Produktbereich: 22 Umwelt Produktgruppe: 22.04 Klimaschutz und Klimaanpassung Nutzung der Geothermie für eine nachhaltige Wärmeversorgung
Zusammenfassung
Der Etatantrag sieht vor, 35.000 Euro für die Erforschung und Erschließung des Geothermie-Potenzials in Frankfurt bereitzustellen. Dies ist notwendig, um die nachhaltige Wärmeversorgung durch Geothermie zu fördern und in Abstimmung mit relevanten Institutionen durchzuführen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Für vorbereitende Maßnahmen zur Erforschung und Erschließung des Geothermie-Potenzials in den durch die sondierende Befliegung des Frankfurter Stadtgebietes als besonders potenzialträchtig identifizierten Gebieten (z.B. für Machbarkeitsstudien oder sonstige Analysen und Gutachten) werden im Haushaltsplan 2026 für das Haushaltsjahr 2026 einmalig 35.000,- Euro eingestellt.
Die Erforschung und Erschließung des Geothermie-Potenzials soll in enger Abstimmung mit der Mainova und dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie erfolgen.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in dem Haushaltsjahr 2026 erfolgt, hat ein Budgetübertrag zu erfolgen. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushaltsplans 2026 jährlich zum 30.06. in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Der Stadtverwaltung liegen verschiedene Erkenntnisse vor, die darauf hinweisen, dass es in Frankfurt ein erhebliches Potenzial für die Nutzung von Wärme aus Geothermie gibt.
Laut der Antwort des Magistrats auf die Frage F 3456 vom 18.09.2025 werden aktuell noch die Ergebnisse der Forschungsbohrung am Rebstock durch das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie ausgewertet. Zur genaueren Erkundung der Geothermie-Vorkommen im Stadtgebiet ist für November 2025 eine sondierende Befliegung geplant. Dadurch kann das Potenzial im Stadtgebiet insgesamt und konkret unter dem Kulturcampus-Quartier noch besser erfasst werden.
Das Kulturcampus-Quartier ist schon heute an das Fernwärmenetz angebunden. Die Wärme aus Geothermie könnte daher in dieses Netz eingespeist werden.
Die ABG FRANKFURT HOLDING setzt gemeinsam mit der Mainova im "Klimaschutzquartier Hilgenfeld" ein nachhaltiges Energiekonzept um, welches die Nutzung von Geothermie zusammen mit Photovoltaik vorsieht. Auf diese Erfahrungen könnte bei der Sondierung und Erschließung des Geothermie-Potentials im Kulturcampus-Quartier aufgebaut werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2026 brachten GRÜNE, SPD, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses angenommen.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: FDP und AfD gegen ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme); GRÜNE, CDU, SPD, Linke und Volt (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme) Gartenpartei (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, BFF-BIG, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung unter Hinweis auf die Vorlage E 93) sowie FDP und AfD (= Ablehnung)