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Keine Baumfällungen beim Bau der Quartiersgarage Glauburgschule

Ortsbeirat 3: Info
Ort & Tagesordnung nächste Sitzung
Mitglieder des Ortsbeirats 3

Partei: GRÜNE

Orte: Glauburgschule, Nordend

Themen: Bauen, Natur, Schulen, Bau, Baum, Baumfällungen, Glauburgschule

Der Antrag OF 76/3 wurde eingereicht am 20.10.2011

Antrag:

Keine Baumfällungen beim Bau der Quartiersgarage Glauburgschule

Bei den Planungen zur Quartiersgarage Glauburgschule hat sich ergeben, dass ca. 8 Bäume die seit dem Ende des 19. Jahrhundert dort stehen gefällt werden müssen, da durch die Tiefgarage das Wurzelwerk beschädigt wird.

Die vorausgeschickt möge der Ortsbeirat beschließen, den Magistrat zu bitten, die Planungen der Quartiersgarage Glauburgschule so umzusetzen, dass keine Bäume die länger als 50 Jahre dort stehen gefällt werden müssen.

Jeweils einen Baum fällen um10 Parkplätze zu schaffen, diese Rechnung kann sowohl im ökologischen Sinne, als auch im Sinne des Erhalts der wenigen Bäume im Nordend nicht aufgehen. Vor allem, da mit dem Pilotprojekt Quartiersgarage zusätzliche Freiräume oberirdisch geschaffen werden sollen, die entsiegelt und begrünt werden sollen

Ergebnis:

5. Sitzung des OBR 3 am 03.11.2011, TO I, TOP 18

ÖkoLinX-ARL stellt den Geschäftsordnungsantrag, im Tenor die Worte "länger als 50 Jahre dort stehen" zu streichen.

Beschluss:

Anregung an den Magistrat OM 562 2011

1. Der Geschäftsordnungsantrag wird abgelehnt.
2. Die Vorlage OF 76/3 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Abstimmung:

zu 1.: 5 GRÜNE, 3 CDU, SPD und FDP gegen 1 GRÜNE und ÖkoLinX-ARL (= Annahme); 1 GRÜNE, 1 CDU und LINKE. (= Enthaltung)
zu 2.: GRÜNE, SPD, LINKE. und ÖkoLinX-ARL gegen 3 CDU (= Ablehnung); 1 CDU und FDP (= Enthaltung)

Link zum original Inhalt (Parlamentsinformationssystem - PARLIS - der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt am Main)

Kommentare

Bild von erle2012

Vielen Dank Herr Bieber jetzt ist alles klar.
Es ist gut, dass die alten Bäume erhalten bleiben,
Aber schlimm für die jüngeren bäume.
Ich bin mit ihnen groß geworden und dass eine sog.
Grüne Partei dafür ist, diese zu opfern für eine dumme Garage und nicht mal umzupflanzen, ist ohne worte. Ich werde nie wieder die grünen auf kommunalebene wählen.

Bild von Ronald.Bieber

Hallo erle2012,

tut mir leid, das zu hören. Ich hoffe, dass Sie dies nicht vom Wählen allgemein abhält und wünsche Ihnen ein glückliches Händchen dabei, eine Partei zu wählen, die sowohl so weit wie möglich Ihre eigenen Überzeugungen widerspiegelt als auch die Möglichkeit hat, etwas zu bewegen.

Mit freundlichen Grüßen
-Ronald Bieber

Bild von erle2012

Hallo Herr Bieber,

natürlich werde ich wählen gehen. ich wohne schon 50 Jahre in der Lortzingstrasse und denke, dass nach dem Bau der Garage die Verkehrssituation nicht besser wird, sondern eher noch schlechter. Viele oberirdische Parkplätze werden verschwinden, die unterirdischen sind nur für Anwohner, die auf Jahresbasis mieten und nicht für Kurzparker. Diese aber werden dann durch die neue Turnhalle, Kita und Vermietungen im starken Maße zunehmen, so dass die Parkplatzsituation in 5 Jahren schlechter sein wird als jetzt. Und ich spreche nicht von den ganzen Lärmbelästigungen bis die Garage fertiggestellt wurde. Hier sind die betroffenen Bürger gar nicht einbezogen worden. Ihre Partei könnte andere Lösungen finden, um die Parkplatzsituation zu verbessern. Neue, kreative Vorschläge, aber leider huldigen Sie nun auch nur der Autoindustrie. Schon durch den Straßenbahnbau auf der Friedberger wurden Existenzen zerstört. Auch das interessiert keine Partei. Auch die Grünen haben sich von ihren ursprünglichen Idealen entfremdet.

Freundliche Grüße
erle2012

Bild von Ronald.Bieber

Hallo erle2012,

mir scheinen Ihre Wünsche etwas widersprüchlich zu sein. Einerseits schreiben Sie davon, dass die Parkplatzsituation sich verbessern müsse (ich nehme an: mehr Parkplätze). Andererseits fürchten Sie aber, dass es in Ihrer Umgebung weniger Grün und mehr Lärm gibt. Haben Sie einen Vorschlag, auf welche Lösung meine Partei hätte kommen können, um beides gleichermaßen zu erreichen?
Aber das ist letztlich nur eine rhetorische Frage. Es dürfte nicht verwundern, dass es kein Hauptziel der Grünen ist, für mehr Parkplätze zu sorgen. Wenn die Quartiersgarage weitgehend wie derzeit geplant gebaut wird, dann wird es nach aktueller Beschlusslage hinterher dennoch netto 70 Parkplätze mehr geben, denn oberirdisch sollen nur 30 Plätze für die 100 neuen in der Tiefgarage entfallen. Außerdem müsste es gerade Sie als Anwohner(in?) freuen, dass von der Quartiersgarage eben gerade die Anwohner profitieren sollen.
Daneben sehe ich noch andere Widersprüche. Sie unterstellen, wir würden dem Auto huldigen - und kritisieren den Bau der Linie 18, mit dem doch der ÖPNV gestärkt wird.
Ich glaube nicht, dass sich meine Partei von ihren Idealen entfremdet hat.
Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren, wenn Sie diese Diskussion vertiefen wollen: http://www.ronaldbieber.de/Gruene/Kontakt.shtml

