Laut Medienberichten ist der Anteil an großen Wohnungen für Familien an den gesamten Baufertigstellungen vor allem in de
Zusammenfassung
Der Magistrat erkennt den Rückgang des Anteils an großen Wohnungen für Familien in Frankfurt an und plant Maßnahmen zur Verbesserung des Angebots an familiengerechten Wohnungen. Ziel ist es, Familien in der Stadt zu halten und den Wohnungsmarkt für sie attraktiver zu gestalten.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Laut Medienberichten ist der Anteil an großen Wohnungen für Familien an den gesamten Baufertigstellungen vor allem in den hessischen Großstädten rückläufig. Der Anteil dieser Wohnungsgröße an den gesamten Baufertigstellungen sank in der Stadt Frankfurt im Vergleich des Zeitraums von 2011 bis 2015 mit den Jahren 2016 bis 2020 von 34 auf 15 Prozent. Dies lasse die Preise für größere Wohnungen umso mehr steigen. Viele Familien würden in der Folge aus den Großstädten in das Umland ziehen. Für die soziale und demographische Struktur der Städte sei es aber wichtig, die Familien zu halten.
Ich frage den Magistrat:
Wie bewertet der Magistrat diese Entwicklung, und was unternimmt er gegebenenfalls dagegen?
Antwort des Magistrats
Der Magistrat kennt die in der Frage erwähnten Berichte und die empirica-Analyse zu Familienwohnungen.
Da der Trend noch nicht lange anhält, bleibt aus Sicht des Magistrats - gerade mit Blick auf den Bauüberhang - abzuwarten, ob sich die in den Medienberichten skizzierte Entwicklung langfristig tatsächlich verstetigt. Betrachtet man etwa den Anteil der Wohnungen mit fünf und mehr Räumen am Gesamt-Wohnungsmix über einen Zeitraum der letzten zehn Jahre, ist dieser nur minimal gesunken.
Dem Magistrat ist nichtsdestotrotz daran gelegen, das Angebot-Nachfrage-Verhältnis für Familien-geeignete Wohnungen zu verbessern. Allerdings kann der Magistrat die Grundrisse von Wohnungen, die von der Privatwirtschaft erbaut werden, kaum beeinflussen.
Im Bereich des geförderten Wohnungsbaus wird in jedem Fall sichergestellt, dass Wohnungen für Familien gebaut werden. Dies wird im Förderweg eins sowie im Förderweg zwei durch entsprechende Beratungen gefördert.
Wer Wohnungen bauen will, die gemäß der sozialen Wohnraumförderung durch die Stadt Frankfurt am Main, Förderweg eins, und das Land Hessen gefördert werden sollen, wird vom Sachgebiet Wohnungsbauförderung des Stadtplanungsamtes beraten. Grundlage dabei ist die Empfehlung des Amtes für Wohnungswesen, die einen Wohnungsmix für unterschiedliche Haushaltsgrößen vorsieht. Dabei nehmen die Wohnungen für Familien einen großen Anteil ein.
Im Förderweg zwei wird kein Benennungsrecht der Gemeinde ausgeübt, sondern die Vermieter*innen sind ausschließlich selber für die Vermietung zuständig. Damit sind sie insgesamt in ihrer Entscheidung freier, welche Wohnungsgrößen realisiert werden. Bei Vorhaben im Rahmen dieses städtischen Programms wird ebenfalls dahin gehend beraten, vermehrt Familien geeignete Wohnungen zu errichten.
Um zudem Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf Wohnungen anbieten zu können, prüft die Stadt in Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding GmbH Standorte für soziale Wohnprojekte.
Daneben bietet die Stadt Frankfurt am Main für geförderte Wohnungen eine Umzugsprämie an - das "Frankfurter Programm zum Wohnungstausch" - um sogenannte unterbelegte Wohnungen wieder Familien anbieten zu können.
Darüber hinaus fördert die Stadt Frankfurt den Bau von Wohnungen über das Mittelstandsprogramm. Die Einkommensgrenze liegt hier zum Beispiel für eine Familie mit zwei Kindern bei rund 90.000 Euro. Es erreicht also breite Einkommensschichten der Stadt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Oktober 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.