Römer

Kaninchenplage - Bockenheim - oder in ganz Frankfurt?

Akualisiert 14.05.2015 20
  • Thumb_angefressene-pflanzen

Hallo

Vor zwei, drei Jahren viel mir in der Hügelstraße 62, vor den Wohnblöcken auf der Wiese eine ganz Schar von Kaninchen auf. Vielleicht 20 oder 30 Stück. Sie saßen in der Dämmerung auf dem Gras, ganz ruhig. Sooo süß. Und ich dachte mir nichts weiter dabei.
Nun haben wir in mindestens einer Kleingartenanlage in Bockenheim seit ca. 2 Jahren ganz massiv eine Kaninchenplage. Die Tiere kommen trotz Zäunen entweder unten durch gekrabbelt oder haben in der Anlage bereits ihre Nester in der Erde. Was soll man sagen, sie fressen alles kaputt. Frisch Ausgesätes fressen sie weg, Jungpflanzen, sie beißen die Blumen kaputt und im Winter fressen sie die Rinde der Obstbäume so kahl, dass diese gefällt werden müssen, weil sie zugrunde gehen.

Das ist aber noch lange nicht alles. Draußen vor den Kleingärtenanlagen haben sie einen Bau in dem Erdwall, der um die Brückenpfeiler sind (Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Brücke).

Ein paar hundert Meter weiter haben sie ihre Nester im Von-Bernus-Park, z.B. unter einem Nadelbaum und morgens sitzen die Jungen drum herum auf der Wiese.

Mein Eindruck ist, dass die Stadt Frankfurt nichts unternimmt!

Im Internet konnte ich feststellen, dass das Problem mindestens seit 2007 bekannt ist.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/kaninchenplage-huschen-und-hoppeln-in-der-daemmerung-1459486.html

Bei SAT1 hieß es letztes Jahr, dass sich hunderttausend Kaninchen mittlerweile in Frankfurt befinden.

http://www.1730live.de/archiv/news-details/datum/2011/11/30/gegen-die-kaninchenplage.html

Und Versuche mit Frettchenjäger und Fallenaufsteller sind lächerlich, weil es um ein paar Dutzend Tiere geht, die diese Leute fangen (um sie angeblich dann zu essen).

http://www.fnp.de/fnp/region/hessen/frettieren-gegen-die-kaninchenplage_rmn01.c.9089624.de.html

Hier Kaninchenplage in Soßenheim:
http://www.cduffm.de/index.php?ka=1&ska=1&idn=3367

Interessant auch der Artikel in der Bild-Zeitung:
http://www.bild.de/regional/frankfurt/friedhoefe/grabschaender-kaninchen-verwuesten-friedhoefe-17729658.bild.html

Der Hauptfriedhof sei von Kaninchen verschont, weil da Füchse wären.

Und last, but not least ein Antrag der CDU gegen die Kaninchenplage im Ostend:

http://www.frankfurt-gestalten.de/of-antrag/kaninchenplage-im-ostend

 

Hier noch Fotos zu den Orten/Sachverhalten:
https://www.dropbox.com/sh/i70g7pi7hdnfl0b/qeBILPDNXk
https://www.dropbox.com/sh/i96a23zh5ybcoyc/VeuEz6-LNc
https://www.dropbox.com/sh/r8g99yz2lgqi9qb/Pdr5RkpIKe

Was willst du erreichen?

In erster Linie möchte ich erreichen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich mit mir dafür oder sonst wie dafür einsetzen, dass die Stadt endlich ein Konzept vorlegt, wie sie bei Kaninchenplagen in bestimmten Gegenden Frankfurts e r f o l g r e i c h die Situation klärt. Denn daran hapert es. Die Stadt wurschtelt rum und erreicht zu wenig bei diesem Problem. Es geht ja auch um hygienische und Seuchen-Fragen. Die Stadtverwaltung ist viel zu passiv.

Was hast du bereits getan?

Am Samstag den 23.06. habe ich eine Email verschickt an das Frankfurter Umweltdezernat. Mal sehen, wann und ob ich da eine Anwort bekomme.

