Römer

Zentrale Anmeldung für Frankfurter KiTas

Akualisiert 14.04.2011 10
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Um ein Kind in einer Frankfurter KiTa betreuen zu lassen, müssen die Eltern sich bei den einzelnen Einrichtungen einzeln anmelden – oft auch zu Tageszeit, zu denen es Angestellte recht schwer haben, rechtzeitig zu erscheinen. In den Einrichtungen wird man dann zumeist auf die übervolle Warteliste sowie die geringen Chancen aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, dass man sein Kind unbedingt auch bei anderen Einrichtungen anmelden sollte.

So ziehen einige Eltern in zeitaufwändigen Aktionen von Einrichtung zu Einrichtung und verlängern mit ihren (notgedrungenen) Mehrfachanmeldungen künstlich die Wartelisten. Der tatsächliche Bedarf an Plätzen wird damit vielfach überschätzt. Diese Praxis ist für die Verwaltung jeder einzelnen Einrichtungen sowie die Eltern aufwändig und erschwert den übergeordneten Institutionen sicherlich die Einschätzung des tatsächlichen Bedarfs an KiTa-Plätzen.

Wäre es nicht für alle Beteiligten sinnvoller, wenn es – zumindest für alle Einrichtungen eines einzelnen Betreibers, z.B. Stadt, Caritas, Kirche – eine zentrale Anmeldung für KiTa-Plätze in Frankfurt gäbe? Über ein solches zentrales Verfahren könnte für das Verteilungsverfahren mehr Transparenz geschaffen und die räumlichen sowie erzieherischen Präferenzen der Eltern besser berücksichtigt werden. Daneben könnten die übergeordnete Instanzen den tatsächlichen Bedarf für KiTa-Plätze besser einschätzen.

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10 Kommentare

etiennefrankfurt

Zwei Anmerkungen zu Ihren wichtigen Hinweisen unter "ABER":
1) Wie kann man nach Ihren Erfahrungen denn die tatsächliche spätere Motivation der Eltern bei solch kurzen Stippvisiten einschätzen?
2) Ist das Aussieben der von Ihnen beschriebenen "Problemfälle" aus grundsätzlichen sozialpolitischen Überlegungen nicht äußerst bedenklich? Sollte Ihr guter Praxishinweis nicht noch mehr für mehr für Tranparenz durch Zentralisierung sprechen?

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eine transparente & effektivere Anmeldung würde das Leben für alle!! soviel einfacher machen.

wir haben gerade einen 3 MonatsMarathon hinter uns in dem wir 1-2 mal die Woche verschiedene Einrichtungen abgeklappert haben und lieb "genervt" haben. Das war das was die Kitaleitung uns empfohlen hatte. Nach enormen Zeitaufwand auf unserer Seite und natürlich der der Kitas haben wir nun einen Platz und können endlich den Frühling geniesen.

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tolle idee. sehr sinnvoll für alle beteiligten!
ich habe den stress gerade hinter mir.
bei persönlichen besuchen in der kita zwecks anmeldung wird man weggeschickt, man kann nur mit termin zur anmeldung kommen..
von einer kita in meiner nahen umgebung wurde mir schon am telefon dieser termin verweigert, da die kita-leiterin "überlastet" ist und keine zeit für solche termine hat...es wäre lt. ihrer aussage ja auch gar nicht so eilig, weil es eh keine plätze mehr für dieses jahr gibt. nach diversen terminen und anmeldungen hatte ich kaum noch hoffnung, dass mein sohn 1 jahr vor einschulung noch einen platz bekommt...aber dann kam zum glück ganz kurzfristig die zusage einer kita, die mein kind halbtags betreuen kann. besser als nix! :-)

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Sinnvoll auf jeden Fall! Und tatsächlich hätte man so nicht einen völlig überschätzten Bedarf sowohl bei Kitas als auch bei Hortplätzen. Ich bin in der Schulleitung einer Grundschule und sehe dort - gerade jetzt zur Schüleraufnahme - immer wieder verzweifelte Eltern, weil es an Hortplätzen fehlt.
A B E R: Die Kita- und Hortleitungen wollen sich die Eltern natürlich persönlich ansehen, was ich auch verstehe. Durch das fehlende Platzangebot kann man sich die Eltern (und Kinder) nämlich aussuchen. Und natürlich haben die lieber motivierte Eltern, die evtl. auch mal bei Elternarbeit mitmachen, als Problemfälle von denen sie im Zweifel schon genug haben...
Schwierig. Vielleicht sollte man die zentrale Anmeldung der Träger anvisieren um den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. Und die einzelnen Einrichtungen könnten dann auf diese Liste zugreifen und sich VON SICH AUS (zu Zeiten, zu denen eben mal niemand überlastet ist...) bei den Eltern wegen eines Gesprächtermins melden (oder gleich einen Samstag nehmen, an dem man dann alle hintereinander weg anguckt - Prinzip Wohnungsbesichtigung).

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Grossartige Idee!

Pöppel

Hallo, ich schreibe für den Rhein-Main EXTRA TIPP und interessiere mich für ihre Idee!! Bitte setzen Sie sich doch mit mir in Verbindung über angelika.poeppel@extratipp.com.

Vielen Dank.

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Ganz tolle Idee, ich wollte soeben selbst diese Idee hier posten und habe glücklicherweise vorher die bestehenden Initiativen durchgeschaut!
Eine zentrale Anmeldung halte ich für sehr sinnvoll. Die Eltern sollten natürlich ihr Präferenzen angeben können, und es würde aus meiner Sicht Sinn machen, wenn Familien aus dem Stadtteil der Kitas bevorzugt behandelt würden, um den Kita-Tourismus möglichst gering zu halten.
Was mich etwas erschreckt hier in diesem Forum ist, daß es doch anscheinend viele Leute gibt, die dies nicht für eine gute Idee halten, leider aber hier keine Kommentare hinterlassen. Ich würde gerne verstehen, welche Gründe aus der Sicht der Kritiker gegen diese Idee sprechen...

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Genau. Endlich mal jemand, der zu diesem Thema einen sinnvollen Vorschlag hat.

Haben auch gerade diese KITA-Anmelde-Odyssee hinter uns, und es ist einfach alles lächerlich.
Dann wird von den KITA Leitungen oft verlangt, dass man des Öfteren in der Einrichtung vorstellig wird, um wirkliches Interesse zu bekunden, um herauszufiltern, wer nur proforma einen Platz in der jeweiligen Einrichtung blockiert, oder wer diesen wirklich möchte und braucht.

Nicht zu vernachlässigen ist auch das Thema, dass Mütter mehrere Zusagen von verschiedenen KITAs haben, sich das beste Angebot heraussuchen oder noch auf die LieblingsKITA warten und somit wieder Plätze blockieren.So ein Verhalten ist auch nur möglich, da es keine gemeinsame Anmelde- und Vergabestelle gibt!!!

Auch zum Thema KITA Tourismus möchte ich erwähnen, dass wir in allen Lebenslagen zum Ökologischem handeln gezwungen und bevormundet werden, aber der KITA Tourismus gefördert wird.
So wie es Schulbezirke gibt, sollte es auch KITA Bezirke geben:
Die Kinder aus der KITA Nachbarchaft sollten vorrecht haben.

Crocman

Was ist aus der damals diskutierten Idee geworden?

etiennefrankfurt

Leider hat sich nach meiner Einschätzung gar nichts geändert und auch kein Entscheider sich überhaupt ernsthafte Gedanken über eine Re-Organisation gemacht. Haben Sie einen anderen Eindruck?

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