Ringstraßenbahn über vorhandene Strecke

Ortsbeirat 2: Info
Ort & Tagesordnung nächste Sitzung
Mitglieder des Ortsbeirats 2

Partei: CDU

Orte: Adalbertstraße, Gräfstraße, Hamburger Allee, Bockenheim, Franz-Rücker-Allee, Ginnheim, Ginnheimer Landstraße, Ginnheimer Straße, Kurfürstenplatz, Nauheimer Straße, Rödelheimer Straße, Schloßstraße, Sophienstraße, Westend

Themen: Nahverkehr, Straße, Straßenbahn, Verkehr, Allee, Linksabbieger, Straßenbahntrasse, Straßenverkehr

Der Antrag OF 463/2 wurde eingereicht am 23.03.2010

Antrag:

Ringstraßenbahn über vorhandene Strecke

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

1. Sofern das Projekt Ringstraßenbahn weiter verfolgt wird, soll die Verbindung zwischen Hamburger Allee und Ginnheim über die bestehende Streckenführung der Straßenbahn 16, also südliche Schloßstraße – Adalbertstraße – Gräfstraße – Sophienstraße - Franz-Rücker-Allee - Ginnheimer Landstraße, geführt werden.

2. Im Rahmen der Planung wird die Variante einer Streckenführung durch die nördliche Schloßstraße und weiter durch Rödelheimer Straße, Ginnheimer Straße und Ginnheimer Landstraße nicht weiter verfolgt.

3. Die vom Ortsbeirat beschlossenen Anträge OF 70, OF 208, OF 430 und EA 146 (Umgestaltung Schloßstraße und der Kreuzung Adalbertstraße/Schloßstraße), OF 360 (Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Schloßstraße/Adalbertstraße/Nauheimer Straße), OF 211 (Linksabbieger aus der Ginnheimer Straße in die Schloßstraße) sowie OF 212 (Linksabbieger von der Schloßstraße am Kurfürstenplatz) werden nach Maßgabe von 1. und 2., also einer dann - zumindest für den Linienverkehr - nicht mehr erforderlichen Straßenbahntrasse, umgesetzt.

1. Eine Straßenbahn-Führung durch die Rödelheimer und Ginnheimer Straße ist angesichts der Enge der Tempo-30-Straße, nicht sinnvoll, da die Straßenbahn hier im bereits jetzt stockenden Verkehr mitschwimmen müsste. Die Straßenbahn würde durch sehr lange Fahrtzeiten unattraktiv werden.

2. Die bestehende Streckenführung der Straßenbahn 16 ist effizient und führt zu sehr geringer Einschränkung des Individualverkehrs in dem betreffenden Streckenabschnitt.

3. Durch die vorgeschlagene Variante würden die Kosten eines Streckenneubaus entfallen.

4. Die latente Planung der Ringbahnstrecke über Schloßstraße – Rödelheimer Straße - Ginnheimer Straße blockiert seit Jahren dringend erforderliche straßenbauliche Gestaltungsmaßnahmen auf diesen Straßen. Der Beginn der Planung für diesen Abschnitt der Ringstraßenbahn ist derzeit nicht absehbar, geschweige denn deren Abschluss.

Die Schloßstraße mit dem breiten Bahnkörper ohne Überquerungsmöglichkeit für KFZ zerschneidet den Stadtteil Bockenheim und unterstreicht die soziale Schwelle zwischen Kern-Bockenheim und dem Viertel um den Bahnhof Frankfurt-West. Hier und an der Kreuzung Adalbertstraße sind gestalterische Maßnahmen erforderlich, die sinnvoll nur dann beschlossen werden können, wenn Klarheit über Offenhaltung oder Stilllegung der Straßenbahntrasse vorliegt.

Gleiches gilt für die Neugestaltung des Kirchplatzes, die durch die latente Option auf eine Straßenbahnnutzung der Rödelheimer Straße blockiert wird.

5. Die geplante indirekte Anbindung des S-Bahnhofs durch eine Straßenbahnhaltestelle auf der Schloßstraße ist verkehrstechnisch nahezu wertlos, da ein ca. 200 Meter langer Fußweg dazwischen liegt. Eine viel bessere Anbindung des S-Bahnhofs Richtung Messe, und dann auch Richtung City und östliche Stadtteile wäre gegeben, wenn der seit langem geforderte Abgang von den Hochgleisen Richtung Straßenbahn 17 (Voltastraße) gebaut würde.

Ergebnis:

43. Sitzung des OBR 2 am 12.04.2010, TO I, TOP 9

Beschluss:

Anregung OA 1098 2010

Die Vorlage OF 463/2 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Abstimmung:

CDU, GRÜNE, 2 SPD, FDP und FREIE WÄHLER gegen LINKE. (= Ablehnung); 1 SPD (= Enthaltung)

Link zum original Inhalt (Parlamentsinformationssystem - PARLIS - der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt am Main)

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