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Immer wieder kommt es in Frankfurt aufgrund von Baustellen zu (Teil-)Sperrungen von Straßenspuren. Oft fallen hierbei di

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage thematisiert die häufige Sperrung von Radwegen bei Baustellen in Frankfurt, ohne adäquate Alternativen für Radfahrende anzubieten. Es wird angeregt, dass bei der Planung von Baustellen die Sicherheit und die Bedürfnisse der Radfahrenden stärker berücksichtigt werden sollten.

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Thema Fahrradfahren verfolgen

Frage an den Magistrat

Immer wieder kommt es in Frankfurt aufgrund von Baustellen zu (Teil-) Sperrungen von Straßenspuren. Oft fallen hierbei die am Straßenrand liegenden Radwege weg, ohne dass die Radführung sinnvoll angepasst wird, Radfahrende müssen in den Autoverkehr ausweichen.

Daher frage ich den Magistrat:

Warum werden bei Baustellen, die das Sperren von Spuren erfordern, oft zunächst die Radwege gesperrt, ohne dass sinnvoller Ersatz für die Radfahrenden angeboten wird, gerade wenn es sich um langfristige Überlassungen für private Baustelleneinrichtungen handelt?

Antwort des Magistrats

Arbeitsstellen befinden sich in den aller meisten Fällen im Seitenraum, wo Geh- und Radwege verlaufen. Dies liegt daran, dass ein Großteil des Leitungsnetzes dort verlegt ist oder aber, weil gerade in dicht bebauten Bereichen Geh- und Radwege als Baustelleneinrichtungs- und Lagerfläche im Zuge privater Baumaßnahmen genutzt werden müssen. Folglich sind fast immer Rad- und vor allem Gehwege durch Arbeitsstellen beeinträchtigt.

Im Zuge des Genehmigungsverfahren einer Arbeitsstelle steht stets die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmenden im Vordergrund. Hierbei gilt der Grundsatz Sicherheit vor Leichtigkeit.

Gleichwohl wird bei einer Beeinträchtigung der Bestandführung von Fuß- und Radverkehr immer auch geprüft, wie diese beiden Gruppen auf möglichst kurzem Wege die Arbeitsstelle passieren können. Entscheidend sind dabei oft die Platzverhältnisse, die Bedeutung und Verkehrslast des jeweiligen Streckenabschnitts für den einzelnen Verkehrsträger und ob etwaige Umleitungen umsetzbar sind und in der Praxis auch angenommen werden. Dabei wird darauf geachtet, dem Umweltverbund Vorrang einzuräumen und, sofern möglich, eher den motorisierten Individualverkehr zu beschränken. Es müssen jedoch stets die Einzelfälle betrachtet werden. Oberstes Gebot ist dabei immer die Gewährleistung der Verkehrssicherheit.

Dabei kann es dazu kommen, dass Umleitungen keine sinnvolle Alternative darstellen und wegen der geringen Restfahrbahnbreite - nach Abzug des Platzbedarfs der Arbeitsstelle - nur noch eine Einleitung des Radverkehrs in die Fahrspur des motorisierten Individualverkehrs, MIV, übrigbleibt. In diesen Fällen wird dann die zulässige Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt und ein sicherer Verschwenk des Radverkehrs in die Fahrbahn eingerichtet.

Fallen Umleitungen für den Radverkehr sehr weiträumig aus, besteht die Möglichkeit, dass geübte und sich sicher fühlende Radfahrende die Arbeitsstelle auf direktem Wege im Mischverkehr passieren.

Je nach Örtlichkeit und Komplexität kann es aber dazu kommen, dass es keine perfekte Lösung für alle gibt, die von den jeweiligen Verkehrsteilnehmenden auch angenommen wird.

Der Magistrat erarbeitet zurzeit einen Leitfaden "Radverkehr an Baustellen", der sowohl den Mitarbeitenden der Stadt Frankfurt am Main als auch den Antragsteller:innen Hilfestellungen für sichere und gute Radverkehrsführungen an Baustellen geben soll.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 26. Januar 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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