20 Kommentare

Pöppel

Hallo, die Kaninchen sind, wie sie aufgezeigt haben, schon seit Jahren ein Thema ihn Frankfurt! Ich arbeite für die Zeitung Rhein-Main EXTRA TIPP und würde die Geschichte aber gerne erneut aufgreifen! Bitte setzen Sie sich doch mit mir in Verbindung. Sie erreichen mich unter 069/ 85 00 87 906 oder angelika.poeppel@extratipp.com.
Vielen Dank!

Freundliche Grüße
Angelika Pöppel

Praecipua

Hallo

Ich möchte hier einen Zwischenbericht über die Kaninchenplage abgeben.

Ich hatte am 23.06.12 eine Email an das Dezernat »Umwelt« abgeschickt und erstmal keine Antwort auf meine Email erhalten.
Dezernat X - Umwelt, Gesundheit und Personal
Alte Mainzer Gasse 4
60311 Frankfurt am Main

Das fand ich als Service der Stadt Frankfurt nicht sehr angemessen. Es ist mittlerweile Usus, zum Beispiel bei Firmen, dass man sofort eine Eingangsbestätigung für den Erhalt einer E-Mail ebenfalls per Email zugeschickt bekommt. Da weiß man als Kunde (Bürger), meine E-Mail ist angekommen, sie wird dann bearbeitet.. - In der Hinsicht ist die Stadt Frankfurt noch nicht »top«.

Ich dachte schon, mein Anliegen sei vergessen worden, oder meine E-Mail sei »verschütt« gegangen, aber dann kam ein Brief (in Zeiten von Internet und Co. auch eigentlich unnötig) vom Grünflächenamt am 16.07.12.
Der Brief ist recht ausführlich, dafür danke ich dem Mitarbeiter. Der städtische Bedienstete schreibt, dass es darum geht, die Population der Kaninchen auf ein erträgliches Maß zurückzufahren. Dies geschieht mittels »Jagd«. Für Privatgrundstücke sind die Eigentümer selbst verantwortlich.

Auf die Kaninchenplage in den Kleingärten ist der Mitarbeiter nicht näher eingegangen. Nebenbei, für eine Rattenplage ist das Ordnungsamt zuständig.

Mein persönlicher Eindruck ist, die Kaninchen sind nicht mehr so häufig zu sehen. Vielleicht ist ja schon was passiert.

Alles in allem bin ich von der Reaktion der Stadtverwaltung positiv angetan und kann nur anderen Bürgerinnen und Bürgern empfehlen, sind mit Anliegen nicht zurückzuhalten.

Mit Grüßen

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Wegen der Kaninchenplage und die vermehren sich ja wie die Kanickel... wurden schon vor Jahren in den Parkanlagen Marder ausgesetzt die dem Problem heer werden sollten... Allerdings erlitten von denen viele den Unfalltod mit dem Auto..

Grüsse Nata

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Also ich verstehe nicht, warum sich soviele über die kleinen Wackelnasen aufregen. Lasst sie doch hoppeln.

kulturpass

Bewaffnen Sie sich (z.B. Pfeil und Bogen ) und dann ab an den Herd : http://www.chefkoch.de/rezepte/144011062332293/Franzoesisches-Kaninchen.html

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Viel Erfolg bei der Initiative! Die Kaninchenplage (und es ist in der Tat eine Plage!) dehnt sich mittlerweile in die westlichen Stadtteile aus. Auch in Griesheim sind mehrere Wonsiedlungen und Kleingartenanlagen betroffen. Man sollte die Problematik wirklich nicht lächerlich machen oder den Betroffenen Mitbürgern niedere Absichten gegen Tiere unterstellen. Ich bin Kleingärtner und selbst von Fraß-und Wühlschäden durch Kaninchen massiv betroffen. Und ich vertrete die Meinung, daß durch die Stadtverwaltung in vertretbarem Rahmen endlich etwas gegen die unkontrollierte Vermehrung der Wildkanninchen unternommen werden muß. Überpopulation führte im letzten Sommer / Herbst in unserer Gartenanlage zum Ausbruch der Kaninchenpest. Tagelang krochen verendende Kaninchen die Wege entlang, verwesten unter bestialischem Gestank in mancher unzugänglichen Nische. Das kann man doch auch nicht fahrlässigerweise geschehen lassen? Welcher "Tierfreund", der gegen eine Verringerung der Populationen spricht, will dies?

