Römer

Gender-Toiletten und -Parkplätze

19.11.2013
(26.02.2014)
Verantwortlich: FREIE WÄHLER

Gender-Toiletten und -Parkplätze

Der Ortsbeirat wolle beschließen:

Der Magistrat wird um Auskunft zu folgenden Fragen gebeten:

Wie kommt der Magistrat bezüglich Parkplätzen in Parkhäusern und Tiefgaragen der Forderung der EU nach, alle Bereiche des öffentlichen Lebens entsprechend dem "GenderMainstreaming" zu gestalten?

Wie kommt der Magistrat dieser Forderung bezüglich öffentlicher Toiletten nach?

Welche Kosten werden damit verbunden sein?

Wie wird die Förderung von Vereinen gerechtfertigt, in denen 100 % Frauen oder 100% Männer arbeiten? Wie schafft der Magistrat dadurch Gendergerechtigkeit?

Die Theorie des Gender-Mainstreaming" wurde maßgeblich von lesbischen Feministinnen entwickelt, allen voran Judith Butler, die im September 2012 in der Frankfurter Paulskirche den Adorno-Preis erhielt. Nach dieser Theorie nutzt es nichts, in die Unterhose zu blicken, um das eigene Geschlecht festzustellen, denn Geschlecht sei eine nur anerzogene, nur kulturell bestimmte Kategorie und nicht natürlich festgelegt. Anatomie ist ein soziales Konstrukt", sagt Judith Butler. Deshalb gebe es zahlreiche Geschlechter. Bislang sind sich mehr als hundert Gender-Forscherinnen (meist als Professorinnen lebenslang verbeamtet) noch nicht einig, ob es nur zehn (Mikula/Felbinger, Uni Graz) oder bis zu sechzehn Geschlechter seien. Eine Systematik entwickelte Emanuel Derman (FAZ, 18.02.2013, Seite 30).

Wenn Gendergerechtigkeit" sogar eine Kategorie des Haushaltsplans der Stadt Frankfurt ist -siehe Zuschüsse an Vereine und Verbände" - dann wird dies auch bei Parkhäusern und Toiletten wichtig sein. Die Einteilung in Damen / Herren" oder nur Frauenparkplätze" genügt dann nicht mehr. Zwar sollen in Berlin-Kreuzberg schon Dreifach-Toiletten eingerichtet werden (FAZ, 2.3.2013), aber bei bis zu sechzehn sozial konstruierten Geschlechtern sind logischer Weise auch sechzehn öffentliche Toiletten und sechzehn besondere Parkplätze in Parkhäusern und Tiefgaragen erforderlich. Nur so könnte man den Forderungen von Minderheiten gerecht werden. Wird der Magistrat hier Gendergerechtigkeit schaffen? Und in den Vereinen?

27. Sitzung des OBR 3 am 05.12.2013, TO I, TOP 24

Beschluss:

Die Vorlage OF 512/3 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Abstimmung:

Einstimmige Annahme

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