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Förderung des sozialen Zusammenlebens im Stadtteil sowie der klimaneutralen Stadt für gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte

Vorlagentyp: B
0 Wochen bis zur Antwort2 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Bericht beschreibt die fortschreitenden Schritte zur Förderung gemeinschaftlicher Wohnprojekte im Stadtteil, insbesondere die bevorstehenden Verträge der ABG Frankfurt Holding GmbH. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die vertraglichen Basis für die Förderungsansprüche zu schaffen und die Entwicklung klimaneutraler Wohnprojekte voranzutreiben.

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Bericht

Beschäftigungssituation von Menschen mit Schwerbehinderung bei der Stadtverwaltung Frankfurt am Main im Jahr 2024

Quote weiterhin hoch - bei sinkender Tendenz

Die Arbeitgeberin Stadt Frankfurt am Main beschäftigte im Jahr 2024 durchschnittlich 9,32 Prozent schwerbehinderte Menschen und ihnen gleichgestellte Personen. Dies übertrifft die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 5 Prozent deutlich. Dennoch ist damit im Vergleich zu den Vorjahren eine sinkende Tendenz zu verzeichnen: In diesem Jahr wurde die in den letzten Jahren sehr stabile Marke von zehn Prozent erstmals unterschritten.

Deutschlandweit ist 2024 eine rückläufige Quote bei den Arbeitgebern zu verzeichnen.

Die Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderung hat sich insgesamt verschlechtert, wie die nachfolgende Grafik anhand der Arbeitslosenzahlen aufzeigt.

Arbeitslosenzahl von Menschen mit Behinderung von 2019 bis 2024

Quelle: Inklusionsbarometer "Aktion Mensch" von November 2024

Einsatz für eine inklusive Gesellschaft

Für eine inklusive Gesellschaft ist es unerlässlich, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt und selbstbestimmt am Arbeitsleben teilhaben können. Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs ist es auch wirtschaftlich klug und wichtig, Menschen mit Behinderungen dabei zu unterstützen, einer erfüllenden Erwerbsarbeit nachzugehen. Das am 01.01.2024 in Kraft getretene Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes setzt hier an und unterstützt mit verschiedenen Instrumenten, mehr Menschen mit Behinderung in reguläre Arbeit zu bringen und auf Arbeitsplätzen zu halten. Eine Trendumkehr auf dem Arbeitsmarkt zeichnet sich jedoch bisher noch nicht ab.

Die Arbeitgeberin Stadt Frankfurt am Main setzt sich kontinuierlich für eine inklusive Gesellschaft ein. Sie hat in ihren Inklusionsrichtlinien verankert, die Quote von zehn Prozent dauerhaft stabil zu halten. In diesem Sinne werden bereits jetzt Strategien entwickelt, um die Inklusion und die Beschäftigungsquote langfristig zu stärken. So wird im Rahmen der bestehenden temporären Ziele der laufenden Legislatur der Gesamtschwerbehindertenvertretung ein inklusiver Workshop mit den relevanten betrieblichen Akteur:innen gestaltet, um die Inklusionsrichtlinien auf den Prüfstand zu stellen. Die Richtlinien bilden die Grundlage bzw. die Rahmenbedingungen, um Inklusion bei städtischen Arbeitsplätzen in allen Ämtern und Betrieben aktiv zu gestalten.

Im Vergleich zu anderen Arbeitgebenden liegt die Stadt Frankfurt am Main trotz sinkender Tendenz weiterhin mit deutlichem Abstand über dem gesetzlichen Minimum von 5 Prozent und gehört damit zu dem geringeren Anteil an Arbeitgebenden, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, wie die nachfolgenden Statistiken der Agentur für Arbeit zeigen.

