Produktbereich: Allgemeine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kein Geld für Dezernenten-Selbstdarstellung
Zusammenfassung
Der Vorschlag sieht vor, dass ab 2026 keine Werbeaktionen von Oberbürgermeister und Dezernenten mehr mit Steuergeldern finanziert werden, um der Selbstdarstellung einzelner Personen entgegenzuwirken. Dies erfordert eine Fokussierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf Sachinformationen und soll die Verwendung von Steuermitteln rechtfertigen und die Transparenz erhöhen.
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E-Mail-Abo einrichtenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Mit Wirkung ab dem Haushaltsjahr 2026 werden keinerlei Werbeaktionen von Oberbürgermeister und hauptamtlichen Dezernenten mehr aus Steuerzahlergeldern finanziert, die vorwiegend der Selbstdarstellung einzelner Personen und damit der versteckten Parteienwerbung dienen. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Dezernate beschränkt sich zukünftig auf die Vermittlung der jeweils nötigen Sachinformation.
Begründung
Begründung: Immer wieder machen Mitglieder des hauptamtlichen Magistrats mit aus Steuerzahlergeldern finanzierten Werbeaktionen von sich reden, die vorwiegend der Selbstdarstellung ihrer eigenen Person dienen und weniger der Vermittlung von Sachinformationen. So war im Jahr 2025 etwa Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodriguez (Grüne) mit einer ca. 60.000 EUR teuren Plakatkampagne für den Wert von Grünflächen in die Kritik geraten, die den Titel "Mehr Grün" trug und in Design und Aufmachung stark an den Parteiauftritt von "Bündnis 90 / Die Grünen" angelehnt war. Ebensolcher Kritik ausgesetzt sah sich zuletzt Dezernentin Eileen O'Sullivan (Volt) für die 70.000 EUR teure Plakatkampagne "Sag's Frankfurt", bei der unter anderem auch prominent mit deren Konterfei für mehr Bürgerbeteiligung geworben wurde. Beide Kampagnen wurden zudem unmittelbar vor einer Kommunalwahl lanciert. Eine solche Ver(sch)wendung von Steuerzahlergeldern ist nicht nur rechtlich fragwürdig, sondern auch aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht zu rechtfertigen. Diese Praxis ist daher umgehend einzustellen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 25. Januar 2026 wurde diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses abgelehnt.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG und AfD (= Annahme)