Römer

Nichts hält so lange, wie ein Provisorium " umfassende Verkehrsleitplanung für Bergen-Enkheim vor Beginn der Bauarbeiten im Neubaugebiet "Leuchte"

22.04.2013
(23.05.2013)
Verantwortlich: FREIE WÄHLER

Nichts hält so lange, wie ein Provisorium - umfassende Verkehrsleitplanung für Bergen-Enkheim vor Beginn der Bauarbeiten im Neubaugebiet "Leuchte"

Präambel:

Das kurz vor der Bebauung stehende Neubaugebiet "Leuchte" wurde bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geplant. Die unzureichende verkehrliche Erschließung dieses Neubaugebietes wurde bereits in den 70er Jahren mit dem damals baurechtlich sehr anfechtbaren Lückenschluß zwischen dem Ende der Leuchte an der Justizsiedlung und dem Fritz-Schubert-Ring zur Erschließung, des zur Zeit der Fertigstellung ebenfalls noch gar nicht baurechtlich genehmigten Schwimmbades gelegt. Der Lückenschluß nach Bergen wurde durch die Hangbrücke zwischen Fritz-Schubertring und "Im Sperber" bei der Erschließung des Baugebietes "Pfingstborn II" Anfang der 70er Jahre vollzogen, obwohl die "innerörtliche Verbindungsstraße" in der sehr schmalen Einbahnstraßen-Altstadtgasse "Röhrborngasse" mitten auf der Marktstraße, kurz vor dem Engpaß am Berger Rathaus endet. Im Laufe der Jahre hat sich diese, nach dem damaligen Romero-Plan vorläufige, heutige "Grundnetzstraßenverbindung" zu einem sehr viel genutzten Schleichweg entwickelt, der nur über die Röhrborngasse nach Norden abfließen kann. Das kann mit dem zu erwartenden Anliegerverkehr aus dem Neubaugebiet "Leuchte" und der geplanten Öffnung der Leuchte in die Borsigallee so nicht bleiben. Anbei zwei Fotos aus der Röhrborngasse.

Der Ortsbeirat wolle beschließen,

die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen,

der Magistrat wird beauftragt

für Bergen-Enkheim vor Beginn der Bauarbeiten zum Neubaugebiet "Leuchte" in Abstimmung mit dem Ortsbeirat 16 ein schlüssiges Verkehrskonzept für die Verkehrsleitplanung in Bergen-Enkheim zu erstellen, mit dem der Durchgangsverkehrs aus den Wohngebieten ferngehalten wird und insbesondere das Nadelöhr "Röhrborngasse" entlastet wird. Dabei ist auch zu klären, inwieweit die seit Jahrzehnten geplante Umgehungsstraße "Westumgehung Bergen-Enkheim/Ostumfahrung Seckbach" die Verkehrssituation im Frankfurter Osten auch unter Einbeziehung des zu erwartenden zusätzlichen Verkehrs mit dem Lückenschluß der A66/A661 entlasten könnte.

In Bergen-Enkheim beruht die Verkehrsleitung zum größten Teil auf Planungen aus den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Es gibt ein Netz von Einbahnstraße, das zum Teil nicht mehr sinnvoll ist und eher mehr Verkehr generiert als verhindert.

Es wurden große, zum Teil regelrecht abgeschottete Neubaugebiete, wie Am Rosenträger und Hinter den Obergärten erschlossen und bebaut, die den Anliegerverkehr vervielfacht haben, aber über den älteren Stadtkern erschlossen werden. Dazu kommen das Hessencenter und das Unterzentrum an der Victor-Slotosch-Straße, das am Ortsende gefangene Schwimmbad und die Riedschule, die alle sehr viel Verkehr generieren. Aller innerörtlicher Verkehr nach Norden wird über den steilen Neuen Weg, die noch steilere Röhrborngasse und die Leuchte/FritzSchubert-Ring/Röhrborngasse abgewickelt.

Dazu kommt der beständig zunehmende Schleichverkehr aus der Vilbeler Landstraße, um den Bogen um Bergen-Enkheim Richtung Norden abzukürzen und die vielen Ampeln zu umgehen. Es muss deshalb eine Lösung gefunden werden, um das wie in einem Sack durch das Naturschutzgebiet gefangene Enkheim vom Schleichverkehr zu entlasten, damit der Anliegerverkehr sinnvoll und lärmschonend abgewickelt und der Schleichverkehr aus Bergen-

Enkheim ferngehalten werden kann.

20. Sitzung des OBR 16 am 14.05.2013, TO I, TOP 9

Beschluss:

Die Vorlage OF 177/16 wird abgelehnt.

Abstimmung:

CDU, GRÜNE, WBE, SPD und Fraktionslos gegen FREIE WÄHLER (= Annahme)

1 Kommentar

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Es klingt so, als solle in den eher ruhigen Wohngebieten an der Leuchte sowie am Fritz-Schubert-Ring für noch mehr Ruhe gesorgt werden und wirklich der gesamte Verkehr innerhalb von Bergen-Enkheim über die Vilbeler Landstraße geschleust werden. Dass dort auch Menschen wohnen, die ohnehin schon stark von Verkehr belastet sein müssen, scheint bei den Überlegungen keine Rolle zu spielen. Die Vilbeler Landstraße und die untere Marktstraße sind die bei allen beliebten Rennstrecken des Stadtteils. Hier kann, vor allem nachts, gerast werden. Hier dröhnen bei Sonnenschein im zwei Minutentakt frisierte Harley Davidsons entlang. Früh morgens lässt der Auto-Dienst-West die Fensterscheiben vibrieren. Geschwindigkeits- oder Lärmkontrollen hat es noch nie gegeben. Auf der Marktstraße kann und wird seit dem Umbau schneller gefahren denn je. Ein hübsches Leuchtschild am Ortseingang beruhigt das Gewissen der Verantwortlichen, täuscht Anwohner aber nicht darüber hinweg, dass Bergen der Stadtteil ist, in dem das Auto noch den absoluten Vorrang genießt. Menschen kommen hier nicht vor. Überall wird durch die Tempo-30-Zonen gerast und alle Gehwege sind zugeparkt sodass Mütter mit Kinderwagen und Menschen mit Rollatoren auf die Fahrbahn ausweichen müssen, weil auf den Gehwegen kein Platz ist. Dies ist im Sperber so, im Schießgraben, im Klingenweg und Im Rosenträger sind die Gehwege längst fester Bestandteil des Parkraums. Und und und. Bitte, wo sollen Kindern, die aus gutem Grund noch nicht auf der Fahrbahn Radfahren dürfen, in Bergen Rad fahren? Der Weg zum Vilbeler Wald ist lebensgefährlich, was jedem, der ihn benutzt, schon lange klar ist. Der Weg zum Lohrberg ist innerhalbs Bergens zugeparkt und außerhalb wird dort rücksichtslos gerast. Die Zustände sind hier für Fußgänger und Kinder schlicht katastrophal und als Anwohner hat man bei jedem Bauvorhaben Angst, dass nachher alles noch viel schlimmer wird. Bestes Beispiel dafür ist die Marktstraße.

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