Römer

Planungswerkstatt zur Bürgerbeteiligung Bebauungsplan Gewerbegebiet Heerstrasse in Praunheim

Akualisiert 07.05.2012 2

Initiative zur Gründung / Einrichtung einer Planungswerkstatt zur Bürgerbeteiligung am Bebauungsplanverfahren 696 Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße Teilbereich 2 (M 22)


Auf den Feldern nördlich von Praunheim, bis zur Autobahn A5 hin, soll ein Gewerbegebiet entwickelt werden, mit großflächigen Einheiten vorwiegend für produzierendes Gewerbe

Die Nutzung und das städtbauliche Konzept sind nicht aus planerischen, nachhaltigen, nachvollziehbaren Überlegungen entstanden, sondern als Zwänge aus vorhandenen Nutzungen und Anforderungen übergeordneter Planungen.
Grundlage dieser Betrachtungsweise ist die Annahme, dass es sich „nur“ um den Stadtrand und damit ein minderwertiges Gebiet handelt, dass nicht weiter planerischer Sorgfalt bedarf.
Tatsächlich stellen diese Flächen den Übergang von städtischen Räumen (Bebauung und städtischen Freiflächen wie dem Grüngürtel) zu den eher offenen, naturbelassenen, bzw. landwirtschaftlichen Flächen im Umland dar. Es ist sozusagen das TOR ZUM TAUNUS.


Die Planungen widersprechen den zeitgemäßen Anforderungen an den Umgang mit knapp werdenden Flächenressourcen und einer urbanen und verträglichen Entwicklung von Stadtteilen.

Eine Beteiligung der anwohnenden Bevölkerung ist bisher nicht vorgenommen und auch nicht geplant. Die Berufung auf die vorgenommene frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit (04/2005) ist nicht richtig, da die Planung seither deutlich überarbeitet und ausgeweitet wurde.
Lediglich eine Informationsveranstaltung  ist für den Juni vorgesehen, für tatsächliche Einwendungen oder Änderungen ist die Planungstiefe aber schon zu weit fortgeschritten.

Was willst du erreichen?

Das zur Bürgerbeteiligung eine Planungswerkstatt oder zumindest Gespräche über die Planung zwischen der Stadt und den Praunheimern aufgenommen wird.

Was hast du bereits getan?

Ich habe einzelne Fraktionen des Ortsbeirates angesprochen um sie für eine erneute Betrachtung der Planung zu gewinnen.

2 Kommentare

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Nutzung als Gewerbegebiet scheint jetzt doch nicht so einfach zu sein, wie sich die Planer gedacht hatten. Es stehen ja auch genug Gewerbeimobilien leer, reichlich Grundstücke sind unbebaut. In Sichtweite von Eschborn zieht nur ein, wer dafür bezahlt wird. Wieviele Firmen sind nach Eschborn abgewandert, trotz div. Zusagen? Die "Neue Börse" wurde auch durch eine U-bahnstation und Straßennamen nicht in ihrem Neubau gehalten.

Wer bleibt, sind die Bewohner; Wohnungen, Häuser mit Tag und Nacht Menschen drin. Die Lebensqualität in diesem Gebiet wird immer schlechter. Die Autobahn soll zwei Spuren mehr bekommen, die Regionaltangente West und die Umfahrung für den Praunheimer Ortstkern - alles in diesem Gebiet. Lärmschutz wird schwierig, wenn überhaupt möglich. Luftverschmutzung steigt.

Wer bereits in einem belasteten Gebiet lebt, hat bei Ausbauplänen Pech. Schutzmaßnahmen sieht der Gesetzgeber nur für Neuanlagen vor. Daran sollte endlich mal jemand etwas ändern! Wer an einer stark befahrenen Autostraße oder Bahnlinie wohnt, hat kein Nachtfahrverbot zu erwarten.

Ich bin für Grünanlage statt Gewerbegebiet.(Es darf auch Grün entstehen, das nicht Ausgleichsbepflanzung für gänzlich andere Orte ist) Ein Spieplatz fehlt - 44 neue Häuser für Familien und Null Infrastruktur geplant, super Planung! Es leben im Gebiet nördl. Heerstraße im Neu- und Altbestand der Häuser inzwischen ca. 100 Kinder.

Die Gründung einer Planungswerkstatt ist seit Jahren im Gespräch. An wem scheitert es? Dank an Stefan Fischer, hier einen neuen Anlauf zu nehmen!

stefan_fischer

Gestern, 26.06.2012, fand eine außerordentliche Ortsbeiratssitzung statt, bei der Vertreter des Stadtplanungsamtes die Maßnahme ausführlich vorgestellt und Fragen beantwortet haben.

Erstmal hat mich gefreut, dass mehr als hundert Praunheimer kamen und auch zahlreich - auch kritisch - Fragen gestellt haben.

Tatsächlich ist das Projekt, auch aufgrund der Verknüpfung mit dem Bau der Umgehungsstrasse, schon beschlossen. Selbst auf Anfragen zu kleineren Änderungen kamen eher ablehnende Antworten.
Es wird also ein großes, anonymes Gewerbegebiet, je nach tatsächlichen Bedarf auch laut und dreckig, die vorhandenen natürlichen Rahmenbedingungen werden verschlechtert, auch wenn die Stadt in jedem 2ten Satz betont hat, wie sie das minimieren will. Wie das aussehen wird, kann man sich heute schon am "Martinszehnten" anschauen.

Aber das Stadtplanungsamt betonte auch, dass es nur den Willen der Politik (Stadtverordnetenversammlung) umsetzt. Diese muss dem Plan noch zustimmen, allerdings gibt es hier bisher keine Anzeichen für ein Umdenken, getreu dem Motto: jetzt planen wir das schon 20 Jahre, jetzt machen wir das auch so.

Der B-Plan soll fest an die Umgehungsstrasse gekoppelt sein, also erst wenn für die Strasse Baurecht besteht, kann der B-Plan rechtskräftig werden. Ob das dann auch wirklich bedeutet, dass kein Gewerbebetrieb neu baut, bevor die Strasse nutzbar ist? Politik ist nicht immer verlässlich, sie genehmigt sich immer mal Ausnahmen von Ihren Versprechungen.
Genausogut ist es aber auch möglich, dass die Strasse benutzt wird und überhaupt keiner das Gewerbe baut. Die Stadt weiß zu möglichen Interessenten fast nichts.

Voraussichtlich im Herbst wird der B-Plan-Entwurf öffentlich ausgelegt, dann sind formal noch Einwendungen möglich. Veröffentlicht wird es im Amtblatt und auf der Seite des Stadtplanungsamtes.
Ob auf Einwendungen aber eingegangen wird, ist für die Stadt nicht verpflichtend. Danach steht theoretisch auch der Rechtsweg offen, aber der Erfolg ist eher ungewiss.
Möglicher Zeitrahmen für einen tatsächlichen Beginn der Umsetzung laut Stadtplanungs- und Mobilitätsplaner: 5-10 Jahre

Kleiner Hoffnungsschimmer: für den Ortskern Praunheim soll es wohl wirklich eine Bürgerbeteiligung geben, aufpassen was kommt.

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