Auszüge aus dem Bericht "Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen 2024" der Agentur für Arbeit

  • Die Erwerbsbeteiligung schwerbehinderter Menschen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren lag mit einer Erwerbsquote von 51,4 Prozent im Jahr 2022 deutlich niedriger als bei der nicht-schwerbehinderten Bevölkerung.
  • Die Arbeitsmarktentwicklung für schwerbehinderte Menschen wird weniger durch die Konjunktur und stärker durch rechtliche Rahmenbedingungen und die demografische Entwicklung beeinflusst.
  • 2024 waren durchschnittlich 175.000 schwerbehinderte Menschen arbeitslos (+10.000 im Vergleich zu 2023). Ihre Arbeitslosenquote lag bei 11,6 Prozent
  • Arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung sind gut qualifiziert: Anteilig finden sich bei schwerbehinderten Arbeitslosen etwas mehr Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung als bei nicht-schwerbehinderten Arbeitslosen.
  • Schwerbehinderten Arbeitslosen gelingt es trotzdem seltener als nicht-schwerbehinderten, eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen

Entwicklung der Schwerbehindertenquote im Kreis Frankfurt am Main

Leider liegen von der Bundesagentur für Arbeit noch keine Zahlen für 2024 vor.

Bereits für 2023 ist insgesamt, bei den privaten- und öffentlichen Arbeitgebern, eine niedrigere Quote als im Vorjahr zu vermerken. Mit einer Verbesserung für das Berichtsjahr ist nicht zu rechnen.

*Quelle: derzeit aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Gebietsstand April 2025, Berichtsjahr 2023 Kreis Frankfurt am Main

Maßnahmen zur Sicherung der Teilhabe und des Arbeitsplatzes in 2024

Zwei besondere bauliche Maßnahmen sind hier hervorzuheben: Der barrierefreie Umbau von Fenstern im Kakteenschau- und Anzuchthaus des Palmengartens, mit einer Bezuschussung durch den Landeswohlfahrtsverband Hessen,

von 181.730,61 €.

Der barrierefreie, rollstuhlgerechte Umbau eines Bürogebäudes der Kita Frankfurt, mit einer Bezuschussung durch den Landeswohlfahrtsverband Hessen, von 214.263,59 €.

Weiterhin wurden im Berichtsjahr 74 schwerbehinderte Mitarbeitende mit unterstützenden Maßnahmen vom Personal- und Organisationsamt betreut und mit einem breit gefächerten Angebot von Hilfsmitteln technischer Art und zu beantragender Hilfen nach dem SGB IX § 185 unterstützt. Auszugsweise werden im Folgenden im Berichtsjahr realisierte Maßnahmen zur Inklusion vorgestellt. Sie wurden zu einem großen Teil vom Integrationsamt bezuschusst wie zum Beispiel: - Arbeitsbezogene Hörgerätesysteme (ICP) zur Verbesserung der Kommunikation sowie Erhöhung der Sicherheit am Arbeitsplatz und der Arbeitseffizienz

- Individuelle behindertengerechte Bürostühle

- Einhandtastaturen und spezielle Büroausrüstungen

- Spracheingabeprogramme und behindertengerechte Software-Lösungen

- Großbildschirme, Leselupen und Zubehör

- Bereitstellung eines Tischkühlschrankes zur erforderlichen Kühlung von Insulin

- Diverse Antragstellungen zur Abgeltung von außergewöhnlichen Belastungen der Ämter und Betriebe

Auswahl und Bereitstellung von Fremdleistungen

- Kurzfristiger Einsatz von Gebärdendolmetschenden

- Organisieren von besonderen Schulungen in Zusammenarbeit mit Rehabilitationsträgern und Firmen

- Anmieten von Parkflächen für Menschen mit besonderen Behinderungen

- Organisation von Gebärdensprachkursen und Einführungen in die Gebärdensprache in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Gehörlose in Frankfurt am Main für einzelne Ämter als Inhouse Schulung

Unkomplizierte Antragsverfahren für unterstützende Maßnahmen

Die Stadtverwaltung Frankfurt am Main erleichtert ihren Mitarbeitenden mit Schwerbehinderung auch die Beantragung notwendiger Unterstützung durch klare Verfahren: - Anträge zu baulichen Veränderungen in den Ämtern und Betrieben, wie beispielsweise die barrierefreie Öffnung von Brandschutztüren.

