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Für behinderte und mobilitätseingeschränkte Menschen ist eine behindertengerechte oder zumindest behindertenfreundliche

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage thematisiert die Notwendigkeit von behindertengerechten und behindertenfreundlichen Wohnungen in Frankfurt am Main. Es wird nach der Entwicklung der letzten fünf Jahre sowie der zukünftigen Planung gefragt, um die Lebensqualität und Unabhängigkeit von Menschen mit Behinderungen zu verbessern.

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Thema Wohnen verfolgen

Frage an den Magistrat

Für behinderte und mobilitätseingeschränkte Menschen ist eine behindertengerechte oder zumindest behindertenfreundliche Wohnsituation oft eine wichtige Voraussetzung, um selbstbestimmt leben zu können und die eigene Unabhängigkeit zu bewahren. Häufig wird beklagt, dass die Anzahl dieser Wohnungen in Frankfurt am Main viel zu gering sei.

Ich frage daher:

Wie sieht die Entwicklung der letzten fünf Jahre und die zukünftige Planung in unserer Stadt bezüglich der zur Verfügung stehenden behindertengerechten Wohnungen und wie bezüglich behindertenfreundlicher Wohnungen aus?

Antwort des Magistrats

Bei der Bürger*innenbefragung zur Lebenslage älterer Menschen in Frankfurt am Main wurde im Jahr 2017 bei 2.500 Personen ab 60 Jahren unter anderem telefonisch erhoben, inwiefern die bewohnten Häuser und Wohnungen barrierefrei sind - Fahrstühle, sanitäre Einrichtungen und Türbreiten - sowie welche Wohnpräferenzen und Umzugs-absichten bestehen:

- Ältere Frankfurter*innen leben durchschnittlich seit drei Jahrzehnten in ihrer derzeitigen Wohnung/ihrem derzeitigen Haus. Ein Viertel wohnt bereits seit ihrer Geburt in Frankfurt am Main. Die Hälfte der Befragten ist - sehr - zufrieden mit der eigenen Wohnung/dem eigenen Haus.

- Ältere Frankfurter*innen leben häufig in Wohnungen und Häusern, die nicht oder nur in Teilen barrierefrei sind: Von den drei Vierteln der älteren Personen, die nicht im Erdgeschoss leben, haben lediglich rund 30 Prozent die Möglichkeit, auf einen Fahrstuhl zurückzugreifen. Über eine stufenfreie Dusche verfügen 40 Prozent und über eine Badewanne mit erleichtertem Einstieg nur 25 Prozent. Auch sind die Türen in der Wohnung lediglich bei 63 Prozent der älteren Menschen ausreichend breit für Rollstühle.

- Die überwiegende Mehrheit - auch ohne Umzugsabsichten - möchte eine altersgerechte und barrierefreie Wohnung, 64,2 Prozent, beziehen.

- Die Absicht, in den nächsten fünf Jahren in eine andere Wohnung zu ziehen, haben lediglich 5,3 Prozent "ganz sicher" und weitere 10,6 Prozent "vielleicht". Bei den älteren Menschen ab 80 Jahren ist die geringste Umzugsneigung vorhanden, 70,4Prozent "Umzug völlig ausgeschlossen", obwohl bei dieser Altersgruppe vermehrt Mobilitätseinschränkungen auftreten.

Beigefügt ist eine Liste, aus der hervorgeht, welche geförderte Wohnung seit 2021 zur Vermietung im Förderweg 1 oder Förderweg 2 angeboten werden konnten.

Anlage 1 (ca. 219 KB)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 10. November 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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