Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.16 Sportförderung
Zusammenfassung
Der Etatantrag sieht die Bereitstellung von 45.000 Euro für ein Austauschprogramm der Sportjugend Frankfurt mit Gambia vor. Ziel ist es, den interkulturellen Austausch und die Sichtbarkeit von Mädchen im Sport zu fördern. Das erwartete Ergebnis ist eine stärkere Vernetzung und Akzeptanz von Mädchen im Fußball sowohl in Frankfurt als auch in Gambia.
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Thema Sport, Freizeit und Bäder verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Für das von der Sportjugend im Rahmen des Projekts "Sport baut Brücken" organisierte Austauschprogramm mit Gambia werden in den Haushaltsplan 2024/25 in das Haushaltsjahr 2024 45.000 Euro einmalig eingestellt.
Die Mittel werden bereitgestellt für die Finanzierung der anfallenden Visa-, Reise-, Unterbringungs-, Verpflegungs- und T ransportkosten sowie für Freizeitaktivitäten. Außerdem ist ein Teil der Mittel zur Vor- und Nachbereitung des Austauschs durch die Sportjugend vorgesehen.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den Haushaltsjahren 2024/2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Das Projekt "Sport baut Brücken", "Football is a gift that we use - Sucess is multidimensional" möchte die Lebenswelt Fußball spielender Mädchen der Stadt Frankfurt mit der Fußballwelt und Sportbegeisterung der Mädchen in Gambia durch das Medium Sport zu verzahnen. Hinter dem Projekt steht ein multidisziplinäres Team aus engagierten und leidenschaftlichen Menschen, die sich der Idee widmen, den interkulturellen Austausch für alle Beteiligten gewinnbringend zu nutzen. Der Leitgedanke "Best of both worlds" spiegelt die Vision wider, eine tiefgreifende Zusammenarbeit mit Personen aus beiden Lebenswelten anzustreben. Auf Grundlage von Best Practice Modellen werden dabei Projekte entwickelt, die nachhaltige Entwicklungen anstoßen. Die Ermutigung junger Menschen, Ressourcen zu gewinnen, Passivität zu überwinden, aktiv an ihrer Zukunft teilzunehmen und sich couragiert für ein kosmopolitisches und eigenverantwortliches Lebensumfeld einzusetzen. Im Rahmen der Euro 2024 fand ein Skyline Soccer Projekt statt, organisiert vom Sportamt der Stadt Frankfurt, der Sportjugend Frankfurt und "Sport baut Brücken" veranstaltet. Dieses Projekt hat die initiierende Kraft des Sportes und die wichtige Vernetzung der Lebenswelten der Kinder und Jugendliche verdeutlicht. In Gambia sind die Sportplätze Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Freizeitlebens. Immer mehr Mädchen und Frauen erobern sich die Bolzplätze, immer mehr Trainerinnen sind präsent und sehr anerkannt. In diesem Jahr, möglichst im Herbst, soll daher ein Sport und Bildungsaustausch mit einer 100% Förderung von Mädchen und Trainerinnen des Frauenfußballs stattfinden. In Frankfurt ist das sportliche Treiben auf einem Bolzplatz, zu 99% männlich dominiert und Mädchen und Frauen finden schwer Zugang und Akzeptanz. Demgegenüber ist die Vision einer modernen Urban Culture, dass die Chancen 50 zu 50 stehen, ob hier männliche, weibliche oder gemischte Teams Sport treiben. In Afrika gelingt die Stärkung und Sichtbarkeit von Mädchen und Frauen im Sport, besonders im Fußball - auch auf Bolzplätzen. Mit dem Sport und Bildungsaustausch sollen die fußballbegeisterten Mädchen in den Austausch kommen, Vorurteile und Berührungsängste können abgebaut werden. Mit dem Besuch eines U 15 Mädchen-Team aus Gambia nach Frankfurt, gäbe es den ersten Austausch für Mädchen. Die Reisegruppe wird durch ein Team von Schiedsrichterinnen begleitet und betreut. Zum Hintergrund: In Gambia wird eine große Zahl aller U 15 Spiele - also auch die der Jungs - von Schiedsrichterinnen geleitet. Daher ist es einfach, ausreichend Trainerinnen für das Projekt zu finden, die die Mädchen begleiten können. Geplant sind in dieser Sport- und Bildungswoche u.a. Freundschaftsspiele, die in Frankfurt und der Region ausgetragen werden können. Durch die Kooperation mit der Sportjugend kann das zeitnah organisiert werden. Neben Freundschaftsspielen, Schulbesuchen und einem kulturellen Programm sollte auch ein Event mit dem Projekt "Girls Wanted" eingeplant werden. Als zentrales Event ist vorgesehen, mindestens einen Bolzplatz nicht nur zu bespielen, sondern nach Möglichkeit auch dessen Umgebung im Rahmen eines Graffitiprojektes in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen aus Frankfurt ansprechend zu gestalten. Die Mädchen aus Gambia bringen eine Art Do it yourself-Mindset mit, dass viele hier bereichern und inspirieren kann. Ein selbstbewusstes Mindset, dass wir angesichts der Zeit, in der wir leben, zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft nicht vernachlässigen dürfen. Es geht also nicht bloß um die verbindende Wirkung von gelebter Sportbegeisterung, sondern es geht um einen Erfahrungstransfer zur Ausformung der modernen Urban Culture in der Sportstadt Frankfurt. In der Realität existieren die Lebenswelten der deutschen und gambischen Jugendlichen in Frankfurt zum großen Teil mehr oder weniger separiert voneinander, weshalb der Besuch des Mädchenteams aus Gambia an dieser Stelle einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag zur wünschenswerten Verzahnung dieser Lebenswelten liefern kann. Ein Gegenbesuch von Jugendlichen aus Frankfurt nach Gambia wäre ein nächster wünschenswerter Schritt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 04.07.2024 im Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport angenommen.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ablehnung) ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme)