Den Niedergang des seit 1912 bestehenden Krematoriums auf dem Frankfurter Hauptfriedhof und seine durch die Stadtverordn
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf den Rückbau des Krematoriums auf dem Frankfurter Hauptfriedhof, das seit 2013 geschlossen ist. Der Antragsteller möchte wissen, ob der Rückbau abgeschlossen ist und welche Kosten dabei entstanden sind.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenFrage an den Magistrat
Den Niedergang des seit 1912 bestehenden Krematoriums auf dem Frankfurter Hauptfriedhof und seine durch die Stadtverordnetenversammlung im November 2013 auf Antrag des Magistrats beschlossene Schließung haben in erster Linie die langjährige Umweltdezernentin Dr. Manuela Rottmann, GRÜNE, und der damalige Kämmerer Uwe Becker, CDU, zu verantworten. Beide haben seinerzeit durch gravierende Fehlentscheidungen nicht nur einen Schaden in Millionenhöhe für die Stadt verursacht, sondern auch den seither erforderlichen "Leichentourismus" verschuldet.
Ich frage den Magistrat:
Ist die Anlage mittlerweile endlich vollständig zurückgebaut, und welche weiteren Kosten haben deren Abbau und Entsorgung insgesamt verursacht?
Antwort des Magistrats
Stadträtin Elke Voitl:
Herr Stadtverordnetenvorsteher,
Herr Stadtverordneter Pfeiffer!
Ich antworte wie folgt: Im ersten Bauabschnitt wurden die Schornsteine des Krematoriums für rund 32.000 Euro zurückgebaut. Die übrigen Gebäudeteile liegen unterirdisch. Hier wurden bisher die notwendigen Arbeiten zur Außerbetriebnahme, wie die Kappung beziehungsweise der Rückbau von Leitungen, durchgeführt. Der Rückbau dieses Gebäudeteils ist nicht prioritär notwendig und konnte aufgrund fehlender Arbeitskapazitäten bisher noch nicht weiter geplant und durchgeführt werden.
(Zurufe)
Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 1317
Stadtverordneter Mathias Pfeiffer, BFF-BIG:
Herr Stadtverordnetenvorsteher,
werte Kolleginnen und Kollegen!
Das Krematorium auf dem Frankfurter Hauptfriedhof hat nicht nur ein quälend langes Sterben hinter sich, für das Frau Dr. Rottmann in ihrer Amtszeit als Umweltdezernentin von 2006 bis 2012 hier in Frankfurt die Hauptverantwortung trägt, sondern den endgültigen Todesstoß versetzten der traditionsreichen und seit 1912 bestehenden Institution schließlich Frau Heilig als deren Nachfolgerin und die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung, die im November 2013 auf Antrag des Magistrats die Schließung des Krematoriums beschloss. Doch beerdigt ist die Leiche seit 2014 bis heute immer noch nicht, wie wir soeben gehört haben. Dieses Trauerspiel um das Krematorium ist eines der Paradebeispiele für das Totalversagen grüner Politik in Frankfurt. Über den Schulbau, der gut 25 Jahre von den grünen Dezernentinnen Ebeling und Sorge verantwortet wurde, und die desaströsen Folgen grüner Verkehrspolitik in unserer Stadt werden wir später noch sprechen. In der im Juni 2014 veröffentlichten Publikation "Das lange Sterben des Frankfurter Krematoriums" hat mein Vorgänger Wolfgang Hübner seine Erkenntnisse aus monatelanger Akteneinsicht als Stadtverordneter veröffentlicht. Bereits der von ihm gewählte Untertitel "Die Geschichte eines politischen Versagens mit Todesfolge" weist darauf hin, wie einige Millionen Euro Steuergelder durch Desinteresse, Unfähigkeit, Untätigkeit und auch die Frau Dr. Rottmann eigene Arroganz verschleudert wurden.
(Zurufe)
Kann man alles wunderbar hier nachlesen.
(Beifall)
Damit trägt die heutige Oberbürgermeisterkandidatin der GRÜNEN auch die Hauptverantwortung dafür, dass wir als einzige Großstadt in Deutschland über kein eigenes Krematorium mehr verfügen, obwohl die Anzahl der Urnenbestattungen die Sargbestattungen weit überholt hat. Seit 2014 müssen verstorbene Bürger Frankfurts zu ihrer Verbrennung eine letzte Reise ins Umland antreten, was nebenbei für die von Frau Dr. Rottmann jetzt propagierte Klimaneutralität für Frankfurt nicht besonders dienlich sein dürfte.
(Beifall)
Doch nicht nur Manuela Rottmanns Oberbürgermeisterkandidatur ist finanziell und ideell belastet von ihrem früheren Versagen im Amt. Auch der Kandidat der CDU, Uwe Becker, war als damaliger Kämmerer mitverantwortlich für den Niedergang und die Schließung des Frankfurter Krematoriums. Das sollten die Frankfurter bei ihrer Wahlentscheidung am 5. März 2023 gut bedenken.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
(Beifall)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.