Römer

Kurzstreckenflüge auf die Schiene verlagern

02.04.2013
(25.04.2013)
Verantwortlich: GRÜNE

Kurzstreckenflüge auf die Schiene verlagern

Der Ortsbeirat bittet den Magistrat, zu untersuchen, welche Möglichkeiten bestehen, Kurzstreckenflüge vom und zum Flughafen Frankfurt auf die Schiene zu verlagern. Unter Kurzstreckenflügen sollen hier Flugziele bis 400 km Entfernung verstanden werden. Dazu sollen folgende Fragen beantwortet werden:

1. Wieviele Kurzstreckenflüge finden jährlich statt zu Zielen, die die Bahn in unter zwei, unter vier bzw. über vier Stunden Fahrzeit bedienen kann? Wieviele Passagiere werden transportiert?

2. Wievele Fluggäste könnte die Bahn rechnerisch beim jetzigen Bahnfahrplan auf ihren freien Kapazitäten befördern?

3. In welcher Größe könnte die Bahn zusätzliche Kapazität durch Bereitstellung zusätzlicher Zugfahrten auf dem bestehenden Bahnstreckennetz erzeugen?

4. Kann beziffert werden, wieviele Kurzstreckenflüge aus touristischen und wieviele aus geschäftlichen Gründen absolviert werden?

5. Wie hoch ist der Anteil der Fluggäste auf Kurzstreckenflügen, die Frankfurt nur als Zwischenstopp ansteuern?

6. Können auf Grund bestehender Gesetze Kurzstreckenflüge untersagt werden?

6.1 Wenn ja, wer könnte ein solches Verbot aussprechen?

6.2 Wenn nein, welche gesetzlichen Grundlagen müssten dafür geschaffen werden?

7. Welche unerwünschten Nebeneffekte könnte ein Verbot von Kurzstreckenflügen nach sich ziehen?

8. Zu welchen Destinationen sind künftig durch Streckenneu- oder -ausbau kürzere Bahnreisezeiten zu erwarten?

9. Welche anderen Maßnahmen können dazu beitragen, den Modalsplit zugunsten der Bahn zu verbessern?

Seit der Eröffnung der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen hat das Thema Lärmreduzierung und damit die Kapazitätsbeschränkung eine neue Dynamik erhalten. Dabei ist der Wunsch, Kurzstreckenflüge zu verlagern, nicht neu. Die Fluggesellschaften selbst sehen die Bahn in diesem Bereich offenbar nicht als Konkurrenz, da immer wieder geäußert wird, dass dieses Segment ein Zuschussgeschäft sei. Es gilt daher zu untersuchen, aus welchen Gründen die Bahn bisher so wenig Marktanteil im Kurzstreckensegment gewonnen hat.

Ziele, die die Bahn in unter zwei Stunden erreichen kann, werden im Allgemeinen nicht mehr von Luftverkehrsgesellschaften bedient. Dagegen erzielt die Bahn bei Fahrzeiten von vier Stunden oft nur 50 Prozent Marktanteil. Demnach ist die Reisezeit für den Modalsplit zwischen Bahn und Flugzeug ausschlaggebend. Andere Aspekte wie leichterer Zugang, günstigere Tarife, höhere zeitliche Verfügbarkeit scheinen dem gegenüber in den Hintergrund zu treten.

Angesichts des hohen Leidensdrucks durch den Fluglärm muss auch über Flugverbote nachgedacht werden. Das Wochenendfahrverbot für Lkw auf Autobahnen ist ja auch unumstritten.

20. Sitzung des OBR 5 am 19.04.2013, TO I, TOP 24

Beschluss:

Anregung an den Magistrat OM 2151 2013

Die Vorlage OF 572/5 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Abstimmung:

Annahme bei Enthaltung SPD

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