Bild von erle2012

Herr Bieber,
ich widerspreche mich nicht. Ich möchte nicht mehr Parkplätze, sondern möchte auf Dauer, dass die Menschen in der Stadt umdenken und ganz auf Autos verzichten. Ich denke, da sollten die Grünen Vorreiter sein. Jedesmal eine neue Tiefgarage zu bauen, löst nicht die Probleme auf Dauer. Es gibt viele Anwohner, die mehrere Autos besitzen und Dauerparker, die 5 Monate ihr Auto ohne Benutzung abstellen. Diese müssen zur Kasse gebeten werden. Man sollte Anreize für Elektroautos und Fahrräder schaffen. Ja, ich gehe davon aus, dass trotz Tiefgarage, die Lebensqualität für die Anwohner schlechter werden wird, weil eine erhöhte Mehranfrage durch die neue Turnhalle entstehen wird. Das ist ja so geplant. Ich werde Sie direkt kontaktieren, um meine Vorschläge für ein angenehmes Stadtwohnen im 21 Jahrhundert vorzustellen. Ich denke, der Preis für 70 Nettoparkplätze steht in keinem Verhältnis zu den Aufwand und der Belastung, die die Anwohner auch in den nächsten Jahren erleiden, ertragen müssen. Bei 70 Euro Monatsmiete braucht es mehr als 40 Jahre bis sich das Projekt amortisiert und auch nur, wenn wirklich alle Parkplätze vermietet werden, was so einfach angenommen wird. Die Menschen sind geizig und 70 Euro muss man erst mal bezahlen. Selbst die Parkplätze in der Tiefgarage im Shell Hochhaus sind nicht alle vermietet. Statt der Linie 18 hätte man auch Elektrobusse einsetzen können oder einfach einen schnellen Anschluss zur U5. Es gab schon einmal eine Linie, die nach Berkersheim fuhr. Hier wurde sehr viel Geld sinnlos verbrannt. man sollte in Zukunft auch darauf achten, dass die Projekte in ihrer Zeit fertiggestelt werden. Die Stadt Frankfurt ist ein Meister der Verschwendung. Ich erinnere mich, dass diese überflüssige Garage Ende 2012 fertiggestellt werden sollte. Man hat ja noch nicht mal angefangen. Der Standort wurde auch schlecht gewählt, gerade wegen dem Denkmal geschützten Gebäude und den unterirdischen Bächen. Da hätte die Stadt schon längst mal den Glauburgplatz vor dem explora z.B Nutzen können, der wurde komplett neu gebaut oder auch den Friedberger Platz. Aber die Stadt hat ja scheinbar unendlich viel Geld zur Verfügung.
Freundliche Grüße
erle2012

Bild von Ronald.Bieber

Ich versuche mal, den Antrag und den Beschluss verständlicher zu formulieren.

Es geht darum, dass sich erst spät in der Planung herausgestellt hat, dass für den Bau der Quartiersgarage und der darauf zu errichtenden Kita herausgestellt hat, dass "präventiv" auch alle Bäume in der benachbarten Lortzing- und Lenaustraße gefällt werden sollen. Die stehen zwar gar nicht auf dem Baugrundstück, aber es heißt, dass es sein kann, dass sie unter der Baustelle so leiden könnten, dass sie ohnehin geschädigt würden und absterben.

Der Antrag lautet nun, die Planungen so anzupassen, damit genau diese Fällungen neben dem Grundstück entfallen können. Hier geht es gerade um die alten, großen Bäume, die insbesondere in der Lortzingstraße großartige Schattenspender für die gegenüberliegenden Häuser sind.

Der Antrag wurde so beschlossen. Dagegen waren drei Vertreter der CDU. Enthalten hat sich je ein Vertreter der CDU und der FDP.

Der oben genannte abgelehnte Geschäftsordnungsantrag ist der Vorschlag von ÖkoLinX/ARL gewesen, den Antrag auch auf die jüngeren Bäume auszudehnen.

Aus dem somit beschlossenen Antrag des Ortsbeirats wird nun eine Vorlage für den Magistrat. Von dort werden die Ämter einbezogen und zu diesem Antrag wird Stellung genommen. Was dabei am Ende herauskommt. ist jetzt noch nicht klar, denn der Magistrat kann sich auch über diesen Antrag des Ortsbeirats hinwegsetzen.

Ich hoffe ich konnte die Frage damit so weit wie aktuell möglich beantworten.

Bild von Anonym

Hallo, werden jetzt die Bäume auf dem Schulhof gefällt oder nicht? Der Antrag ist so verklausuliert formuliert, dass ein unbedarfter Dritter diesen nicht verstehen kann. Mit Absicht? Wir wohnen schon 50 Jahre dort und sind mit den Bäumen groß geworden. Eine Fällung wäre eine absolute Schweinerei. Selbst Neupflanzungen sind kein Trost. Wir töten 50 Menschen, dafür zeugen wir neue. Was ist das für eine Doppelmoral? Auch Bäume haben das recht auf Unversehrtheit. Ich werde mich für den Erhalt der Bäume mit allen rechtlichen Mitteln einsetzen. Armes, grünes Deutschland, Frankfurt.

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