Darüber hinaus haben Kleingartenanlagen im Stadtgrün eine nicht wegzudenkende oder gar wegzudiskutierende Funktion als Grünflächen, Frischluftschneisen, der Artenvielfalt und des Naturschutz. Wenn man nun nichts mehr anbauen kann, da alles weggefressen wird, verläßt einen die Lust.

Also, Daumen hoch! Bitte keine Massaker veranstalten, aber so wie es jetzt ist, kann es auch nicht bleiben.

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Kaninchenplage ist ja noch harmlos, es gibt ja mittlerweile auch Wildschweinplage und das ist kein Witz, ist aber durch die relativ warmen Winter begründet !

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Ich denke so 20-Marder auswildern und das Problem erledigt sich von selbst und das auf eine natürliche Art.

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Die mögen Kaninchen, Katzen und Ratten...!!!

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Marder sind im Stadtgebiet und auch in Bockenheim keineswegs selten, die Auswilderung zusätzlicher Tiere weder notwendig noch hilfreich weil diese Prädatoren eigene Reviere besetzen und keine zusätzliche Marder darin dulden.

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Kosten der " Grünen" berechnen. Abschaltung, Verteuerung und Verwilderung können die kommenden Generationen belasten.

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Ich freue mich immer, wenn ich diesen Kulturfolgern begegne. Der Mensch möchte leben, baut sich sein eigenes synthetisches Biotop - das Karnickel, es will auch leben, ist aber nicht in der Lage, ein eigenes Biotop zu bauen, daher liegt es nahe, sich das tolle Biotop des Menschen zu eigen zu machen und daran ebenso zu gedeihen wie es der Mensch unternimmt.
Aus Sicht der Populationsbiologie hat sich das Karnickel in Frankfurt wirklich eine ideale Nische errungen, in der es kaum Räuber für ihn gibt. Wäre ich ein Karnickel, ich würd's auch so machen.
Ich habe einen Lieblingsplatz in Frankfurt, dort lebt ein Karnickel seit Jahren und wir sind quasi alte Freunde. Kein Leid würde ich ihm antun.

ChrisK

Sehr toller Beitrag, "Anonymous (03.10.2014)". Wirklich.
Keine Ironie!

Hier im Frankfurter Westen wurde vor einiger Zeit die "Parkstadt" gebaut. Mitten in eine Karnikel- und Kaninchenpopulation. Dazu musste erst einmal der Jäger her und massig Tiere schießen. Dumm nur, dass der Mensch sich auch hier mitten in Ackerland, das sich die Wildtiere schon seit vielen Jahren zu Nutze gemacht hatten, breit gemacht hat. Inzwischen wird, so auch eine Prophezeiung einer Biologin und mir direkt nach Jagd- und Baubeginn, noch immer, bzw. erneut gejagt, weil man den Karnickel- und Kaninchenpopulationen einfach nicht Herr wird.

Nur zur Info: Auf dem Feld, das direkt hinter dem neuen Wohngebiet beginnt, kreisen derzeit auch (noch) Raubvögel, die der Karnickelpopulation eigentlich ebenfalls entgegenwirken. Seit die Tiere dort aber auch noch von den Anwohnern regelrecht "gefüttert" werden, breiten sie sich, nebst weiteren Wildtieren ganz extrem aus.

Ich stelle an dieser Stelle eine Vermutung auf:
Es wird keine 10 Jahre mehr dauern, dann haben wir hier zum ersten Mal Wildschweine rumwühlen. - Und rufen erneut nach dem Jäger.

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Lieber ChrisK,

ich sehe es anders. Erstens hat der Mensch definitiv schon viel zu tief und heftig in die Populationsbiologie in Ballungszentren eingegriffen, so daß der Zeitpunkt zu spät wäre, alles nur noch sich selbst zu überlassen. Gerade in den Städten. Und die Alternative? Wenn niemand mehr die Schrebergärten in der Stadt bewirtschaften möchte, könnten wir die Gelände -zumal in Frankfurt mit seiner Wohnungsnot- doch einfach auch noch zubetonieren. Aber ach....dann wären wir wieder beim Thema "Her mit dem Jäger" denn dann plagen die Tierchen nicht den Grüngürtel sondern die Häuslebauer. Ein Hoch auf Sankt Florian.

