Zustand Wohnhaus Gerhart-Hauptmann-Ring 200-202
Der Antrag OF 33/8 wurde eingereicht am 06.06.2011
Antrag:
Zustand Wohnhaus Gerhart-Hauptmann-Ring 200-202
Das Haus Gerhart-Hauptmann-Ring 200-202 entwickelt sich seit einigen Jahren zu einer Problemimmobilie in der Nordweststadt. Der äußere Zustand des 2003 aus der Konkursmasse der Gesellschaft für Immobilien und Beteiligungen (GIB) in Karlsruhe veräußerten Gebäudes (Graffiti, marode Laubengänge, eingeschlagene Scheiben an der Haustür, defekte Briefkästen, teilweise sind bereits die Platten an den Außenwänden weggebrochen), die dem Vernehmen nach katastrophale Situation im Haus (kaputte Aufzüge, permanente Zwangsversteigerungen von Wohnungen zu Schleuderpreisen, unzulässige Untervermietungen) wie auch der total verdreckte und regelmäßig überfüllte Müllstandplatz lassen darauf schließen, dass weder eine ordentliche, am Erhalt der Wohnqualität orientierte Wohnraum- noch eine Müllstandplatzbewirtschaftung durch die Eigentümer stattfindet.
Dies vorausgeschickt, wird der Magistrat gebeten,
1. sich mit den Eigentümern des Hauses bzw. mit dem Vorsitzenden des Eigentümerbeirates in Verbindung zu setzen und auf eine deutliche Verbesserung der gegenwärtigen Situation hinzuwirken.
2. Maßnahmen nach dem Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetz zu prüfen, da allem Anschein nach Mängel aufgrund unterlassener Instandhaltung oder Missstände aufgrund der baulichen Beschaffenheit bestehen, die zu Gefahren für die Bewohner führen.
Antragsteller:
Ergebnis:
2. Sitzung des OBR 8 am 09.06.2011, TO I, TOP 7
Beschluss:
Anregung an den Magistrat OM 174 2011
1.
Die Vorlage OF 2/8 wird für erledigt erklärt.
2.
Die Vorlage OF 33/8 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.
Abstimmung:
zu 1.
Einstimmige Annahme
zu 2.
Einstimmige Annahme

OB-Anträge
Initiativen
Es ist nicht zu fassen, was ich in der Stellungnahme des Magistrats zu o.g. Antrag lesen muss: da wird tatsächlich der falsche Müllplatz besichtigt, denn der anscheinend in Augenschein genommene gehört nicht zu diesem Haus. Dieser befindet sich an der Kreuzung zum Wendehammer uns ist mittlerweile super gepflegt, weil alle Bewohner ihren Müll nun auf die Straße vor dem Grundstück entsorgen.
Naiv ist es, Aussagen irgendwelcher "Eigentümer/ Mieter Glauben zu schenken. Man muss nur die verschiedenen Gutachten lesen, die im Portal für Zwangsversteigerungen veröffentlicht sind, um zu erfahren, dass ein geschätzter Sanierungsstau für dieses Gebäude in Höhe von ca. 1,5 Millionen vorliegt. Vor Jahren war ein Balkon in den oberen Geschossen monatelang mit Stahlträgern abgestützt, sicher nicht zu dekorativen Zwecken. Die komplette Umgebung ist von diesen Zuständen genervt, angrenzende Eigentümergemeinschaften und Eigenheimbesitzer werden duch diese Zustände massiv geschädigt, da dies den Wert der umliegenden Immobilien massiv mindert. Ich zitiere aus dem GG Artikel 14, Absatz 2: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Also muss es doch möglich sein, einen gewissen Druck auf die Eigentümergemeinschaft im Haus 200 auszuüben. Anregung: Wöchentlich die FES beauftragen, Sperrmüll abzufahren und die Kosten über die Kommunalabgaben erheben, irgendwie zahlen die ja auch Straßenreinigung und Müllabfuhr. Und vielleicht sollte sich ein Baustatiker das Gebäude mal näher anschauen.