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Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.03 Integration und Antidiskriminierung

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
2 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Der Etatantrag sieht vor, 50.000 Euro für die Konzeptionierung und Ausschreibung eines künstlerischen Wettbewerbes zur Errichtung eines Denkmals und einer Gedenktafel für die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau bereitzustellen. Ziel ist es, die Erinnerungskultur zu stärken und Rassismus sichtbar zu machen.

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Thema Kultur verfolgen

Antrag

Februar in Hanau Vorgang:

H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 46 vom 24.03.2023, Entwurf Haushalt 2023 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2023 - 2026. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 20.07.2023, § 3563 , dokumentiert.

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

In den Haushaltsplan 2023 werden einmalig 50.000 Euro für die Konzeptionierung und die Ausschreibung eines künstlerischen Wettbewerbes eingestellt, um ein künstlerisches Denkmal und eine Gedenktafel für die Ermordeten des Anschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau zu realisieren und einen geeigneten Gedenkort auszumachen. Für die Konzeptionierung und Ausschreibung sowie Durchführung des Wettbewerbs wird die Stabsstelle Antidiskriminierung beauftragt. Dabei sollen die Angehörigen und Überlebenden des Anschlags in den Prozess einbezogen werden. Die künstlerische Auslobung soll sich insbesondere auf Künstler*innen mit Rassismuserfahrungen/Migrationsgeschichte beziehen. Bei der Konzeptionierung sollen digitale Elemente der Erinnerungskultur ebenfalls Berücksichtigung finden. Das Denkmal und die Gedenktafel sollen spätestens bis zum Jahrestag des Anschlags des 19. Februars 2026 eingeweiht werden. Der Betrag wird dem Haushalt zugesetzt.

Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2023 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.

Begründung

Nicht umsonst lautet die erste Forderung der Initiative 19. Februar und der Angehörigen "Erinnerung - Gerechtigkeit - Aufklärung - Konsequenzen." Erinnerungskultur soll uns mahnen, den Betroffenen zu gedenken, uns stets vor Augen zu halten, dass Rassismus morden kann und die schreckliche Tat in unserer unmittelbaren Nachbar*innenschaft niemals in Vergessenheit gerät. Wir stehen in der Verantwortung, Rassismus sichtbar zu machen, beim Namen zu nennen und nicht nur auf die Biografien der Täter*innen zu schauen, sondern die Betroffenen in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft zu rücken. Nicht nur geografisch als Nachbarstadt Hanaus, sondern auch als Stadt mit Einwohner*innen mit internationalen Bezügen wollen wir unserer Verantwortung nachkommen und Menschen eine Möglichkeit zum Gedenken geben. Dem wollen wir nachkommen, indem wir die Orte des Erinnerns ausbauen, um an sie als Personen und Mitmenschen unserer Gesellschaft zu erinnern und Rassismus auch in Zukunft klar und geschlossen entgegenzutreten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. Juni 2023 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 13.07.2023 im Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport
Sitzung 19 · 13.07.2023
TO I, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage E 13 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIG
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE. Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Annahme) Protokollerklärung der BFF-BIG Fraktion: "Ablehnung, da die Errichtung eines solchen Mahnmals zunächst in Hanau erfolgen sollte. Die Stadt Frankfurt kann die Umsetzung eines solchen Vorhabens durch die Stadt Hanau ggf. finanziell unterstützen."

Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
Sitzung 19 · 13.07.2023
TO I, TOP 16
Angenommen
Der Vorlage E 13 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIGÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) Protokollnotiz BFF-BIG: "Die Vorlage E 13 wird abgelehnt, da die Errichtung eines solchen Mahnmals zunächst in Hanau erfolgen sollte. Die Stadt Frankfurt kann die Umsetzung eines solchen Vorhabens durch die Stadt Hanau ggf. finanziell unterstützen." Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)

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