Römer

Öffentliche Toiletten/ Amsterdamer Modell

Akualisiert 20.04.2012 6
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Wer eine ausgedehnte Einkauftour auf der Zeil oder einen lauen Sommerabend am Mainufer verbringt kennt das Problem- die Blase drückt und weit und breit ist keine Toilette in Sicht. Aus der Not der Passanten und Besucher diverser Stadtfeste und Wochenmärkte verkommen einige Gastronomiebetriebe an den Brennpunkten zu reinen Urinierstuben. Die wenigen öffentlichen Angebote an diversen U-Bahnstationen halte ich für völlig unzureichend und für eine Zumutung für jeden, der auf sie angewiesen ist.

Für eine moderne und internationale Großstadt finde ich diesen Zustand blamabel.

Einfache und kostengünstige Problemlösungen habe ich beispielsweise in Amsterdam gesehen und wären nach meiner Meinung der moderne und bürgerfreundliche Weg ein grundlegendes Problem zu lösen.

 

 

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Die Bereitstellung öffentlicher Toiletten im gesamten Stadtgebiet

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6 Kommentare

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Toiletten ja, aber nicht in dieser Form. Lieber in einem Haus/U-Bahn o.ä., jemand da der Geld für nimmt, ruhig 1€, der vielleicht auch davon lebt und dort für Ordnung sorgt. Wie ein kleiner Laden, könnte man auch originell aufziehen. Und mit weiteren Dienstleistungen kombinieren wie Fahrrad- und Einkaufstütenaufbewahrung, Kiosk etc

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Die abgebildete Toilette scheint nur für den Teil der Bevölkerung geeignet zu sein, der im stehen Pinkeln kann?

jkeffm

Die Idee und die Nachfrage nach öffentlichen, privat geführten Toiletten halte ich für richtig. In Deutschland scheint es da nur die Firma Sanifair zu geben und richtig genial wäre es natürlich, wenn man da gleich Toiletten installieren könnte, die eine Trennung der einzelnen Stoffströme bzw. Nährstoffrückgewinnung ermöglichen.

Weil hier die NL angesprochen wurden - es gibt für mich derzeit zwei Vorbilder aus den NL:

a) 2theloo - http://www.2theloo.com/
Öffentliche Toiletten wie Sanifair, also auch mit Kiosk, Hygieneartikeln, usw. - imo nur eine Frage der Zeit, bis das auch vermehrt in Deutschland angeboten wird.

b) Urilift - http://www.urilift.com/
Eine niederländische Firma, die im Boden versenkbare Urinale & Sitztoiletten anbietet, was wohl gerade in Amsterdam sehr erfolgreich sein soll. Soweit ich informiert bin, handelt es sich dabei aber auch nur um reine Urinale (aber dafür Männer und Frauen).

Zu Urilift hatte ich auch mal was in meinem Sanitation-Blog geschrieben: http://saniblog.org/2009/07/22/urilift/

Falls jemand Mitstreiter sucht beim Thema öffentliche Toiletten: ich bin dabei! :-)

Die für mich interessante Frage ist daher: sollte es (noch mehr) von der Stadt betreute öffentliche Toiletten geben oder sollte dies von Firmen durchgeführt werden, die ausschließlich öffentliche und teilweise kostenpflichtige Toiletten bereitstellen?

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In kostenlosen Toiletten sehe ich die Zukunft, besonders die Urinale sind eine wichtige Quelle für Phosphat, welches ein endlicher Rohstoff ist. Bezahl-Toiletten sind unsozial, da der gleiche Betrag von Reich wie Arm gefordert wird. Solange ich arbeitslos bin, wäre ich bereit, einmal in der Woche einen Tag für die Sauberkeit eines Öko-Klos (z.B: http://solar-sicherheit.de/2009-wasser2/komposttoilette.htm ) zu sorgen - es finden sich sicher noch mehr Menschen, denen am Erhalt einer intakten Umwelt gelegen ist. Die Umweltzerstörung durch Industrie, Verkehr und Privathaushalten muss vom Gesetzgeber mit harten Strafen belegt werden, sonst droht der Kollaps für Alle - soll bitte keiner sagen: das haben wir ja nicht gewußt!

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gepflegte und für frauen ebenfalls nutzbare toiletten..die weder geruchsbelästigung noch sichtbelästigung bringen sind anzustreben..also normal in einem haus...

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Vor einigen Jahren hatte ich Frau Roth schon einmal per Email gebeten, die Aufstellung von Toilettenhäuschen am Mainufer auf beiden Seiten zu veranlassen bzw. die entsprechenden Stellen dazu aufzufordern. Dieselbe Bitte habe ich im Juli 2013 per Email an die Stadt und Herrn Feldmann gepostet. Leider ist bis heute nichts geschehen.

Die vielen Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer, Kinder usw., die sich sowohl werktags wie auch an Feiertagen zahlreich an den Mainwiesen aufhalten, können ihre Notdurft nirgendwo entsorgen. Dies ist in anderen europäischen Großstädten wesentlich besser geregelt. Für viele Touristen ist es ebenfalls ein Ärgernis, dass diese Möglichkeit am Main nicht besteht. Das ist einer Großstadt unwürdig. Die Webseite www.city-wc-frankfurt.de zeigt keinerlei Möglichkeiten auf beiden Seiten des Mains auf.

Ich bitte daher dringend um Veranlassung. Gern würde ich Ihnen ein Foto mitsenden, wie es z. B. in Stockholm geregelt ist, aber leider ist diese Funktion hier nicht möglich.
Zurück kam folgende Email:

"vielen Dank für Ihre Anregung. Die Problematik ist uns bekannt; bisherige Lösungsansätze konnten allerdings nicht umgesetzt werden.
Derzeit sind wir bemüht, eine konsensfähige Alternative zeitnah zu realisieren.

Im Moment besteht am Eisernen Steg, Nordseite, die Möglichkeit die Vertragstoilette am Ticketverkauf der Primus-Linie zu benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Ursula Fachinger
Liegenschaftsamt
23.01 Stabsstelle Öffentliches Toilettenwesen Berliner Straße 33-35
60311 Frankfurt am Main
Fon.: 069 212-71789
Fax: 069 212 31649
Mail. ursula.fachinger@stadt-frankfurt.de
http://www.city-wc-frankfurt.de

Mit freundlichen Grüssen
------------------------------

In einer modernen Großstadt wie Frankfurt ist es möglich, ein Hochhaus nach dem anderen zu errichten aber keine Toilettenhäuschen f+r Bürger und Touristen bereit zu stellen.

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