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Produktbereich: 35 Zentrale Dienste Produktgruppe: 35.05 E-Government - Strategie

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
2 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag sieht die Einrichtung eines digitalen Praxislabors in Frankfurt vor, um Bürger*innen niedrigschwellige Zugänge zur Digitalisierung zu ermöglichen. Ziel ist es, digitale Kompetenzen zu fördern und die Stadtgesellschaft aktiv in den Digitalisierungsprozess einzubeziehen. Das erwartete Ergebnis ist eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe und ein besseres Verständnis für digitale Technologien.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Um ein digitales Praxislabor für Frankfurt zu realisieren, an dem Bürger*innen in einer Art "Abenteuerspielplatz für Digitalisierung" niedrigschwellig und kreativ digitale Erfahrungen machen können, werden dem Haushaltsplan 2023 für das Haushaltsjahr 2023 einmalig 75.000 Euro zugesetzt. Die Mittel werden verwendet, um die bereits von der Stabsstelle Smart-City geleistete Vorarbeit für ein Konzept weiterzuführen und zu unterstützen.

Ein wichtiger Punkt bei diesem Projekt wird die Vernetzung in die Verwaltung und die Zivilgesellschaft sein.

Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den laufenden Haushaltsjahren erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2023 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.

Begründung

Klimawandel, gesellschaftliche Spannungen, Digitalisierung, Fachkräftemangel und nicht zuletzt die weltweite Pandemie sind Herausforderungen unserer Gesellschaft, die immer wieder neue Werkzeuge und Handlungsweisen erfordern. Um diese Veränderung zu verstehen und mitzugestalten, brauchen wir nicht nur digitale Kompetenzen, smarte neue Werkzeuge und Methoden, wir benötigen genauso soziale, kreative und kulturelle Kompetenzen, Motivation und Elan, damit wir gemeinsam Antworten für die großen Zukunftsfragen finden können. Diese Kompetenzen brauchen ein breites Fundament an öffentlichen Orten, in dem soziales und fachbezogenes, lebenslanges Lernen ineinandergreifen. Frankfurt kann mehr von diesen Orten gebrauchen. Im Stadtgebiet fehlt es insbesondere an einer Anlaufstelle für Bürger: innen mit niedrigschwelligen Angeboten, um die Digitalisierung zu verstehen, zu erleben und konkret mitzugestalten. Das "Praxislabor Digitalisierung" soll als Anlaufstelle für Bürger: innen zu Themen rund um die Digitalisierung und Smart City dienen. Im Alltag sollen Bürger: innen zu bestimmten Öffnungszeiten mit Fragestellungen und Anliegen Antworten und Auskünfte erhalten und zudem weiterführende Informationen über Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung und Smart City bekommen. Verschiedene Highlights wie bspw. VR-Brillen, 3D-Drucker, Roboter und Multitouch-Displays sollen als Equipment zum Anfassen und Testen bereitstehen. Darüber hinaus sollen durch verschiedene Ausstellungen, Kurse, Workshops und Veranstaltungen zu den aktuellen Trends der Digitalisierung weitere Informations- und Austauschangebote entstehen. Für die Durchführung von Workshops und Veranstaltungen wird die Kooperation mit verschiedenen Akteuren der Stadtgesellschaft wie Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft unabdingbar für die Vielfalt der Angebote sein. Auch digitale Angebote und hybride Veranstaltungen neben den Angeboten vor Ort sollen die Nachfrage steigern. Alle Angebote sollen auf einem niedrigschwelligen Niveau übermittelt werden. Mit einem für die gesamte Stadtgesellschaft öffentlich zugänglichem, nicht kommerziellen und idealerweise auch pädagogisch begleiteten Raum für kreatives Denken und aktives Handeln wird allen Frankfurterinnen und Frankfurtern das Gefühl und die Möglichkeiten gegeben, an ihrer Zukunftsgestaltung selbst teilzunehmen. Die Einrichtung eines "Praxislabor Digitalisierung" unterstützt zahlreiche Aspekte für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Frankfurt. Sie entspricht den Leitlinien "Erhaltung der sozialen Stabilität" und "Stärkung der Stadt Frankfurt als Familienstadt", die sich der Magistrat mit dem Vortrag M 105/19 vom 05.08.2019 gegeben hat und der die Grundlage für die Schwerpunkte der Stadtentwicklung bildet. Die politischen Ziele "Gesellschaftliche Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger stärken ", "Diskriminierung und Ausgrenzung beseitigen ", "Chancen der Digitalisierung nutzen" und "Wirtschaftliche Entwicklung nach der Corona-Krise fördern" werden abgedeckt. Es geht um das Initiieren von Lernanlässen, das geprägt ist durch Freiwilligkeit, Interessens- und Lebensweltorientierung, das Generieren neuer Erfahrungen, das Erleben von Erfolg sowie das Arbeiten als Teil einer Gemeinschaft. Dies ist im schulischen Kontext sowie im Fortbildungsbereich bisher kaum abgedeckt. Auch Innovation und Wirtschaft profitieren von Austausch, Interdisziplinarität und Kreativität. Die Offenheit der Ausgestaltung bietet darüber hinaus viele Möglichkeiten, die dem Gemeinwohl dienen können: Die öffentliche Hand kann etwa städtisch relevante Fragestellungen platzieren und innovative Lösungen für städtische Anwendungen erproben. Darüber hinaus können sich städtische Teams in neuem Kontext präsentieren und Menschen für eine Arbeit etwa in städtischen IT-Positionen gewinnen. Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft, abnehmende Bindung und Vereinzelung machen Teilhabe, sozialen Zusammenhalt und kreative Tätigkeit gerade in einer Stadt zu einer besonderen Aufgabe. Digitale Kompetenzen sind in Zukunft nicht mehr verzichtbar. Vielen Menschen fehlt aber die Gelegenheit, in einer sicheren Umgebung entsprechende Erfahrungen zu machen. Das "Praxislabor Digitalisierung" soll als Anlaufstelle für Bürger: innen die Digitalisierung erlebbar machen und die gesamte Stadtgesellschaft dazu einladen, den Digitalisierungsprozess mitzugestalten. Durch verschiedene Workshops- und Veranstaltungsformate werden Diskussionen angeregt, die zu neuen Impulsen für die Verwaltung und Politik hinsichtlich der digitalen Gestaltung der Stadt Frankfurt am Main führen. In diesem Kontext erlaubt der offene Ort Einzelpersonen, aber auch Initiativen, Institutionen und Unternehmen Möglichkeiten, um sich weiterzubilden, aber auch, sich als Teil einer demokratischen Stadtgesellschaft zu erleben, die gemeinsam gestaltet werden kann.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. Juni 2023 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 17.07.2023 im Ausschusses für Personal, Sicherheit und Digitalisierung angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Mobilität und Smart-City
Sitzung 19 · 10.07.2023
TO I, TOP 17
Angenommen
Der Vorlage E 164 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDULinkeAfDFRAKTIONÖkoLinX-ELFBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie LINKE., AfD, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Ablehnung)

Ausschusses für Personal, Sicherheit und Digitalisierung
Sitzung 19 · 17.07.2023
TO I, TOP 24
Angenommen
Der Vorlage E 164 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDULinkeAfDBFF-BIGÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie LINKE., AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

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