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Nicht ohne Grund setzt sich seit Jahren die CDU-Fraktion für deutlich mehr Baumpflanzungen ein. Die aktuelle Statistik d

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die CDU-Fraktion fordert eine Erhöhung der Baumpflanzungen in Frankfurter Grünanlagen, um den Verlust von über 5.000 Bäumen in den letzten sieben Jahren entgegenzuwirken. Ziel ist es, die Anzahl der Bäume in 2023 und 2024 im Vergleich zum Vorjahr zu steigern und somit den städtischen Grünraum zu erhalten und zu verbessern.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Frage an den Magistrat

Nicht ohne Grund setzt sich seit Jahren die CDU-Fraktion für deutlich mehr Baumpflanzungen ein. Die aktuelle Statistik der Baumverluste in Frankfurter Grünanlagen der letzten sieben Jahre bestätigt leider ein unglaubliches und nicht zu verantwortendes Minus von insgesamt mehr als 5.000 Bäumen in unseren Grünanlagen. Obwohl in 2022 zumindest wieder immerhin 421 Neupflanzungen erfolgten, beträgt nach Abgängen das erstmalige Plus in 2022 in allen Grünanlagen leider nur 17 Bäume mehr als im Vorjahr.

Ich frage den Magistrat, wie viele Bäume er jeweils gegenüber dem Vorjahr in 2023 und 2024 "mehr" in Grünanlagen erreichen möchte.

Antwort des Magistrats

Der Magistrat bedauert, dass aufgrund des zunehmenden Nutzungsdrucks auf städtische Grünflächen sowie infolge des Klimawandels massive Baumverluste zu beklagen sind. Im Hinblick auf die finanziellen und personellen Ressourcen aber auch im Hinblick auf die technischen Rahmenbedingungen durch vorhandene Leitungstrassen im Boden ist es oft nicht möglich, diesen Verlust wie gewünscht zu kompensieren.

Um einen dauerhaften Zuwachs von Bäumen im Stadtgebiet zu erzielen, sind auch weiterhin enorme Anstrengungen erforderlich.

Die Steigerung der Anzahl der Stadtbäume ist dabei kein statistisches Ziel. Nachpflanzung und Neupflanzung von Bäumen sind gerade wegen der Klimakrise unabdingbar, um der weiteren Aufheizung der Stadt zu begegnen.

Daher liegt ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Grünflächenamtes auf Maßnahmen, die dazu dienen, den Frankfurter Stadtwald und die Grünanlagen an den Klimawandel anzupassen, um klimabedingte Schäden und Folgeerscheinungen abzumildern und den Baumbestand zu erhalten.

Dazu zählen beispielsweise:

- Die Erprobung von Klimabaumarten. Das Grünflächenamt nimmt am Straßenbaumtest II der Gartenamtsleiterkonferenz, GALK, teil. Dort werden bundesweit Daten und Entwicklungen von potentiellen Baumarten ermittelt und dokumentiert, die mit dem Klimawandel und mehr Trockenheit im Stadtraum besser zurechtkommen. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse, sowie eigener praktischer Erfahrungen auf konkreten Standorten im Stadtgebiet Frankfurt am Main, wird alle zwei Jahre die Frankfurter Baumliste erstellt und überarbeitet. Bei sämtlichen Neupflanzungen werden trockenheitsangepasste Straßenbäume gepflanzt, die fortwährend auf ihre Stadtklimatauglichkeit untersucht werden.

- Die fortlaufende Weiterentwicklung der Ausbaustandards für Baumstandorte und -gruben auf Grundlage der aktuellsten Erkenntnisse aus Forschung und Technik. So werden seit dem Jahr 2020 testweise Baumgruben nach dem Prinzip der Skelettbauweise angelegt. Diese Bauweise soll eine bessere Durchlüftung und Wasserhaltung ermöglichen und somit die Anwuchschancen junger Stadtbäume deutlich erhöhen. Zudem wurden ausgewählte Baumstandorte mit Messfühlern ausgestattet, um eine bedarfsgerechte Bewässerung der Bäume zu gewährleisten.

Gerade weil der Klimawandel die Bäume unausweichlich strapaziert, ist es dringend erforderlich, alles dazu beizutragen, vorhandene intakte Grünstrukturen im Stadtgebiet zu erhalten. Bei allen Planungs- und Bauvorhaben muss der Grundsatz "vom Grün her denken" noch stärker als bisher in das Bewusstsein und das Handeln integriert werden und Alternativen geprüft werden, um vorhandene Bäume zu schützen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. Mai 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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