Römer

Spielerlaubnis für Musik auf Straßen und Plätzen

Akualisiert 04.04.2014 5

Die Geräuschproduktionen mancher „Musiker“ sind oft eine Zumutung, mindestens eine Belästigung! Diese "Musiker" können häufig offenbar überhaupt kein Instrument richtig spielen und könnten statt dessen auch lautlos betteln.

Was willst du erreichen?

Es muss nicht gleich die Pariser Metro als Konzertpodium sein. Doch nicht jeder sollte hier sein Instrument auspacken und loslegen dürfen: Im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres könnte so wie in Paris ein Auswahlverfahren darüber entscheiden, wer eine Spielerlaubnis bekommt. Die Jury sollte aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Betriebe sowie aus Experten der Hochschule für Musik bestehen.

Was hast du bereits getan?

Ich weigere mich, "Musikern" auch nur eine Münze zu geben...

5 Kommentare

elcaro

Heute musizierte ein Litauer am Bernemer Uhrtürmche und kassierte zu Recht gutes Geld (von uns 2 größtmögliche Münzen). Warum? Er spielte nicht nur gekonnt Querflöte und Geige; er spielte auch mit Hingabe teilweise sehr anspruchsvolle Stücke. Passanten und Gäste der umliegenden Gastronomie waren begeistert - obwohl der Musiker (!) möglicherweise "nur" seine täglichen Routineübungen absolvierte, die man als Musiker so braucht…

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Also mir gefällt auch nicht alles, was auf der Straße gespielt wird. Mein Musikstil ist gar nicht auf der Straße vertreten, jedenfalls nicht hier in Deutschland... Hab noch nie einen Harsh Noise Musiker gesehen - gibts wohl nur in Japan oder Australien...

Allerdings im Zuge der tollen GEMA Reform und deren Eintreibungsmethoden wird das Straßenmusikertum bald eh ein Ende haben.

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Gute Idee ! Genauso sollte man das machen !