Wie wäre es mit der Devise "Jedem Tierchen sein Pläsierchen" oder auch ganz einfach ausgedrückt "Jedem Karnickel und jedem Menschen sein Lebensraum". Beide müssen sich nicht zwangsläufig überschneiden.

ChrisK

@Anonym:

ICH kann nach dieser Devise SEHR gut leben, befürchte aber, dass viele Mitmenschen ein großes Problem damit haben.

Begründen möchte ich das wie folgt:
Fragen Sie doch mal zehn Schulkinder woher ihr Schnitzel das sie gerade auf dem Teller liegen haben, oder ihre Chicken-Wings, die sie gerade aus der Pappschachtel fingern, stammen.
These:
Über 50% der Befragten wissen die richtige Antwort darauf nicht.

Oder lassen Sie dieselben Kinder die genannten Produkte den Tieren (dieser Test wurde von einem der öffentlich-rechtlichen TV-Sender gemacht) (auch gern auf Fotos) zuordnen. Bei dem gemachten Test schnitten rund 80% der getesteten Kinder und Jugendlichen fehlerhaft ab und erkannten die Zugehörigkeit mit weniger als einem Produkt (es ging um Fleisch, Obst und Gemüse).

Weiter:
Frankfurt ist - leider - von der Architektur her seit etwa den 90er Jahren so angelegt worden, dass ausschließlich dem Kommerz gefröhnt wird. So wird mehr Augenmerk auf Büroflächen und Shoppingmeilen gelegt als auf Wohnraum. Ebenso ist es auch, wie in einigen anderen Initiativen ganz richtig bemängelt, im Bezug auf den Straßenverkehr. Es wird, bzw. wurde verstärkter Augenmerk auf den Autoverkehr gelegt, anstatt den Rad- und Fußgängerverkehr zu fördern. Jetzt merkt die Politik so langsam, dass Frankfurt aus allen Nähten platzt und versucht "die Pest mit Cholera" zu bekämpfen, was mir allerdings ebenso unsinnig erscheint.
Wenn man das jetzt auf die Pläne des derzeitigen Oberbürgermeister übertragen möchte, der sogar Ackerflächen zu enteignen vor hat, nur um dort kleine Wohnhäuser bauen lassen zu können, beginnt man, nach etwas logischer Denke, nach dem Sinn zu fragen.
1.) wird der Leerstand innerstädtisch gefördert;
2.) Grünflächenversiegelung betrieben;
3.) Tierarten (abgesehen von Karnickeln und/oder Kaninchen (was einen himmelweiten Unterschied bedeutet!)) teilweise bedroht (Kaninchen stehen kurz vor dem Aussterben);
4.) Wohnungs Kauf- und Mietpreise werden künstlich hochgetrieben (auch durch die (künstlich hochgehaltenen) ÖPP (PPP)-Projekte);

Das nur als ein paar kurze Gedanken dazu.

Wie man es dreht und wendet:
Ja, innerstädtische Karnickel können zur Plage werden, aber der Mensch schafft sie sich selbst, wenn er in dessen Gebiete baut (Beispiel: Parkstadt)!

Verkehrsverteilung

-seit doch froh, dass ihr naturnah lebt! Stellt euch vor, die Karnickel wollten euch abschaffen...

Verkehrsverteilung

-jetzt sind auch noch, neben den Karnickeln, 3 Wölfe nach Hessen gekommen. Eine Wölfin starb nahe der A61 (-Bad Soden/Salmünster/Hessen-)- Leider sind alle Wölfe gestorben-Ausserdem gibt es hier Füchse, Nutrias, Ratten(ca. 700.000),Enten, manchmal Schwäne (-Martin-Luther-King-Park-), Katzen , Hunde u. Mäuse.-da stört, manchmal, der Mensch-

Verkehrsverteilung

-der Problem-Mensch: nach dem Problem-Bären, dem Problem-Elch, dem Problem-Wolf: nur der Problem-Mensch hat überlebt...

topolinopiccante

alle reden von plage, eine plage ist der mensch selbst.

topolinopiccante

die armen Kaninchen leben in unsere parks.

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