Produktbereich: 16 Nahverkehr und ÖPNV Produktgruppe: 16.03 Verkehrsanlagen Stabsstelle Fußgängerverkehr
Zusammenfassung
Der Antrag sieht die Einrichtung einer Stabsstelle Fußgängerverkehr im Mobilitätsdezernat vor, um die Anliegen der Fußgänger in der Verkehrsplanung besser zu vertreten. Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Fußgängerverkehrs wird argumentiert, dass Fußgänger eigene Ansprechpartner innerhalb der Stadtverwaltung benötigen.
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Thema Fußverkehr verfolgenAntrag
- Der Magistrat wird aufgefordert, beim Mobilitätsdezernat eine Stabsstelle Fußgängerverkehr einzurichten.
- Aus der Stellenreserve werden für die Stabsstelle Fußgängerverkehr zwei Personalstellen einschließlich der zugehörigen Mittel für Personalaufwendungen übertragen. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im Haushaltsjahr 2026 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig. Über die Ausführung dieses Beschlusses ist der Stadtverordnetenversammlung binnen sechs Monaten zu berichten.
Begründung
Das Zu-Fuß-Gehen ist die Basis aller Mobilität. Organisatorisch sind aber die Belange der Fußgänger in der Verkehrsplanung am wenigsten berücksichtigt. Während es für den Autoverkehr, ÖPNV und das Radfahren besondere Planungs- und Exekutiveinheiten gibt, sind die Fußgänger ohne eigene Interessenvertretung. Das macht sich nachteilig im Alltag bemerkbar. Schon bei Planungen für den öffentlichen Raum, für Straßen und Plätze werden die Belange der Fußgänger nicht auf Augenhöhe mit anderen Verkehrsarten behandelt. Gleiches gilt für die Instandhaltung und Verbesserungen von Fußwegen und dergleichen. Dementsprechend ist die Kritik an unzureichenden Wegebeziehungen für Fußgänger, schlechten Gehwegoberflächen und ungenügender Raumaufteilung. Dazu kommt noch die abnehmende gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr, deren Folgen die Fußgänger auch auf ihren Verkehrsflächen tagtäglich erfahren und für die Lösungen gefunden werden müssen. Das alles spricht dafür, dass Fußgänger eigene Ansprechpartner innerhalb der Stadtverwaltung haben müssen, die deren Belange in den Planungs- und Umsetzungsprozessen vertreten und besser als bisher umsetzen. Dazu sollte im Bereich des Mobilitätsdezernats eine Organisationseinheit für den Fußgängerverkehr eingerichtet werden, die wegen der inhaltlichen Zusammenhänge mit den Aufgabengebieten anderer Dezernate (etwa Planung, Umwelt und Soziales) als Stabsstelle konzipiert werden sollte.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Januar 2026 brachte CDU diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Linke, FDP und FRAKTION gegen BFF-BIG und ÖkoLinX-ELF (= Annahme); GRÜNE, CDU, SPD und Volt (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, AfD, Volt und FRAKTION gegen CDU, BFF-BIG und ÖkoLinX-ELF (= Annahme)