Römer

Beim Ausbau der Betreuungsplätze am tatsächlichen Bedarf orientieren

Akualisiert 22.03.2014 0

In der Frankfurter Rundschau vom 21.3.14 ist zu lesen, dass die Stadt das Angebot an Betreuungsplätzen im U3-Bereich auf 40% (gemessen an allen Kindern unter 3 Jahren) ausbauen möchte. http://www.fr-online.de/stadtteil-portraets/frankfurt-heddernheim-im-fokus-stadtteil-mit-prioritaet,8430636,26617142.html

Dazu vorweg: Meiner Meinung ist das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder von 0 bis 16 Jahren ein wichtiges Instrument für die Integration und Entwicklung der Kinder selbst aber auch für die Eltern (und hier vor allem eben die Frauen, die wegen der Betreuung allzu oft ihren bezahlten Arbeitsplatz aufgeben).

Das Ziel 40% scheint also auf den ersten Blick sehr löblich. Allerdings bezieht das Ziel überhaupt nicht auf den Bedarf selbst.

Das Ausbauziel führt dazu, dass in unserem Umfeld immer mehr Häuser für die Betreuung der Unter-3-Jährigen gebaut werden, für diese Häuser aber dann nur noch sehr schwer geeignetes Personal gefunden werden kann (Mit dem Gehalt einer Erzieherin sind die Frankfurter Mieten quasi nicht zu bezahlen).

Steht auch dieses Angebot, ist es dann immer öfter die Nachfrage nach den Plätzen der kritische Punkt. So ziehen einige Eltern, die sich zunächst für einen U3-Betreuungsplatz bewerben, ihre Bewerbung wieder zurück, sobald sie einen Platz zugesagt bekommen. Das Kleinkind abzugeben fällt eben doch schwer, wenn es konkret wird. Dies führt dazu, dass lange bestehende Häuser für die angebotenen Betreuungsplätze nicht genug Kleinkinder finden und dann deutlich unter der geplanten Auslastung betrieben werden.

Wenn neben solchen minder-ausgelasteten Häusern immer weiter U3-Betreuungsplätze gebaut werden, erscheint mir die Bauwirtschaft oft als Hauptprofiteur dieses starken Fokus auf den Ausbau der U3-Plätze. Eine stärker am Bedarf orientierte Zielsetzung, die auch ein hinreichendes Angebot an Kindergarten-, Hort- und Ganztagesschul-Plätzen mit einbezieht, wäre für Kinder und Eltern wesentlich besser.

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