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Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.03 Integration und Antidiskriminierung

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
2 SitzungenAngenommen

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat möge prüfen und berichten, wie für den Verein Forward for Women e. V. zusätzlich jährlich 110.000 Euro für die Schaffung von zwei Stellen in den Haushalt 2023 eingestellt und verstetigt werden können. Die Mittel sollen wie folgt aufgeteilt werden: Projekt Koordinatorin oder Koordinator | 70.000 Euro Sozialpädagogische Fachkraft | 40.000 Euro Über die Umsetzung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2022 jeweils halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht nach Produktgruppen.

Begründung

Der Verein Forward for Women e. V. setzt sich für die Beendigung traditioneller Formen von ritueller Gewalt ein. Seit 1998 leistet Forward for Women e. V. in Frankfurt und Umgebung psychosoziale Begleitung für Migrantinnen, die weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, kurz FGM) erleiden mussten, HIV-positiv sind, zwangs- oder frühverheiratet wurden oder andere Formen sexualisierter Gewalt erlebt haben. Mediale Aufmerksamkeit für verschiedene Formen der sexuellen Repression - darunter eben auch die weibliche Genitalverstümmelung - und den Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität wurde nicht zuletzt durch den Dokumentarfilm #Female Pleasure geschaffen. Ein besonderer und einzigartiger Ansatz des Vereins Forward for Women e. V. ist der Einbezug und die Arbeit mit Männern, um häusliche und sexualisierte Gewalt zu verhindern. Dafür wurde das Projekt "Saraba" ins Leben gerufen, welches sich sowohl an die afrikanische Community als auch an Geflüchtete wendet. Ziel des Vereins ist es, Migrant*innen und Geflüchtete zu stärken, sie bei akuten Gewalterfahrungen und -Bedrohungen zu unterstützen und zu beraten. Dazu führt Forward for Women e. V. Schulungen und Diskussionsrunden in der Community und auch in Flüchtlingseinrichtungen durch. In der Gewaltprävention werden Männer einbezogen und nicht als potenzielle Täter betrachtet, sondern als Verbündete und als Teil der Lösung verstanden. Denn nur gemeinsam mit allen Geschlechtern ist ein Umdenken in der Gesellschaft zu erreichen. Das Projekt dient dazu, Frauen- und Männerrollen sowie Mutter- und Vaterrollen neu zu definieren. Die Leitlinien von Forward for Women e. V. orientieren sich an der Istanbul Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Bislang wurde der Verein über das WIR Programm des Land Hessens gefördert. Diese Förderung läuft nun aber aus. Damit der Verein seine essenzielle Arbeit fortzuführen kann, wird geprüft, ob die Stadt Frankfurt hier helfen kann.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. Mai 2022 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 02.06.2022 im Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 8 · 24.05.2022
TO I, TOP 6
Beraten
Der Verein Forward for Women e. V. setzt sich für die Beendigung traditioneller Formen von ritueller Gewalt ein. Seit 1998 leistet Forward for Women e. V. in Frankfurt und Umgebung psychosoziale Begleitung für Migrantinnen, die weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, kurz FGM) erleiden mussten, HIV-positiv sind, zwangs- oder frühverheiratet wurden oder andere Formen sexualisierter Gewalt erlebt haben. Mediale Aufmerksamkeit für verschiedene Formen der sexuellen Repression - darunter eben auch die weibliche Genitalverstümmelung - und den Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität wurde nicht zuletzt durch den Dokumentarfilm #Female Pleasure geschaffen. Ein besonderer und einzigartiger Ansatz des Vereins Forward for Women e. V. ist der Einbezug und die Arbeit mit Männern, um häusliche und sexualisierte Gewalt zu verhindern. Dafür wurde das Projekt "Saraba" ins Leben gerufen, welches sich sowohl an die afrikanische Community als auch an Geflüchtete wendet. Ziel des Vereins ist es, Migrant*innen und Geflüchtete zu stärken, sie bei akuten Gewalterfahrungen und -Bedrohungen zu unterstützen und zu beraten. Dazu führt Forward for Women e. V. Schulungen und Diskussionsrunden in der Community und auch in Flüchtlingseinrichtungen durch. In der Gewaltprävention werden Männer einbezogen und nicht als potenzielle Täter betrachtet, sondern als Verbündete und als Teil der Lösung verstanden. Denn nur gemeinsam mit allen Geschlechtern ist ein Umdenken in der Gesellschaft zu erreichen. Das Projekt dient dazu, Frauen- und Männerrollen sowie Mutter- und Vaterrollen neu zu definieren. Die Leitlinien von Forward for Women e. V. orientieren sich an der Istanbul Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Bislang wurde der Verein über das WIR Programm des Land Hessens gefördert. Diese Förderung läuft nun aber aus. Damit der Verein seine essenzielle Arbeit fortzuführen kann, wird geprüft, ob die Stadt Frankfurt hier helfen kann.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Sonstige:
BFF-BIG (Annahme)FRAKTION (Annahme)
Abstimmung im Original

Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme)

Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
Sitzung 8 · 02.06.2022
TO I, TOP 14
Angenommen
Der Vorlage E 12 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltBFF-BIGFRAKTION
Ablehnung:
CDU
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen CDU (= Annahme mit der Maßgabe, dass die Ausgabe aus vorhandenen Mitteln zu leisten ist und ein jährlicher Bericht erfolgt) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Bericht: Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Vorlage E 12 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen CDU (= Annahme mit der Maßgabe, dass die Ausgabe aus vorhandenen Mitteln zu leisten ist und ein jährlicher Bericht erfolgt)

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