- Anträge auf Beschäftigungssicherungszuschüsse beim Landeswohlfahrtsverband für Mitarbeitende, deren Leistungsfähigkeit sich verändert hat.

- Die Abwicklung sämtlicher Antragsverfahren bei Rehabilitationsträgern.

Kompetente Beratung zur Arbeitsplatzausstattung als Voraussetzung für einen inklusiven Arbeitsplatz

- Das Personal- und Organisationsamt bietet umfassende Beratungen an, auch direkt vor Ort am Arbeitsplatz.

- Es wird sorgfältig nach der bestmöglichen Hilfsmittelversorgung recherchiert.

- Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen zur Beschaffung der benötigten Hilfsmittel ist gewährleistet

Ausbildung und Studium mit Blick in die Zukunft

Im Berichtsjahr befanden sich 16 schwerbehinderte junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis bei der Arbeitgeberin Stadt Frankfurt am Main. Um ein wirklich inklusives Arbeits- und Lernumfeld zu schaffen, werden jedes Jahr umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören: - Sorgfältige Barrierefreiheitsprüfungen.

- Die Bereitstellung und Beantragung der notwendigen technischen Ausstattungen.

- Beratungen und eine enge Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam.

- Eine enge Zusammenarbeit mit externen Kooperationsstellen.

Unterstützende Maßnahmen werden stets individuell und flexibel gestaltet. Ein respektvoller und vertrauensvoller Umgang bildet dabei die Grundlage, um den Nachwuchskräften einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu ermöglichen und eine zukunftsorientierte Perspektive zu entwickeln.

Weiterbildung mit Weitblick: "Hallo Freiheit"

Ein gutes Beispiel für das Engagement der Arbeitgeberin ist die Weiterbildung in der Ausstellung "Hallo Freiheit" - Barrierefreiheit und unsere Welt mit Taubheit und Schwerhörigkeit, an der die Vertretungen der schwerbehinderten Mitarbeitenden und Vertretungen aus dem Personalbereich teilnahmen. Im April des Berichtsjahres organisierte das Betriebliche Gesundheitsmanagement mit Unterstützung der Gesamtschwerbehindertenvertretung diesen Besuch. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und stieß auf großes Interesse. Der anschließende Austausch von Erfahrungen ist den Schwerbehindertenvertretungen bei ihrer wertvollen Arbeit sehr zugutekommen.

Haushaltsansatz

Der Ansatz für laufende Kosten (wie Bauunterhaltungsmaßnahmen, Dienstleistungen oder Materialaufwand) im Ergebnishaushalt sowie das zur Verfügung stehende Budget für den Erwerb von beweglichem Vermögen im Finanzhaushalt ist ausreichend, um den Bedarfen gerecht zu werden.

Aussicht

Die Stadt Frankfurt am Main wird ihr vielseitiges Engagement zur Inklusion schwerbehinderter Menschen auch weiterhin mit Nachdruck verfolgen. Im Angesicht demografischer Veränderungen werden die Strategien zur Fachkräftesicherung fortschreitend optimiert, wobei dem wertvollen Potenzial von Menschen mit Behinderungen eine besondere Bedeutung zukommt. Im Rahmen der temporären Ziele der Inklusionsvereinbarung werden die städtischen Rahmenbedingungen überprüft, um diese den aktuellen Bedarfen und Entwicklungen anzupassen.

Eine diesen Bericht ergänzende Stellungnahme der Gesamtschwerbehindertenvertretung ist als Anlage 2 beigefügt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. August 2025 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 38 · 04.09.2025
TO I, TOP 31
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 279 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPBFF-BIGAfDVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION

Ausschusses für Personal, Sicherheit und Digitalisierung
Sitzung 38 · 15.09.2025
TO I, TOP 36
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 279 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPBFF-BIGAfDVolt
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELF
Sonstige:
FRAKTION (Kenntnis)Stadtv. Bäppler-Wolf (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG, AfD und Volt gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Kenntnis)

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