elcaro

Frankfurter Neue Presse und (einen Tag später) Frankfurter Rundschau mit folgendem dpa-Artikel:
Misstöne zur Straßenmusik
von dpa
CDU-Politikerin würde Qualitäts-Überprüfung begrüßen
Straßenmusikanten müssen ihr Können vor ihren Auftritten nicht unter
Beweis stellen. Ein Fehler, finden manche Stadtpolitiker in Frankfurt
und stoßen damit auf Kritik. An Regeln müssen sich die Musiker
allerdings halten. Und die sind in jeder Stadt ein bisschen anders.
In München müssen Straßenmusiker eine
Qualitätsprüfung bestehen, Heidelberg hat eigene Ecken
für Straßenkünstler eingerichtet, und in Hamburg brauchen
besonders laute Instrumente eine Genehmigung. Solche Regelungen
könnten nach Ansicht der Stadtverordneten Christiane Schubring ein
Vorbild für Frankfurt sein. Die CDU-Politikerin ist der Ansicht, dass
viele Musikanten auf der Einkaufsstraße „Zeil“ einfach zu laut und zu
dicht nebeneinander spielen. Darüber werde im schwarz-grünen
Magistrat diskutiert.
Regeln einhalten
Der Vorsitzende der Kommunalen Ausländer Vertretung (KAV), Enis
Gülegen, meint dagegen, der Vorstoß richte sich wohl gegen die
zahlreichen neuen Gruppen aus Rumänien und der türkischen
Minderheit Bulgariens. Nicht nur in Frankfurt, auch in anderen Städten
Hessens können Straßenmusikanten ungeprüft spielen. Allerdings
müssen sie sich dabei an einige Regeln halten. Und die sind in jeder
Kommune etwas anders.
In Frankfurt müssen die Musiker ihren Standort spätestens nach
einer Stunde wechseln. „Und zwar so weit, dass der bisherige
Einwirkungsbereich durch die Musikgeräusche verlassen wird“, heißt
es in der amtlichen Festlegung. An dem gerade genutzten Platz darf
eine Stunde lang auch keine andere Gruppe auftreten. Mehr als fünf
Musiker pro Gruppe sind grundsätzlich nicht erlaubt. Laute
Instrumente wie Trompeten, Posaunen und Trommeln dürfen nicht
länger als zweimal 15 Minuten zu hören sein – mit mindestens 15
Minuten Pause dazwischen. Elektro-akustische Verstärkeranlagen
sowie das Musizieren an Sonn- und Feiertagen sind in der City ganz
verboten.
Die Zahl der Gruppen sei 2013 deutlich gestiegen, sagt Schubring.
„Einige können ihre Instrumente gerade so halten, würden also
keinerlei Qualitätsprüfung standhalten.“ Außerdem: Die Abstände
zwischen den Spielorten seien oft so gering, dass mehrere Gruppen
gleichzeitig zu hören seien. Der KAV-Vorsitzende Gülegen sieht dies
anders: Er lebe seit mehr als 35 Jahren in Frankfurt, und das Thema
Frankfurter Neue Presse, Frankfurt http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Misstoene-zur-S...
1 von 2 02.04.2014 17:06
komme jetzt erst auf, wo häufiger rumänische und bulgarische
Gruppen auf der „Zeil“ musizierten. Er plädiert für Toleranz und dafür,
auf die Selbstregulierung des Marktes zu setzen. „Schlechte Musik
wird doch spätestens nach einer Woche eingestellt, weil man nichts
verdient.“ Fraglich sei auch, wer die Qualität der Musiker beurteilen
solle: „Das Ordnungsamt? Oder die Musikhochschule? Dann wüsste
ich nicht, ob jemals jemand überhaupt dran käme.“
In Offenbach sind elektronische Verstärker verboten, sonst gibt es
keine Regeln. „Bis auf diese Verstärker sind Straßenmusikanten
bislang noch kein Ärgernis“, begründet dies Stadtsprecher Matthias
Müller. Ein bis zwei Gruppen spielten eigentlich immer in der
Fußgängerzone, die meisten kämen aus Osteuropa. In Wiesbaden
brauchen Musikgruppen ab sechs Personen eine besondere
Genehmigung der Straßenverkehrsbehörde. Kassel lässt jeden Tag
höchstens drei Musikanten oder Gruppen spielen. Diese brauchen
eine kostenlose Erlaubnis des Ordnungsamtes. Etwa 50 melden sich
im Jahr an, ein Drittel davon kommt aus Kassel, die anderen je zur
Hälfte aus der Region und anderen Teilen Deutschlands sowie
Europas.
Spielverbot in Bahnen
In den U- und S-Bahnen sind die Musikanten im Rhein-Main-Gebiet
dagegen unerwünscht. „Das Musizieren in den Fahrzeugen der VGF
und den B-Ebenen der Stationen ist aus Rücksicht auf die Fahrgäste
generell nicht erlaubt“, sagt VGF-Sprecherin Karola Brack. Einzige
Ausnahme: In der Hauptwache dürfen Gruppen mit bis zu drei
Musikern im Wechsel eine halbe Stunde am Stück spielen. Allerdings:
„Sollten sich Passanten oder Fahrgäste über die Lautstärke
beschweren, werden die Musiker aufgefordert, diese zu reduzieren.“
In den S-Bahnen und den S-Bahn-Stationen gilt dagegen generell:
„Musizieren bzw. Abspielen von Musik ist nach unseren
Beförderungsbedingungen und der Hausordnung unserer Bahnhöfe
untersagt“, berichtet eine Bahn-Sprecherin.
(dpa)
Artikel vom 01.04.2014, 03:00 Uhr (letzte Änderung 01.04.2014,
02:51 Uhr)
Artikel: http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Misstoenezur-
Strassenmusik;art675,796266
© 2014 Frankfurter Neue Presse
Frankfurter Neue Presse, Frankfurt http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Misstoene-zur-S...
2

elcaro

Hierzu auch in PARLIS:
20.01.2014
R - StR Markus Frank
NR 784
Eingang: 27.01.2014, 10.05 Uhr
Antrag
der FDP-Fraktion
Straßenmusiker in der Innenstadt
In den letzten Monaten gab es verstärkt Beschwerden von Geschäftsleuten und Passanten über die einerseits zunehmend ausufernde Anzahl von Straßenmusikern in der Frankfurter Innenstadt wie auch über deren bisweilen recht penetrante Lautstärke. Zweifelsfrei ist Straßenmusik für die Passanten häufig eine willkommene Abwechslung und gehört zu einem lebendigen Stadtbild. Insbesondere aber für die Mitarbeiter der anliegenden Geschäfte kann sie durchaus zur Belästigung werden. In anderen Städten wie beispielsweise München hat man daher Beschränkungen bezüglich der Anzahl, der Standorte und sogar der Qualität der Darbietungen eingeführt, die über die in Frankfurt gültigen Vorschriften weit hinausgehen.
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, welche Möglichkeiten er sieht, die Beschallung durch Straßenmusik in der Frankfurter Innenstadt auf ein für alle Beteiligten akzeptables Maß zu reduzieren. Hierbei sind die Erfahrungen anderer Städte in die Prüfung einzubeziehen.
Antragsteller:
Stv. Annette Rinn, Fraktionsvorsitzende

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