Regelmäßig wenden sich Eltern aus Unterliederbach auf der verzweifelten Suche nach Betreuungsplätzen für ihre Kinder an
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Zusammenfassung
Die Eltern aus Unterliederbach fordern eine Verbesserung der Betreuungsplätze für ihre Kinder. Der Magistrat plant, die Übermittagbetreuung in zusätzliche Plätze der Erweiterten Schulischen Betreuung umzuwandeln, um die Versorgungsquote zu erhöhen und die Qualität der Angebote zu verbessern.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenFrage an den Magistrat
Regelmäßig wenden sich Eltern aus Unterliederbach auf der verzweifelten Suche nach Betreuungsplätzen für ihre Kinder an den Ortsbeirat. In 2019 lag die Versorgungsquote im Bezirk der Karl-von-Ibell-Schule beispielsweise nur bei 37 Prozent, ST 1623 vom 23.08.19, ein Bezirk, in dem mit der Parkstadt ein Neubaugebiet liegt, in das viele junge Familien eingezogen sind. Weitere Anfragen, auch zur perspektivischen Entwicklung, blieben bisher unbeantwortet; Ortsbeirat wie Eltern werden hier im Ungewissen gelassen. Daher frage ich den Magistrat: Wie sieht die Versorgungsquote für Unterliederbach für das Schuljahr 2021/2022 aus, und wie ist die perspektivische Entwicklung für die Erweiterte Schulische Betreuung, ESB, und für Ganztagsangebote?
Antwort des Magistrats
In der Karl-von-Ibell-Schule gibt es eine Erweiterte Schulische Betreuung, ESB, mit 62 Betreuungsplätzen und zudem eine Übermittagbetreuung, Ibella-Club, mit 87 Betreuungsplätzen. Die ESB bietet verlässliche Plätze von 11:30 Uhr bis 17:00 Uhr an mit maximal 25 Schließtagen im Jahr und wird personell zu 70 Prozent von Fachkräften geleistet. Die Übermittagbetreuung wird durch ein erfahrenes Team ohne pädagogische Ausbildung bis 14:30 Uhr organisiert und hat in den Ferien geschlossen. Hinzu kommen 82 Hortplätze in zwei Horteinrichtungen im Schulbezirk. Zum Stichtag 01.11.2020 beträgt damit die Versorgung im Bereich Grundschulkinder im Schulbezirk Karl-von-Ibell-Schule 35 Prozent, Hort und ESB. Zählt man die 87 Plätze in der Übermittagbetreuung an der Schule mit dazu, beträgt der Versorgungsgrad 56 Prozent. Die räumliche Situation und insbesondere eine fehlende Mensa verhindern weiterhin die Aufstockung der Gesamtzahl der Ganztags- und Betreuungsplätze am Schulstandort. Um jedoch die Qualität des Ganztags- und Betreuungsangebotes für die Kinder sowie für die Familien an der Karl-von-Ibell-Schule zu verbessern, werden die Plätze der Übermittagbetreuung sukzessive in ESB-Plätze umgewandelt. Zum 01.08.2021 werden die ersten 20 Plätze der Übermittagbetreuung zu 20 zusätzlichen ESB-Plätzen. Weitere Platzumwandlungen sollen im Laufe des nächsten Schuljahres folgen. Den Familien wird demnach ein verlässlicheres, längeres und qualitativ hochwertigeres Ganztagsangebot geboten, da die Ressource für ESB-Plätze die Ressource der Übermittagbetreuung deutlich übersteigt. Die beiden Betreuungssysteme der ESB und der Übermittagbetreuung wachsen perspektivisch zu einem großen Ganztags- und Betreuungsangebot zusammen. Kein Platz geht dabei verloren. Außerdem ist die Übernahme aller Mitarbeitenden der Übermittagbetreuung erklärtes Ziel, um wertvolle Standortkenntnisse sowie Kooperationspartnerschaften zu Kindern, Familien und der Schule nicht zu verlieren. Aktuell erhalten die Leitungskräfte der Karl-von-Ibell-Schule eine intensive Beratung und Begleitung in der Erarbeitung eines Raumnutzungskonzeptes. In diesem Zuge werden mehrere Räume durch das Stadtschulamt Frankfurt neu ausgestattet, um die multifunktionale Raumnutzung effektiver umsetzen zu können. Die Stellung zwei neuer Container - ein Klassenraum, ein Ganztags- und Betreuungsraum - ist erfolgreich durchgeführt worden. Kurzfristige weitere Erweiterungsmöglichkeiten der Karl-von-Ibell-Schule werden geprüft. Zusätzlich prüft das Stadtschulamt zurzeit, ob in den Räumlichkeiten in der Johannesallee 39-41 eine neue Horteinrichtung untergebracht werden kann und steht diesbezüglich mit dem Eigentümer, Deutsche Wohnen, in Verbindung. Am 4.März 2021 gab es zu dem Thema einen Vororttermin mit Herrn Oberbürgermeister Feldmann, Vertreter*innen des Dezernates Integration und Bildung, Mitarbeiter*innen der Deutsche Wohnen und Elternvertreter*innen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. Juni 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.