Das Handelsblatt berichtete am 9. Januar 2019, dass in Hamburg ab April Volkswagens Ridesharing-System Moia den Betrieb
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Thema Verkehr und Straße verfolgenInhalt
Frage vom 24.01.2019, F 1681 Das Handelsblatt berichtete am 9. Januar 2019, dass in Hamburg ab April Volkswagens Rides haring-System Moia den Betrieb aufnimmt. Moia wäre ein Baustein zwischen Bus, Bahn, Taxi und Anbietern von Carsharing und eine gute Alternative zum in Deutschland umstrittenen Uber. Darüber hinaus setzt Moia ausschließlich Elektro-Kleinbusse ein. Die Preise bewegen sich über denen des öffentlichen Nahverkehrs, sind aber niedriger als Taxifahrten.
Ich frage den Magistrat: Ist Volkswagen beziehungsweise Moia auch auf Frankfurt zugekommen, und wurde bereits daran gedacht, Frankfurts Verkehr durch ähnliche Dienste zu entlasten?
Antwort des Magistrats: traffiQ hat in der Vergangenheit bereits mit Ride-Sharing-Anbietern Kontakt gehabt; die Firma Moia war bislang allerdings nicht dabei. Ziel war es, sich ein erstes Bild von den Anbietern und deren Produkten zu machen. Und es ist zu prüfen, welchen Nutzen ein solches System für Frankfurt haben könnte, zum Beispiel Bedienungslücken schließen, Reisezeiten verbessern, Umstiege reduzieren. Mehrere dieser Anbieter, zum Beispiel Uber, CleverShuttle, haben bereits versucht, ohne Abstimmung mit der lokalen Nahverkehrsgesellschaft eine Mietwagenkonzession zu beantragen. Ob eine Integration von Ride-Sharing in den ÖPNV in Zukunft in Betracht gezogen werden kann, ist zuerst und vor allem von der Kooperationsbereitschaft der Anbieter abhängig. Eine zentrale Frage dabei ist, ob ein solches System die Straßen tatsächlich entlastet und nicht durch mehr Fahrten zusätzlich belastet. Auch ist zu bewerten, ob der ÖPNV am Ende einen Fahrgastzuwachs zu verzeichnen hat oder ob es im Gegenteil zu einer unerwünschten "Kannibalisierung" des ÖPNV kommt. Beide Fragen sind derzeit noch offen. Vor dem Hintergrund der ambivalenten verkehrlichen und wirtschaftlichen Folgen sollte in Frankfurt die Frage dringend diskutiert werden, ob entsprechende Ride-Pooling-Dienste nicht als integrierter Teil des ÖPNV oder zumindest durch eigene Gesellschaften als ideeller Verbund mit dem ÖPNV betrieben werden können, damit der Markt nicht vollständig Dritten überlassen wird, die nicht dem Gemeinwohl verpflichtet sind. Antragstellende Person(en): Stadtv. Annette Rinn
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. Januar 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.