei der Aufnahme ihres biometrischen Lichtbildes, so dass der Besuch eines Fotografen entfällt. Die Bürgerämter sind überwiegend barrierefrei.
Wird ein Ausweisdokument von Hochbetagten nicht mehr benötigt, wird meist - formfrei und ohne den Besuch eines Bürgeramtes - eine Befreiung von der Ausweispflicht beantragt. Zusammen mit dem letzten Ausweisdokument ist dies in den meisten Fällen ausreichend. Ein aktuelles biometrisches Lichtbild wird hierfür nicht benötigt.
Eine Anschaffung von mobilen Bürgerkoffern ist vor dem oben beschriebenen Hintergrund aktuell nicht geplant. Sollte es die Personalsituation anbieten wird das Dezernat selbstverständlich im Sinne des Bürgerservice die Erweiterung dieses in Form von unter anderem Bürgerkoffern prüfen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. Oktober 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.