Römer

Kinder-Jugend-Elternberatung Höchst weiter finanzieren!

01.05.2013
(22.05.2013)
Verantwortlich: GRÜNE

Kinder-Jugend-Elternberatung Höchst weiter finanzieren!

Der Ortsbeirat möge beschließen,

der Magistrat wird gebeten, die Kinder-Jugend-Eltern-Beratungsstelle in Höchst auch weiterhin finanziell so zu unterstützen, dass der Betrieb im bisherigen Umfang aufrecht erhalten werden kann.

Die Beratungsstelle bietet seit Jahrzehnten Hilfen bei Problemen von Kindern, Jugendlichen und Familien. Es kann dabei um Schulprobleme, Probleme im Sozialverhalten, Konflikte in der Familie und viele andere Probleme gehen. Die Arbeit der Beratungsstelle hat sich über die Jahre hinweg sehr bewährt, und viele andere Einrichtungen der Jugendarbeit werden in ihren Angeboten dadurch unterstützt, dass bei bestimmten Problemen auf die Beratungsstelle weiter verwiesen werden kann.

Das Team der Beratungsstelle Höchst ist mit drei hauptamtlichen Fachkräften der Fachrichtungen Psychologie, Pädagogik (Kinder- und Jugendlichentherapie) und Soziologie besetzt. Die Fachkräfte verfügen neben ihrer Grundausbildung über beraterisch-therapeutische Zusatzqualifikationen (Gesprächspsychotherapie, klientenzentrierte Gesprächsführung, systemische Familientherapie) und spezifische Kompetenzen für Problemlagen wie z.B. Krisen und Kriseninterventionen und Trennungs- und Scheidungskonflikte. Dazu gehört auch das Wissen und die Erfahrung zur Arbeit mit Zielgruppen wie Alleinerziehenden, Stiefeltern, ausländischen Familien. Die Beratungsstelle Höchst verfügt also über eine hohe fachliche Kompetenz.

Die Beratungsstelle ist nicht nur für Höchst zuständig, sondern deckt den Bedarf der meisten westlichen Stadtteile ab.

Wie der Stadtteilarbeitskreis Höchst mitteilt, hat der Träger der Beratungsstelle (der städtische Betrieb Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt am Main) beschlossen, die Beratungsstelle zum Juli des Jahres aufzulösen. Alleiniger Grund seien Sparmaßnahmen, da der Betrieb trotz gestiegener Kosten keine Anpassung der Zuschüsse von der Stadt erhält.

Der Stadteilarbeitskreis Höchst, an dem praktisch alle Institutionen teilnehmen, die in Höchst soziale Arbeit leisten, protestiert sehr deutlich gegen diesen Schließungsbeschluss, und der Ortsbeirat 6 kann den Institutionen, die hier eine schwierige und wichtige Arbeit leisten, nur zustimmen. Hier wird an der falschen Stelle gespart! Die Probleme, die bisher in der Beratungsstelle gelöst wurden, werden nun an anderer Stelle aufbrechen und für die Allgemeinheit wesentlich höhere Kosten verursachen, als wenn sie präventiv gelöst worden wären.

Angesichts der Tatsache, dass die Stadt Frankfurt vor einigen Jahren die Gewerbesteuern abgesenkt hat und eine Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung sich weigert, diese Absenkung rückgängig zu machen, bekommt das hier deutlich werdende Sparen zu Lasten wichtiger sozialer Arbeit einen besonders üblen Beigeschmack.

21. Sitzung des OBR 6 am 16.05.2013, TO I, TOP 23

Beschluss:

Anregung an den Magistrat OM 2215 2013

Die Vorlage OF 710/6 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Abstimmung:

Einstimmige Annahme

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