Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.04 Gleichberechtigung für Bürgerinnen
Zusammenfassung
Der Etatantrag sieht die Bereitstellung von 25.000 Euro pro Haushaltsjahr für das Projekt "New4Job+" vor, um die Qualifizierung von Berufsrückkehrerinnen zu unterstützen. Ziel ist es, die ökonomische Unabhängigkeit und Chancengleichheit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu fördern.
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Thema Wirtschaft und Tourismus verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Für die Aufrechterhaltung des Projektes "New4Job+" zur Qualifizierung von Berufsrückkehrerinnen/Wiedereinsteigerinnen der Gründerinnenberatung Jumpp-Frauenbetriebe e.V., werden in den Haushaltsplan 2024/25 in das Haushaltsjahr 2024 25.000 Euro und in das Haushaltsjahr 2025 ebenfalls 25.000 Euro eingestellt.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den Haushaltsjahren 2024/2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Ziel des Programms ist es, die gleichberechtigte Partizipation und die ökonomische Unabhängigkeit der Frauen zu erhöhen und damit die Chancengleichheit am Arbeitsmarkt sowie die Gleichstellung der Geschlechter weiter voranzutreiben. Das Qualifikationsangebot richtet sich an Frauen, die nach Elternzeit, familiärer Sorgearbeit und/oder Migration wieder in den Beruf einsteigen möchten. Die Entwicklung der Angebote orientiert sich an den Bedarfen der potentiellen Teilnehmerinnen* und dem jeweiligen regionalen, standortbezogenen Profil unter Berücksichtigung der Herausforderungen des Arbeitsmarktes. Pro Jahr können bis zu 16 Teilnehmerinnen* am Projekt teilnehmen. Während des Lockdowns in der Corona-Pandemie konnte das Qualifizierungsangebot innerhalb kürzester Zeit in großen Teilen - entsprechend den Bedarfen der Zielgruppe und den Lerninhalten - digital umgesetzt werden. Mit dem Angebot von digitalen Qualifizierungsformaten wird die Zielgruppe auf die Lebensrealität auf dem Arbeitsmarkt vorbereitet. Die Teilnehmerinnen erschließen sich durch die Anwendung nicht nur die vorgesehenen Lerninhalte, sondern erwerben notwendige Medienkompetenz, die sie in der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung wie auch im späteren Berufsleben dringend benötigen. Damit sind sie auch auf die schnelllebigen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in denen sich Berufsbilder, Tätigkeiten und Arbeitsabläufe in kurzen Zeitintervallen verändern können, gut vorbereitet. Mit der Teilnahme am Projekt erhalten die Frauen nicht nur die Möglichkeit sich auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorzubereiten, sondern auch die Gelegenheit andere Frauen mit unterschiedlichen Bildungsbiografien, die vor denselben Herausforderungen stehen, kennen zu lernen, sich mit ihnen auszutauschen und zu vernetzen. Dies bietet besonders alleinerziehenden Müttern einen Weg aus der Isolation und die Gelegenheit andere Frauen kennenzulernen und ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Digitales Lernen ist nicht nur alters- und zeitunabhängig, sondern vor allem ortsunabhängig. Das ist für Frauen, die sich auf den beruflichen Wiedereinstieg vorbereiten, ein entscheidender Vorteil, da sie knappe Zeitressourcen individuell nutzen können. Durch die Bewilligung von 25.000 Euro pro Haushaltsjahr kann das erfolgreiche Projekt in modifizierter Form weiterhin durchgeführt werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 25.06.2024 im Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen angenommen.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD (= Ablehnung)