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Mikroklima durch mehr Freiflächen und vertikale Begrünung auf dem Kulturcampus Frankfurt verbessern, um einer weiteren Temperaturerhöhung im Bereich Bockenheim und Westend vorzubeugen

30.12.2013
(21.02.2014)

Mikroklima durch mehr Freiflächen und vertikale Begrünung auf dem Kulturcampus Frankfurt verbessern, um einer weiteren Temperaturerhöhung im Bereich Bockenheim und Westend vorzubeugen

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert:

A. In den Gebieten des Bebauungsplans sowie der neuen Bauareale und Gebäudeverdichtungen, z.B. wie Poseidon - und Triton - Hochhaus, Kreditanstalt für Wiederaufbau, in der Feuerbachstraße und weiteren Projekten in Bockenheim und Westend sind neue Klimauntersuchungen zu erheben. Es soll festgestellt, durch Maßnahmen im Bebauungsplan das laut Klimaplanatlas schlechte Mikroklima in diesem Gebiet nicht nur erhalten, sondern sogar verbessert werden kann.

B. Beim Bebauungsplan Campus Bockenheim soll durch Festschreibung folgender Manahmen das Mikroklima verbessert werden.

1. Erhöhung des Anteils von Grünflächen in dem Gebiet. Die vorgesehene sogenannte Landwehr als Grünes Band allein ist nicht ausreichend.

2. Im Bebauungsplan ist die sogenannte vertikale Begrünung (vertikale Gärten von Patrick Blanc) der Fassadenflächen festzuschreiben, um eine Wärmeaufnahme tagsüber und einer Abstrahlung der gespeicherten Wärme nachts vorzubeugen.

3. Es sollen Fassadenflächen festgesetzt werden, die eine Wärmeaufnahme tagsüber und einer Abgabe der gespeicherten Wärme nachts vorbeugen.

4. Reduktion der vorgesehenen Bruttogeschossfläche und gleichzeitiger Verzicht auf die vorgesehenen Hochhäuser.

5. Versiegelung des Gebietes aufheben und entsiegelte Flächen im Bebauungsplan festschreiben.

6. Begrünung von Dächern im Bebauungsplan festschreiben.

7. Die Sammlung des auf dem Gelände niedergehenden Regenwassers und die Benutzung des Regenwassers z.B. für Toilettenspülung oder für die Nutzung in Klimaanlagen soll festgeschrieben werden.

8. Die Bauten in dem Gebiet sollen ausschließlich im Passivhausstandard errichtet werden.

9. Noch notwendige Heizungsanlagen sollen ausschließlich als Blockheizkraftwerke errichtet werden.

10. Die für das Gebiet notwendigen Tiefgaragen sind durch Zufahrten ausschließlich über die Bockenheimer Landstrraße, Senckenberganlage und Robert Mayer Straße zu erschließen.

So heißt es auf der neuen Seite der Stadt Frankfurt mit dem Titel "Umweltfrankfurt.de" zum Thema Frankfurt im Klimawandel:

" Nach den derzeitigen Erkenntnissen wird der Klimawandel im Rhein-Main-Gebiet zu einem weiteren Anstieg der Jahresmitteltemperaturen führen. Die Anzahl der Sommertage (Tmax über 25 °C) sowie der heißen Tage (Tmax über 30 °C) wird zunehmen. Außerdem wird es zu Veränderungen bei den Niederschlägen kommen. Die Winter werden feuchter und die Sommer trockener, auch wenn die Gesamtniederschlagsmenge in etwa gleich bleibt. Gleichzeitig wird die Anzahl der über das Jahr eintretenden Unwetterereignisse zunehmen."

Und zum Thema Klimaplanatlas:

"Gebiete mit dichter Bebauung (rot) und die stark verdichteten Innenstadtbereiche (braun) zeigen durch ihre thermischen und lufthygienischen Defizite hohen bzw. sehr hohen Verbesserungsbedarf."

Da es sich bei den Stadtteilen Bockenheim und Westend um, laut Klimaplanatlas, stark verdichtete Stadtteile handelt, ist durch Ausweisung von mehr Freiflächen, Fassadenbegrünung sowie Aufhebung der Flächenversiegelung einer Verschlechterung des Klimas vorzubeugen und eine Verbesserung des Microklimas zu schaffen. Dergestalt war es in Frankfurt im Juli 2010 mit Höchsttemperaturen von mehr als 30 Grad über 2 Wochen hinweg (mitunter sogar 38 Grad C) ein Warnsignal für die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verbesserung des Microklimas.

So steht auf der Seite "www.gillout.com/archiv/wandelbar":

"Die platzsparenden Gesamtkunstwerke bieten neben den optischen Anreizen aber auch eine hervorragende Wärme- und Kälteisolation. Die biologische Artenvielfalt sorgt außerdem dafür, dass die zahlreichen Blätter, die Wurzeln und der gesamte Mikroorganismus die Funktion eines natürlichen Luftfilters übernehmen.

Somit können die bepflanzten Gebilde in Großstädten einen wichtigen Beitrag zur Luftreinigung übernehmen. Vor allem in Smog und Feinstaub belasteten Gebieten eine sinnvolle Investition zur Steigerung der Luft- und Lebensqualität. Sowohl vom physischen Standpunkt aus betrachtet als auch vom psychischen. Die begrünten Flächen sind einfach wunderschön anzusehen und verbreiten Wohlfühlatmosphäre pur."

Im Frühjahr 2014 soll nunmehr mit der Begrünung des längsten vertikalen Gartens rund um den Palmengarten begonnen werden.

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