Laut der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik für Frankfurt ist ein deutlicher Anstieg der Straßenkriminalität - ge
Zusammenfassung
Der Magistrat wird aufgefordert, Maßnahmen gegen den Anstieg der Straßenkriminalität im Bahnhofsviertel zu ergreifen. Die Ursachen für den Anstieg werden in der Lockerung der Corona-Maßnahmen gesehen, die zu einem erhöhten Konsumverhalten und damit zu mehr Tatgelegenheiten führten. Es wird erwartet, dass durch intensivere Präventionsarbeit die Situation im Bahnhofsviertel verbessert wird.
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Thema Sicherheit verfolgenFrage an den Magistrat
Laut der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik für Frankfurt ist ein deutlicher Anstieg der Straßenkriminalität - gefährliche und schwere Körperverletzung, sexuelle Belästigung, Taschendiebstahl und so weiter - zu verzeichnen. Alleine beim Straßenraub gab es stadtweit einen Anstieg um 42,6 Prozent. Fast die Hälfte dieser Taten wird im Bahnhofsgebiet begangen. Dort ist sogar ein Anstieg um 65,2 Prozent zu verzeichnen.
Ich frage den Magistrat:
Was unternimmt der Magistrat gegen den starken Anstieg der Straßenkriminalität, insbesondere im Bahnhofsviertel?
Antwort des Magistrats
Aufgrund der Zuständigkeit der Landespolizei wurde diese über das Polizeipräsidium Frankfurt um Stellungnahme gebeten.
Das PP verweist auf die Ausführungen in der Polizeilichen Kriminalstatistik, PKS. Zur Straßenkriminalität und dem hier besonders angesprochenen Straßenraub, der um 42,6 Prozent zulegte, sind folgende Ursachen ausgemacht worden:
"Die merkliche Steigerung der Fallzahlen im Bereich des Straßenraubes und der räuberischen Erpressung in der Öffentlichkeit lassen sich mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen im Sommer erklären. Durch die vollständige Aufhebung von beschränkenden Coronamaßnahmen stieg das Konsumverhalten, wie das Feiern in Parks, Bars und im Rotlichtviertel, an und mit ihm auch die Tatgelegenheiten. Mit 342 Fällen wurde der Großteil der Delikte im Bahnhofsgebiet registriert (48,0 Prozent)."
Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, die Präventionsarbeit des Polizeipräsidiums in Verbindung mit den städtischen Präventionsmaßnahmen zu intensivieren.
Neben den bereits seit Jahren bestehenden Formaten "GEWALT-SEHEN-HELFEN (GSH)", "FORMEN DER BEDROHUNG IM KUNDENVERKEHR (FoBiK)" und "MITEINANDER IM BAHNHOFSVIERTEL (MiB) wurde neu das Format "WIR IM BAHNHOFVIERTEL" (WiB) geschaffen. Hierbei handelt es sich um eine Informationsveranstaltung für Betriebe, deren Sitz sich im Bahnhofsviertel befindet. Mit dieser Veranstaltung können bis zu 200 Teilnehmende angesprochen werden.
Die drei bestehenden Formate und das neue Angebot sollen in Verbindung mit den bereits erfolgten und weiterzuführenden engen polizeilichen Maßnahmen dazu beitragen, die Situation im Bahnhofsviertel zu entspannen und die Gefahren zu minimieren.
Ferner wurde im Jahr 2023 das "Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel" installiert, welches sich vor Ort um die Problematiken aus den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Soziales kümmert.
Darüber hinaus haben Landes- und Stadtpolizei die Streifentätigkeiten im Bahnhofsgebiet erheblich ausgebaut, um den negativen Entwicklungen entgegenzuwirken.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 4. Mai 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.