Römer

Betreuungssituation für Grundschulkinder an den Grundschulen am Riedberg

25.02.2013
(27.03.2013)
Verantwortlich: CDU, GRÜNE, SPD

Betreuungssituation für Grundschulkinder an den Grundschulen am Riedberg

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, die kurz- und längerfristige Planung der Stadt Frankfurt zur bedarfsgerechten Bereitstellung von Hort- und/oder ESB-Plätzen für Grundschulkinder sowie zur Realisierung des Profils II an der ersten Grundschule Riedberg, und damit der Schaffung weiterer Betreuungsplätze, darzustellen. Dazu sollen u.a. die Anregungen der Elterninitiative Hortplätze aus dem Brief an Frau Dezernentin Sarah Sorge vom 13.01.2013 sorgfältig geprüft werden.

Die Erhebungen der Hortinitiative Riedberg unter den Eltern am Riedberg haben in den vergangenen 3 Jahren einen Bedarf von > 80 % an Hort/ESB-Plätzen ergeben.

Jahr

2010

2011

2012

Bedarf an Plätzen absolut

66

83

110

Erstklässler

83

100

120

Bedarf an Plätzen in %

79,5

83,0

91,7

Dieser überdurchschnittliche Bedarf begründet sich in der strukturellen Besonderheit des Neubaugebiets Riedberg. Zum einen erfordern die Grundstücks- und Immobilienpreise der vergangenen Jahre in ca. 90 % der Familien eine doppelte Berufstätigkeit. Zum anderen existiert hier keine gewachsene Bevölkerungsstruktur, in der die ältere Generation die Betreuung der Kinder zeitweise übernehmen könnte.

Viele Familien haben besonders aufgrund der hohen Versprechungen der Hessenagentur (HA) hinsichtlich der Betreuungsangebote den Erwerb der Immobilie getätigt. Riedberg ist ideal für Familien mit Kindern ist ein viel genannter Slogan der HA. Auszug aus Riedberg Panorama Februar 2006, Herausgeber: HA Stadtentwicklungsgesellschaft mbH SEG: "Mehr Kita-Plätze - Es ist ein typisches Merkmal für Riedberg, dass es stets genügend Betreuungsplätze für Kinder gibt. Dazu werden parallel zu den Wohngebieten Kindertagesstätten geplant und gebaut."

Darüber hinaus glauben die Eltern eine sichere Betreuung in der Grundschule zu erhalten, da diese als Ganztagsschule beworben wird. Dabei wird aber nicht darauf hingewiesen, dass unterschiedliche Profile von Ganztagsschulen bestehen.

Die schnell wachsende Bevölkerungsstruktur erfordert viel Flexibilität seitens der Hessenagentur und der Stadt Frankfurt. So war der Frankfurter Neuen Presse vom 05.02.2013 zu entnehmen, dass die 2. Grundschule am Riedberg bereits kurz nach der Feier des Richtfestes um einen Anbau erweitert werden soll, damit die Grundschule 520 statt ursprünglich geplant 400 Grundschulkinder aufnehmen kann.

Diese Flexibilität zeigt sich derzeit nicht in der Schaffung der Betreuungsplätze der Grundschulkinder. Zusätzlich zu den Betreuungsplätzen, die momentan den beiden Grundschulen zuzuordnen sind, sind nach jetzigem Kenntnisstand keine weiteren Plätze in Planung. Und das, obwohl die Betreuungsplätze sowohl an der 1. Grundschule als auch an der künftigen 2. Grundschule weder dem derzeitigen städtischen Betreuungsgrad von 65 %, noch den Bedarf der Riedberger Eltern von > 80% abdecken.

Der FNP vom 14.03.2013 (Defizit wird noch größer) ist weiter zu entnehmen, dass die Bebauung am Riedberg mit aller Kraft vorangetrieben werden soll. Um weiterhin junge Familien für den Riedberg zu interessieren, sollte es von Vorteil sein, eine bedarfsdeckende Betreuungssituation auch für Grundschulkinder zu schaffen. Denn es ist Familien nicht verständlich, dass zwar eine Kinderbetreuung bis zum Eintritt in die Grundschule gewährleistet ist, nicht aber für Grundschüler nach dem Regelunterricht.

Die Betreuungsmöglichkeiten für Grundschulkinder am Riedberg sind derzeit noch nicht ausgeschöpft, wie aus dem Brief der Hortinitiative Riedberg an Frau Sorge vom 13.01.2013 ersichtlich ist, der dem Dezernat IV Bildung und Frauen sowie den Mitgliedern des Ortsbeirats 12 vorliegt. Hier ist die Kreativität seitens des Stadtschulamtes gefragt, Ideen in die Realität umzusetzen.

Neben der Möglichkeit zur Verbesserung der Betreuungssituation für Grundschulkinder am Riedberg besteht derzeit die Möglichkeit das Profil 2 für die 1. Grundschule zu beantragen, das der Betreuung in Hort bzw. ESB zumindest während der Schulzeit äquivalent ist. Baulich ist die 1. Grundschule dafür ausgelegt, so dass hier zu prüfen ist, wann die 1. Grundschule einen Antrag zum Erhalt des Profils 2 beim Land Hessen stellen kann.

19. Sitzung des OBR 12 am 15.03.2013, TO I, TOP 8

Jahr

2010

2011

2012

Bedarf an Plätzen absolut

66

83

110

Erstklässler

83

100

120

Bedarf an Plätzen in %

79,5

83,0

91,7

,

Beschluss:

Anregung an den Magistrat OM 2075 2013

1.

Die Vorlage OF 212/12 wird durch die Annahme der Vorlage OF 221/12 für erledigt erklärt.

2.

Die Vorlage OF 221/12 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Abstimmung:

zu 1.

Einstimmige Annahme

zu 2.

Einstimmige Annahme

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