Laut Berichten von langjährigen Tagespflegepersonen hören in letzter Zeit immer mehr Tagespflegepersonen auf, diesen Ber
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt am Main steht vor der Herausforderung, dass immer mehr Tagespflegepersonen ihren Beruf aufgeben. Es wird vorgeschlagen, die Akquise neuer Tagesfamilien zu intensivieren, um die Betreuungssituation für Kinder zu verbessern und die Anzahl der verfügbaren Fachkräfte zu erhöhen.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenFrage an den Magistrat
Laut Berichten von langjährigen Tagespflegepersonen hören in letzter Zeit immer mehr Tagespflegepersonen auf, diesen Beruf auszuüben, oft auch solche, die diesen Beruf zehn und mehr Jahre ausgeübt haben. Andere berichten, dass sie fast nur noch Anfragen zur Betreuung nach der Grundschule - als Ersatz für eine nicht vorhandene Hort-Betreuung - erhalten und von diesen finanziell nicht leben können.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:
Wie ist die aktuelle Anzahl an aktiven Tagespflegepersonen in den einzelnen Bereichen - U3, Ü3, Grundschulbetreuung -, und was kann/möchte die Stadt dagegen tun, dass viele langjährige Tagesmütter und -väter als Fachkräfte nicht mehr zur Verfügung stehen?
Antwort des Magistrats
In den ersten drei Quartalen 2022 haben insgesamt 22 Tagesfamilien ihre Tätigkeit beendet. Im gleichen Zeitraum haben 18 Personen erstmals eine Pflegeerlaubnis erhalten, sprich die Tätigkeit als Tagesfamilie aufgenommen. In der Summe nimmt die Zahl an Tagesfamilien in den letzten Jahren leicht ab. Dieser Trend ist bundesweit und hessenweit zu beobachten.
Die Anzahl der in Kindertagespflege betreuten Kinder ist in Frankfurt im Zeitraum 2015 bis 2020 trotzdem kontinuierlich gestiegen. Seit zwei Jahren ist die Gesamtzahl der in Kindertagespflege betreuten Kinder in etwa konstant. Insgesamt bedeutet das, dass pro Tagesfamilie im Schnitt heute mehr Kinder betreut werden als 2015.
Das Stadtschulamt bemüht sich in enger Zusammenarbeit mit den Fachdiensten Kindertagespflege in freier Trägerschaft um die beständige Akquise neuer Tagesfamilien. Aus welchen Alterssegmenten Anfragen nach Betreuung in Kindertagespflege kommen, ist von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich.
Grundsätzlich kommen weiterhin die allermeisten Anfragen aus dem U3-Bereich. Etwa 70 Prozent aller derzeit in Frankfurt in Kindertagespflege betreuten Kinder sind dem entsprechend unter drei Jahren alt.
Die Beobachtung, dass es eine steigende Nachfrage aus dem Grundschulkinderbereich gibt, ist nicht flächendeckend festzustellen. Seit Jahren bildet die Gruppe der in Kindertagespflege betreuten Schulkinder etwa zehn Prozent aller in Tagesfamilien Frankfurt betreuten Kinder.
Eine insgesamt steigende Nachfrage ist hingegen inzwischen von Ü3-Kindern zu verzeichnen, wobei es auch hier regional große Unterschiede gibt.
Die Stadt Frankfurt zahlt den Tagesfamilien für die Betreuung eines Kindes dieselbe Geldleistung unabhängig vom Alter des Kindes. Diese Regelung ist ein Baustein der Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Stadt Frankfurt am Main den selbstständigen Tagespflegepersonen ermöglicht, ihre Tätigkeit gut ausüben zu können.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Oktober 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.