Produktbereich: 20 Bildung, Produktgruppe: 20.02 Betrieb städtischer Kitas, Produktgruppe: 20.03 Trägerübergreif. Kita-Aufgab. Tagespfl.
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, ein Konzept für eine Arbeitsmarktzulage für Erzieherinnen und Erzieher in Frankfurt zu entwickeln, um den Personalmangel in Kindertagesstätten zu bekämpfen. Dies soll dazu beitragen, die Attraktivität der Arbeitsplätze in Frankfurt zu erhöhen und die Besetzung offener Stellen zu erleichtern.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
- Der Magistrat entwickelt ein Konzept für eine Arbeitsmarktzulage für Erzieherinnen und Erzieher, die in Frankfurter Kindertageseinrichtungen tätig sind, und orientiert sich dabei am Zulagesystem der Stadt München:
Münchner Förderformel - Umsetzung der Münchenzulage und des Fahrtkostenzuschuss (Job-Ticket) (muenchen.de)
- Der Magistrat definiert in Zusammenarbeit mit Kita Frankfurt sowie den freien Trägern der Kinderbetreuung die Höhe der Förderung sowie den förderfähigen Personenkreis, die Fördervoraussetzungen und die Dauer des Programms. Die Zulage wird allen im Frankfurter Stadtgebiet arbeitenden Erzieherinnen und Erziehern ausbezahlt - unabhängig davon, ob sie in Einrichtungen freier Träger, als Tagesfamilien oder in Einrichtungen von Kita Frankfurt tätig sind.
- Der Magistrat erstellt einen Kosten- und Finanzierungsplan und stellt entsprechende Mittel in die Finanzplanung für die nächsten Jahre ein.
Über die Ausführung dieses Beschlusses ist der Stadtverordnetenversammlung binnen sechs Monaten zu berichten.
Begründung
Ein Grund für personell unterversorgte Kindertagesstätten und fehlende Kitaplätze ist die Schwierigkeit, die vorhandenen Stellen auch tatsächlich zu besetzen. Es kommt vor, dass Erzieherinnen und Erzieher, die sich für Frankfurter Einrichtungen interessieren und hier auch ihre Ausbildung absolviert haben, am Ende doch nicht in unserer Stadt arbeiten wollen, weil ihnen die Lebenshaltungskosten in Frankfurt im Vergleich mit anderen Standorten zu hoch sind. Sowohl die Beruflichen Schulen in Frankfurt als auch zahlreiche Träger haben wiederholt auf diesen Umstand hingewiesen und die Stadt um Unterstützung gebeten. Daher soll nun ein erster Schritt gegangen werden, um mit Hilfe einer Arbeitsmarktzulage mehr Erzieherinnen und Erziehern für eine Tätigkeit in Frankfurt zu gewinnen. Der Oberbürgermeister hat mit dem Thema Wahlkampf betrieben und sollte seinen Ankündigungen nun auch Taten folgen lassen. Die Stadt München hat die Arbeitsmarktzulage bereits 2014 eingeführt, um den Personalmangel in Kindertagesstätten zu bekämpfen. Sie bietet ihren Erzieherinnen und Erziehern bei Aufnahme einer Tätigkeit in einer Münchener Kinderbetreuungseinrichtung eine Arbeitsmarktzulage von 270 € pro Monat für eine Vollzeitstelle sowie eine Kinderzulage von 50 € monatlich an. Mithilfe des Programms konnte der Anteil der unbesetzten Stellen von 12,5 auf 10,4 Prozent gesenkt werden und es konnten darüber hinaus auch mehr männliche Bewerber für die Ausübung des Berufs in München gewonnen werden. Das Programm kostet die Stadt jährlich 18,6 Mio. €. Die Auseinandersetzung mit dem Münchener Beispiel kann wichtige Erfahrungswerte liefern und Orientierung bei der Erstellung eines auf Frankfurt zugeschnittenen eigenen Konzepts bieten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 15. Mai 2024 brachte CDU diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 01.07.2024 im Ausschusses für Bildung und Schulbau abgelehnt.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und FDP gegen CDU, AfD, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Annahme) sowie Linke und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Ablehnung)