In Köln startete 2021 das Projekt MuLI - Multimodale Lademodul-Integration -, dort wird die Bremsenergie der Stadtbahn g
Zusammenfassung
Das Projekt MuLI in Köln nutzt Bremsenergie der Stadtbahn zur Ladung von Batteriebussen und Elektrofahrzeugen. Der Magistrat wird gefragt, ob ein ähnlicher Ansatz in Frankfurt möglich ist, um ressourcenschonende Technologien zu fördern.
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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgenFrage an den Magistrat
In Köln startete 2021 das Projekt MuLI - Multimodale Lademodul-Integration -, dort wird die Bremsenergie der Stadtbahn genutzt, um Batteriebusse der KVB und zugleich Kfz mit Elektroantrieb zu laden. In der Praxis setzt der Bremsvorgang der Stadtbahn Energie frei, die in Strom umgewandelt wird, Rekuperation. Dieser Strom wird in der Ladestation in sechs Batterie-Stacks gespeichert, als Speicher dienen Autobatterien im "Second Life". Die Grundidee klingt in zweifacher Hinsicht ressourcenschonend und innovativ.
Daher frage ich den Magistrat:
Ist dem Magistrat das Projekt, inklusive der Auswertung nach zwei Jahren, bekannt, und ist ein ähnlicher Ansatz in Frankfurt denkbar?
Antwort des Magistrats
Die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, VGF, hat bereits im Jahr 2008 mit der Umstellung auf ein energieeffizientes Fahrstromversorgungsnetz begonnen. Die Idee der Nutzung von Energie aus dem U- und Straßenbahnbetrieb zur Ladung von Elektrobussen wurde vor diesem Hintergrund vor einigen Jahren erörtert. Zum damaligen Zeitpunkt waren die erforderlichen Komponenten allerdings nicht marktreif verfügbar, weshalb ein Projekt in Frankfurt am Main nicht initiiert wurde.
Hinzu kommt, dass die Abgabe der Energie an die Elektrobusse nur an bestimmten Punkten im Netz möglich ist, wo die entsprechende Infrastruktur, zum Beispiel ein Gleichrichterunterwerk, vorhanden ist. An diesen Punkten müsste dann eine Buslinie enden, und die Busse müssten dort geladen werden. Eine Ladung auf der Strecke oder an Endpunkten der Buslinien ist in Frankfurt, im Gegensatz zu Köln, jedoch nicht vorgesehen. Daher wurde von einer Umsetzung dieser Nutzung der Bremsenergie bisher abgesehen.
Stattdessen wird der durch das Bremsen eines Schienenfahrzeuges erzeugte Strom in das Fahrstromversorgungsnetz zurückgespeist und von anderen, sich im gleichen Speiseabschnitt befindlichen Fahrzeugen genutzt. Ist der Strombedarf des entsprechenden Speiseabschnittes gedeckt, wird der vom Fahrzeug durch das Bremsen erzeugte Strom im Fahrzeug selbst, beispielsweise für die Klimatisierung, genutzt oder über Widerstände verbraucht.
Durch den Einbau von sogenannten Kuppelleistungsschaltern in das Fahrstromversorgungsnetz und der damit einhergehenden Möglichkeit, einzelne Speiseabschnitte miteinander zu verbinden, könnte die Anzahl der stromabnehmenden Fahrzeuge - in den miteinander verbunden Speiseabschnitten - erhöht werden, was zu einem größeren Nutzwert der Rekuperation führen würde.
Generell werden der Markt und die Projekte in anderen Städten im Bereich der Rekuperation weiterhin beobachtet, um Erkenntnisse für die Stadt Frankfurt zu gewinnen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. Oktober 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.